Alle Entwicklungen im News-Ticker

Corona in Deutschland: RKI meldet deutlich steigende Zahlen - Söder fordert Maskenpflicht bundesweit zu verschärfen

Das Coronavirus breitet sich in Deutschland immer weiter aus, bei den Neuinfektionen wurde ein Rekordwert gemeldet. Markus Söder fordert nun bundesweit eine Verschärfung der Maskenpflicht.

  • Deutschland verzeichnet erneut bedenkliche Zahlen an Corona-Neuinfektionen (Update vom 19. Oktober, 09.57 Uhr).
  • Immer mehr Gebiete in Deutschland haben die Sieben-Tage-Inzidenz* überschritten.
  • Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert bundesweit eine Verschärfung der Maskenpflicht.
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 19. Oktober finden Sie hier.

Update vom 19. Oktober 2020, 10.12 Uhr: CSU-Chef Markus Söder fordert eine bundesweite Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen. Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen solle eine Maskenpflicht in Schulen, auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und auch am Arbeitsplatz gelten, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden könnten, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Schalte des CSU-Vorstands in Nürnberg.
In Bayern gelten dementsprechende verschärfte Corona-Regelungen* bereits. Nach der neuen Verordnung, die am Sonntag im Internet veröffentlicht wurde, ist klargestellt, dass die Maskenpflicht beispielsweise auch in vielen Büros gilt.

Corona in Deutschland: RKI meldet deutlich steigende Zahlen

Update vom 19. Oktober, 09.57 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen 4325 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert ist vergleichsweise niedrig, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln. Gemessen an den 2467 gemeldeten Infektionen vom Montag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 366.299 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 19.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.789. Das waren zwölf mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 294.800 Genesene.

Corona-Pandemie und die Folgen: Merkel berät mit Migrantenverbänden

Update vom 19. Oktober, 7.25 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will an diesem Montag mit rund 40 Migrantenverbänden über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Integration beraten. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), sieht dafür dringenden Bedarf, denn die Krise sei gerade für Migranten und Geflüchtete eine harte Belastungsprobe: „Sie arbeiten oft in Branchen, die besonders mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu kämpfen haben, wie Handel, Logistik oder dem Gastgewerbe“, erklärte Widmann-Mauz vor dem 12. Integrationsgipfel. „Gleichzeitig sind wichtige Integrationsangebote ausgefallen oder können nur eingeschränkt stattfinden.“

In Bayern äußerte sich Ministerpräsident Markus Söder vor der CSU-Sitzung zur aktuellen Corona-Lage. Das Pressestatement gibt es hier im Live-Ticker.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will über die Folgen von Corona auf die Integration beraten.

Corona in Deutschland: Merkels Rechnung noch zu optimistisch? Pandemie-Phänomen kehrt zurück

Update vom 18. Oktober, 22.45 Uhr: Das Schreckensszenario eines neuerlichen Lockdowns begleitet die zweite Corona-Welle in Deutschland. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und Virologe Christian Drosten* bringen dagegen eine völlig neue Variante in die Diskussion mit ein.

Update vom 18. Oktober, 21 Uhr: Die Coronavirus-Lage in Bayern wird alarmierender: Mehr als die Hälfte aller bayerischen Städte und Landkreise hat inzwischen bedenkliche Corona-Werte, teilte das Gesundheitsministerium an diesem Sonntag mit.

24 liegen demnach bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50 und höher, 28 weitere Städte und Kreise hätten ferner den Frühwarnwert von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten, hieß es weiter.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Konzert-Veranstalter erhebt schwere Vorwürfe gegen Corona-Politik

Update vom 18. Oktober, 19.10 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie hat in Deutschland nicht nur gesundheitlich gravierende Auswirkungen, sondern auch wirtschaftlich. Ein namhafter Vertreter aus der Kultur erhebt wegen der Corona-Politik nun erhebliche Vorwürfe: So ist Marek Lieberberg, Konzertveranstalter und Chef des Branchenriesen Live Nation, der Meinung, dass die Livekonzert-Branche vernachlässigt, sogar regelrecht übersehen werde.

