Besonderes „Geschenk" in NRW

Ominöses Päckchen mit Ekel-Dose und „Gruß-Zettel" löst Großeinsatz im Rathaus aus

Ein Päckchen mit diesem Zettel und unappetitlichem Inhalt hat eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes in Coesfeld (NRW) per Post zugeschickt bekommen. Ihr Anruf bei der Polizei löste einen größeren Einsatz aus - samt Feuerwehr.
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Ein Päckchen Karton mit diesem Zettel und unappetitlichem Inhalt hat eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes in Coesfeld (NRW) per Post zugeschickt bekommen. Ihr Anruf bei der Polizei löste einen größeren Einsatz aus - samt Feuerwehr.

Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr im Rathaus im münsterländischen Coesfeld (NRW): Ein ominöses Päckchen entpuppte sich als eklige Botschaft eines Unbekannten ans Ordnungsamt.

  • Ein Anruf aus dem Ordnungsamt bei der Polizei hat einen Großeinsatz im Rathaus Coesfeld (NRW) ausgelöst.
  • Dort war per Post ein Päckchen mit widerlichem Inhalt und „Gruß-Zettel" angekommen.
  • Neben der Polizei rückte auch die Feuerwehr aus und nahm den Inhalt genauer unter die Lupe.

Coesfeld - Wenn aus dem Rathaus ein Anruf bei der Polizei eingeht, weil dort absolut unangemessene Post angekommen ist, dann kennen die Ordnungshüter keinen Spaß und nehmen die Sache sehr ernst. So war es am Dienstagmorgen (15. September) auch im münsterländischen Coesfeld (Nordrhein-Westfalen).

StadtCoesfeld
BundeslandNordrhein-Westfalen
RegierungsbezirkMünster
Einwohner36.257 (31.12.2019)
BürgermeisterHeinz Öhmann (CDU)

Die Details zu den Vorkommnisse erläuterte die Polizei am Vormittag, wie WA.de* berichtet. Demnach war einer Mitarbeiterin des städtischen Ordnungsamtes im Rathaus Coesfeld bereits am Montag (14. September) ein Päckchen zugestellt worden.

Coesfeld: Ominöses Päckchen in NRW-Rathaus - undefinierbarer dunkler Inhalt

Als die Frau ahnungslos das Päckchen öffnete, fand sie darin eine mit Zeitungspapier abgepolsterte Dose mit einem undefinierbaren dunklen Inhalt. Und als wäre das nicht schon genug der Geschmacklosigkeit gewesen, war auch noch ein Zettel mit einem ganz besonderen „Gruß“ beigefügt.

Die Polizei Coesfeld veröffentlichte ein Foto des Päckchens samt des Zettels. Die Aufschrift: „Hier ein Geschenk für dich. Bist ja gleichzustellen mit dem Kot. Nichts wert“.

Coesfeld/NRW: Motiv für Ekel-Päckchen steht noch nicht fest

Der anonyme Absender des Päckchens in NRW gab damit zumindest einen ersten Hinweis auf den Inhalt der ominösen Dose - der sich später bewahrheiten sollte, als sich Einsatzkräfte der Feuerwehr der ekligen Paketsendung widmeten...

Gleichzeitig legt der Zettel samt direkter Ansprache auf „Du“ den Verdacht nahe, dass der oder die Unbekannte die betreffende Mitarbeiterin des Ordnungsamtes der Stadt Coesfeld ganz gezielt respektlos behandeln und beleidigen wollte. Das genaue Motiv und die Hintergründe stehen noch nicht fest.

Einsatzkräfte der Feuerwehr öffneten diese Dose, in der sich offensichtlich Dreck samt Tierkot befand. Die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes Coesfeld fühlte sich von der unerfreulichen Post zwar weder bedroht und beleidigt, dennoch nahm die Polizei die Sache sehr ernst.

Jedenfalls tat die städtische Angestellte das einzig Richtige und informierte vorsichtshalber die Polizei über das Päckchen, wenngleich sie sich nach Angaben der Ermittler weder bedroht noch beleidigt fühlte..

Ominöses Päckchen in Coesfeld: Polizei nimmt Anruf sehr ernst

„Da sie den Inhalt nicht bestimmen konnte und somit auch nicht auszuschließen war, dass von dem Inhalt eine Gefahr ausgehen könnte, wurden Einsatzkräfte entsandt und auch die Feuerwehr alarmiert. Die Mitarbeiterin wunderte sich über das ,Großaufgebot‘ von Polizei und Feuerwehr“, so ein Sprecher der Polizei Coesfeld (NRW)..

Thomas Eder, Abteilungsleiter der Polizei für den Kreis Coesfeld stellte aber klar: „Wir nehmen so etwas immer ernst. Deshalb überprüfen wir solche Postsendungen gründlich, um eine Gefährdung betroffener Personen auszuschließen.“

Ominöses Päckchen in NRW-Rathaus: Immer wieder unliebsame Postsendungen

Kein Wunder: In der Vergangenheit war es nicht nur in Nordrhein-Westfalen (zuletzt in Hagen, Iserlohn und im Ennepe-Ruhr-Kreis*, davor in Unna* und Hamm*) immer wieder vorgekommen, dass bei öffentlichen Stellen (auch bei der Polizei selbst) oder Personen unliebsame Post eingegangen war. Häufig enthielten diese Postsendungen ein weißes Pulver, was regelmäßig zu stundenlangen Großeinsätzen von Polizei und Feuerwehr führte.

Zuletzt am vergangenen Sonntag (13. September) waren anlässlich der Kommunalwahl in zwei Briefwahlzentren in der NRW-Großstadt Bochum von Wahlhelfern zwei verdächtige Umschläge entdeckt worden - deutlich dicker und unförmiger als üblich. Auch hier brachte der entsprechende Alarm eine gewisse Einsatzlawine ins Rollen*. Beteiligt waren sogar Bombenentschärfer des Landeskriminalamtes (LKA) - am Ende ergab erst das Röntgen der Umschläge, dass nur „normale" Stimmzettel enthalten gewesen waren, die lediglich ungewöhnlich gefaltet waren.

In Coesfeld überprüften die Einsatzkräfte der hinzugezogenen Feuerwehr den Inhalt der Dose und kamen nach Polizeiangaben zum Ergebnis, „dass es sich um Dreck oder eventuell Tierkot handeln könnte. Eine Gefahr konnte demnach ausgeschlossen werden. Die Polizei entsorgte die Dose und fertigte einen Bericht“, hieß es abschließend.

Bleibt zu hoffen, dass die Polizei dem Absender des Päckchens mit der Ekel-Dose auf die Spur kommt. Denn über die Grenzen eines Streiches ging diese Aktion weit hinaus. - *WA.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

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