„Er ist zum letzten Mal eingeschlafen“

Texter und Radio-Moderator ist tot - Er bekam furchtbare Prognose

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Andreas Hähle ist tot.

Ein beliebter Radio-Moderator und Texter ist im Alter von 51 Jahren gestorben. Zuvor hatte er eine erschütternde Prognose erhalten.

Leipzig - Andreas Hähle ist tot. Er wurde nur 51 Jahre alt. Und die Trauer bei Familie, Freunden, Weggefährten und Fans ist groß - davon zeugen Hunderte Kondolenz-Bekundungen auf seiner Facebook-Seite.

Hähle hielt in seinem Leben in verschiedener Hinsicht das gesprochene deutsche Wort hoch. Er arbeitete als Moderator, jahrelang für rockradio.de, sowie als Hörfunksprecher, Buchautor, Songtexter, etwa für Dirk Zöllner. Zwischenzeitlich war er mit dem eigenen Band-Projekt „sergejwitsch meets hähle“ aktiv. Zudem als Trauerredner und Hochzeitsredner. Und er hielt Lesungen, die sowohl ernst als auch lustig oder gar erotisch waren. In all den Szenen, in denen er sich bewegte, war er offensichtlich hoch geschätzt.

Die traurige Nachricht von seinem Tod überbrachte seine Ehefrau Lika Hähle am 25. April bei Facebook. Und gab auch die Todesursache bekannt. Eines Menschen würdig, für den das Jonglieren mit Worten zum Leben gehört, formulierte sie das Sterben von Andreas Hähle in bewegende Sätze. „Der Kampf ist beendet und verloren. Andreas ist gestern zum letzten Mal eingeschlafen. Zu Hause. Friedlich in meinen Armen. Ein Leben in Würde, ein Tod in Würde“, schreibt die Ehefrau des Verstorbenen. „So haben wir es gemeinsam entschieden, nachdem die Ärzte uns vor knapp zwei Wochen mitgeteilt hatten, dass seine Nieren erneut versagt haben. Fast ein ganzes Jahr Hoffnung nach der ersten Krebsdiagnose. Zwischendurch immer wieder herbe Rückschläge. Resignation und neue Hoffnung. Immer wieder. Hoffen auf ein Wunder bis zuletzt. Wie so viele Menschen hoffen bis zuletzt.“

Andreas Hähle ist tot - Er bekam erschütternde Prognose der Ärzte

Bei Andreas Hähle wurde bereits vor einem Jahr Krebs diagnostiziert. Mit der Diagnose ging er bemerkenswert offen um. Nun folgte der erneute Rückschlag. Und eine erschütternde Diagnose, wie seine Frau berichtet. „‚Nur ein paar Tage‘, so lautete die erschütternde Prognose der Ärzte vor 12 Tagen.“

Schon zuvor sei der Tod „seit fast einem Jahr unser ständiger Begleiter“ gewesen. „Immer drohend nah, aber nun sollte er unabwendbar zwischen uns treten.“ 

Lika Hähle zeigt sich tieftraurig, dass ihr und ihrem Mann der gemeinsame Sommer mit einer Hochzeit zu zweit nicht mehr vergönnt war. „Andreas war - nein IST - die Liebe meines Lebens und ich die seine. Wir haben erst spät zueinander gefunden und uns eine sehr lange, sehr glückliche Zukunft miteinander ausgemalt. Als uns bewusst wurde, dass unsere gemeinsame Zeit hier auf Erden sehr knapp bemessen sein wird, wünschten wir uns wenigstens noch einen einzigen gemeinsamen Sommer, den wir auf dem Land verbringen wollten. In dem Häuschen, in dem wir ursprünglich mal alt werden wollten. Im Sommer beabsichtigten wir, noch einmal zu heiraten. Diesmal ganz allein, nur für uns beide. Ein Liebesschwur sollte es werden, der uns über den Tod hinaus auf ewig miteinander verbindet. Wir hatten keine Zeit mehr, der Sommer war uns nicht mehr vergönnt.“

Einen letzten gemeinsamen Sommertag mitten im April durften beide noch miteinander verbringen. „Am Montag vor einer Woche aber, dem ersten sonnigen warmen Tag nach langer Zeit, wurde uns DER perfekte Sommertag geschenkt. Schon morgens fuhren wir raus aufs Land, teilten uns einen Erdbeertraum-Eisbecher mit Sahne und extra Eierlikör und einen Lumumba in der Eisdiele. Andreas bekam einen ganz roten Kopf vom Rum in der Schokolade. Alkohol war er nicht mehr gewohnt, wie er auch Essen nicht mehr gewohnt war. Später - im Sessel sitzend vor unserem Häuschen - besiegelten wir unseren Schwur mit Mythos - unserem Bier seit Korfu. Und am Nachmittag noch ein zweites geteiltes Mythos mit Zigaretten auf dem Balkon. Ein perfekter Sommertag eben, den Andreas trotz schwindender Kräfte erstaunlich gut verkraftet hatte. So hatten wir ihn uns gewünscht. Und ihn so erlebt haben zu dürfen, dafür bin ich sehr dankbar.“

Lika Hähle richtet in ihrem Facebook-Posting ein großes Dankeschön an alle, deren Solidarität ihrem Mann zuteil wurde. Und wählt weitere Worte voller Poesie, die auch lesenswert sind für alle, die weder Andreas Hähle noch seine Werke kannten:

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