„Wir haben in der Vergangenheit mehr Besucher für unsere Events begeistert als die gesamte geförderte Kultur. In der Musikindustrie arbeiten rund 250 000 Menschen, erweitert sind es alleine in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen mit ihren Familien, die von der Livebranche abhängen. Ich kenne viele von ihnen - örtliche Veranstalter, Club-Betreiber, Aufbauhelfer, Ordner, Caterer -, und es bricht mir das Herz. Sie sind alle von der Politik übersehen worden. Es muss Schluss sein mit der Diskriminierung der nicht geförderten Kultur“, sagte Lieberberg im Interview der Süddeutschen Zeitung (Artikel hinter Bezahlschranke).

Lieberberg meinte weiter: „Wir wollten kürzlich mit einem Viertel der möglichen Auslastung im Düsseldorfer Stadion das Open-Air-Konzert „Give Live A Chance“ veranstalten. Unser Konzept sah unter anderem Maskenpflicht, Distanz, Alkoholverbot sowie abgestuften Ein- und Auslass vor. Trotz dieser Übererfüllung der Schutzregeln wurde das Projekt durch eine willkürliche nachträgliche Beschränkung der Kapazität durch die Landesregierung zu Fall gebracht.“ Auch Grüne-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hatte zuletzt in einem Interview mit der Ippen-Digital-Zentralredaktion schnelle Hilfe für die Kultur-Branche gefordert.

Update vom 18. Oktober, 18.50 Uhr: Kampf gegen das heimtückische Coronavirus an vorderster Front: Der Arzt einer deutschen Corona-Isolierstation* erwartet in den nächsten Wochen schwere Covid-19-Krankheitsverläufe. Und nicht nur das. Der Mediziner gewährt tiefe Einblicke in die tägliche Arbeit in der Klinik und auf der Intensivstation (siehe Link).

Corona-Pandemie in Deutschland: Hamsterkäufe bei Aldi, Edeka und Lidl nehmen wieder zu

Update vom 18. Oktober, 18.35 Uhr: Da sind sie wieder, die sogenannten Hamsterkäufe in deutschen Supermärkten wegen der Corona-Krise.

Seit Tagen kursieren unter dem Hashtag #Klopapier kursieren seit Tagen bei Twitter wieder Fotos und Videos aus deutschen Supermärkten und Drogerie-Läden, die leere Regale für Klopapier und/oder Kunden zeigen, die gleich mehrere Packungen auf einmal kaufen und aus den Filialen schleppen.

Mitarbeiter eines Edekas aus dem Bodenseeraum mit Filialen in Neuravensburg, Weissensberg bei Lindau sowie Langenargen und Kressbronn teilten ein Video, in dem sie die Klopapier-Hamsterei auf die Schippe nehmen.

Corona-Pandemie in Deutschland: „Keinen Grund für Hamsterkäufe“

„Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund“, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) der F.A.Z.: „Die Lieferketten funktionieren – das gilt nach wie vor.“ Zu keiner Zeit in der Pandemie sei die Lebensmittelversorgung in Deutschland gefährdet gewesen. „Wer hortet, handelt nicht nur unlogisch, sondern auch unsolidarisch. Und am Ende landet vieles in der Tonne.“

Auch Lidl und Aldi berichteten zuletzt von einer erhöhten Nachfrage bei Toilettenpapier. Zuletzt wurden offenbar auch Nudeln und Konserven gekauft worden, heißt es in dem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Corona-Pandemie in Deutschland: Sperrstunde jetzt auch in Hamburg

Update vom 18. Oktober, 15.35 Uhr: In Hamburg wie auch in Berlin wird seit Samstag jetzt um 23 Uhr das Licht ausgemacht. Die beiden Großstädte reagierten mit der Sperrstunde auf die steigenden Coronavirus-Zahlen in ganz Deutschland. Zwischen 23 und 5 Uhr morgens darf niemand bewirtet werden - einzige Ausnahme sind elf Lokale in Berlin, die erfolgreich geklagt hatten. Alkohol darf aber nach 23 Uhr generell nicht verkauft werden.

Mit Ordnungswidrigkeiten war dabei zu rechnen. Trotz 150 eingeleiteten Verfahren in der ersten Nacht gibt sich die Hamburger Polizei aber zufrieden. Eine Sprecherin sagte der dpa: „Die Akzeptanz der Sperrstunde war im Großen und Ganzen sehr hoch“. Auf St. Pauli waren ihren Angaben zufolge in der Spitze etwa zehntausend Menschen unterwegs. „Das ist deutlich weniger als sonst an Wochenenden üblich“, erklärte sie.

