Zwischen Witwe und Kindern

Einigung im Streit um Erbe von Robin Williams

San Francisco - Der Erbschaftsstreit zwischen der Witwe von Hollywoodstar Robin Williams und seinen Kindern wird möglicherweise doch nicht vor Gericht ausgetragen.

Ein Richter in San Francisco entschied am Montag (Ortszeit), die Anhörung auf den 1. Juni zu verschieben. Bis dahin haben Susan Schneider Williams und Williams' Kinder Zeit, den Streit außergerichtlich beizulegen.

Williams hatte im August Suizid begangen, nach Angaben seiner Witwe litt er unter der Parkinson-Krankheit sowie unter Depressionen und Angstzuständen. Nur vier Monate danach war der Streit um das Erbe derart eskaliert, dass Susan Schneider Williams Klage vor Gericht einreichte.

Ihr Anwalt James Wagstaffe will sich nach eigenen Angaben in den kommenden beiden Wochen mit den Anwälten der gegnerischen Seite treffen, um eine Einigung zu erzielen. Sollte es ihnen nicht gelingen, werde ein Schlichter eingeschaltet, sagte Wagstaffe der Nachrichtenagentur AFP. Er zeigte sich zuversichtlich, bis 1. Juni eine Lösung zu finden.

Laut den Anwälten der Kinder sollten nach dem Willen des Schauspielers alle Objekte, die seine Karriere und seine Kindheit betreffen oder aus seinem Büro stammen an einen Vermögensfonds - und damit an die Kinder - gehen. Die Witwe aber will erreichen, dass die Gegenstände aus ihrem Haus von dem Erbe ausgenommen werden - darunter der Smoking, den Williams bei ihrer Hochzeit trug und die Hochzeitsgeschenke.

Vorwürfe der Witwe, die Kinder hätten bereits einige Gegenstände aus dem Haus entfernt, wies Zelda Williams am Montag am Montag zurück. Sie seien seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr dort gewesen, versicherte sie über das Netzwerk Tumblr. Dies wurde auch von Anwalt Wagstaffe bestätigt. Gleichzeitig aber sagte er AFP, Mitglieder des Fonds seien kurz nach dem Tod des Schauspielers in dem Haus gewesen und hätten eine Reihe von Objekten mitgenommen, darunter vor allem eine "Sammlung kleiner Soldaten".

Nach seinen Angaben ist die Witwe unter anderem bereit, alle Auszeichnungen den Kindern zu überlassen ebenso wie die Fotos aus der Zeit vor der Hochzeit im Oktober 2011. Dagegen wolle sie alle Möbel und Bücher und die Kunstwerke im Haus behalten, alle Aufnahmen seit Oktober 2011 sowie einige Fotos von Williams 60. Geburtstag. Auch müsse sichergestellt sein, dass ihr genügend Geld bleibe, um für den Unterhalt des gemeinsamen Hauses aufzukommen und bis zu ihrem Ende dort wohnen zu können. Auf die Frage, was den Kindern bleibe, sagte der Anwalt, sie bekämen "sehr, sehr viel Geld" sowie den Großteil seines Erbes.

AFP

Rubriklistenbild: © AFP

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