Sperrstunde wegen Coronavirus: Hamburger Polizei sprengt illegale Keller-Party

Den größte Einsatz des Abends hatten die Beamten dann allerdings im „Club 25“ auf der Reeperbahn. Hier fielen ihnen um die dreißig Menschen auf, die vor dem Eingang des Party-Kellers herumstanden. Unten angekommen, wirkte der Club leer. Hinter einer verbarrikadierten Tür stießen die Beamten allerdings auf einen illegalen Partyraum. Ohne Masken, Abstand oder Kontaktliste tanzten hier rund 90 Menschen. Sie wurden einzeln aus dem Club geführt und müssen mit einer Geldstrafe rechnen.

Trotz Sperrstunde steigen die Zahlen in Hamburg drastisch. 293 neue Fälle meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) seit dem Vortag. (Stand: 18.10., 9.10 Uhr). Fast ist der kritische Wert* von 50 Infektionen auf 100.000 Einwohnern erreicht. In Berlin sind am Sonntag, laut RKI 363 Infektionen hinzugekommen.

Update vom 18. Oktober, 10.32 Uhr: Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter in Deutschland wenig neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das Robert Koch-Institut (RKI)* gab den Wert am frühen Sonntagmorgen mit 5587 an. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die Fallzahlen allerdings meist niedriger. Nicht alle Daten der Gesundheitsämter werden am Wochenende übermittelt. Im Vergleich zu den 3483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche hat sich der Wert allerdings beinahe verdoppelt.

Mittlerweile haben laut Lagebericht des RKI außerdem mehr als die Hälfte aller Landkreise eine erhöhte Verbreitung des Coronavirus von mehr als 25 nachgewiesenen Infektionen pro Woche und 100 000 Einwohner. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 361.974 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 18.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9777 die der Genesenen bei 291.900. Neben neuen Maßnahmen zur weiteren Eindämmung des Coronavirus, kommt aus der Politik besonders der Appell an das Verhalten der Menschen. Auch Angela Merkel meldete sich dazu in einer Videobotschaft zu Wort.

Auch SPD-Gesundheits-Experte Karl Lauterbach warnt weiterhin vor einem möglichen Shutdown. „Es wird darauf ankommen, wie sich die Bevölkerung verhält. Das ist wichtiger als einzelne Maßnahmen. Viele Auflagen lassen sich ohnehin schwer überprüfen“, sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Update vom 17. Oktober, 15.55 Uhr: Baden-Württemberg hat die höchste Corona-Alarmstufe ausgerufen. Um das Coronavirus einzudämmen, stehen nun weitere Einschränkungen bevor, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Samstag nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mitteilte.

Update vom 17. Oktober, 14.34 Uhr: Nicht nur in Deutschland steigen die Corona-Zahlen einen neuen Rekordwert, auch in Italien wurde der nächste Höchststand vermeldet. Ministerpräsident Giuseppe Conte will einen zweiten Lockdown nicht mehr ausschließen.

Corona in Deutschland: Münchner Infektiologe besorgt über aktuelle Entwicklung

Update vom 17. Oktober, 11.30 Uhr: In ganz Deutschland schießen die Corona-Neuinfektionen in die Höhe. Besonders dramatisch ist die Lage im Berliner Stadtteil Neukölln. Dort hat es bundesweit die meisten Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen gegeben. Kanzlerin Angela Merkel appelliert daher an die Bürger, zur Eindämmung der Pandemie beizutragen. Auch Experten äußern ihre Bedenken mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

„Die hohe Anzahl an Neuinfektionen macht mich schon sehr nachdenklich“, sagte der Münchner Infektiologe Dr. Christoph Spinner gegenüber Focus Online und merkte an, dass es zuletzt „vermehrt zu unkontrollierten Infektionsausbreitungen“ gekommen sei. Das Problem: Nicht mehr jede Infektionskette sei so nachvollziehbar. Darin liege eine große Gefahr, denn „mit der deutlichen Zunahme der Infektionszahlen kommt es wieder zu Infektionen bei älteren Menschen“, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines schwereren Corona-Krankheitsverlaufs höher sei, so Spinner.

Dies sei offenbar in Teilen Deutschlands bereits der Fall: „Wir sehen seit einigen Tagen eine Zunahme des durchschnittlichen Infektionsalters. In einigen Regionen kommt es auch zu einer leichten Zunahme der Notwendigkeit von Krankenhausaufnahmen aufgrund von Covid-19.“

Der Infektiologe erklärte auch, dass die aktuelle Situation nicht mit der „ersten Welle“ im Frühjahr vergleichbar sei. „Insgesamt wurden in Deutschland deutlich weniger Tests durchgeführt als heute. Das heißt, damals gab es eine höhere Dunkelziffer an unbemerkten Infektionen im Vergleich zu heute.“

Corona in Deutschland: Nächster Rekordwert bei Neuinfektionen - aber ein Umstand macht Hoffnung

Update vom 17. Oktober, 07.45 Uhr: Das Wochenende beginnt mit einem neuen Rekordwert: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben 7830 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet, mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen hervor. Am Vortag war mit 7334 neuen Fällen der bis dato höchste Wert registriert worden. Die aktuellen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Corona in Deutschland: Zahlen könnten in einigen Tagen wieder sinken

Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauert es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten. Heißt also: In einigen Tagen könnten die Zahlen wieder sinken.

Coronavirus in Deutschland: Zahl der Todesfälle steigt auf 9767

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut RKI mindestens 356.387 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 17. Oktober, 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9767, 33 mehr als am Vortag. Nach RKI-Schätzungen gibt es etwa 290.000 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,22 (Vortag: 1,08), der Sieben-Tage-R bei 1,30 (Vortag: 1,22).

Corona in Deutschland: Drei Bundesländer mit mehr als 1000 Neuinfektionen am Tag

Update vom 16. Oktober, 20.55 Uhr: Laut Angaben der Landesgesundheits- und Sozialministerien meldeten mit Baden-Württemberg (1198), Bayern (1108) und Nordrhein-Westfalen (2154) drei Bundesländer mehr als 1.000 Corona-Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden. Die Gesundheitsämter meldeten für ganz Deutschland 7.862 neue Corona-Fälle - erneut ein neuer Rekordwert. Im selben Zeitraum starben 21 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Allerdings wird mittlerweile deutlich mehr getestet als im Frühjahr, als letztmals Rekordwerte gemessen wurden.

Die Reproduktionszahl lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Freitag bei 1,22 (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Corona in Deutschland: Zwei neue Funktionen der Corona-Warn-App

Update vom 16. Oktober, 18.06 Uhr: Die Corona-Warn-App des Bundes wird am kommenden Montag um zwei Funktionen erweitert. Zum einen können Positiv-Getestete freiwillig in einer Art Tagebuch Krankheitssymptome eintragen, um die Warnung von Kontakten noch präziser umsetzen zu können. Außerdem wird die App über die Grenzen Deutschlands hinaus in etlichen europäischen Ländern funktionieren. Über das baldige Update mit der Symptomtagebuch-Funktion hatte zuerst der Spiegel berichtet.

Durch die zusätzlichen Angaben soll die Risikoberechnung der App verbessert werden. Diese ermittelt für Kontaktpersonen von Infizierten, wie hoch ihr Ansteckungsrisiko ist. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sagte gegenüber der dpa: „Je mehr wir über die Symptome wissen und den Zeitraum der Symptome kennen, desto genauer können wir die Warnungen in der App einstellen.“ Infizierte Personen seien nur eine bestimmte Zeit lang infektiös. Sie würden andere Menschen nur in diesem Zeitraum anstecken. Diese Zeitspanne beginne typischerweise zwei Tage vor Symptombeginn und dauere bis etwa eine Woche bis zehn Tage nach Symptombeginn.

Die Corona-Warn-App ist mittlerweile etwa 19,6 Millionen Mal heruntergeladen worden. Experten gehen davon aus, dass die Anwendung von rund 16 Millionen Menschen in Deutschland aktiv genutzt wird. Die neue Version wird am Montagmittag in den App-Stores von Apple und Google erwartet.

Corona in Hamburg: Eilantrag gegen Beherbergungsverbot abgelehnt - verschärfte Maßnahmen

Update vom 16. Oktober, 17.24 Uhr: Das Verwaltungsgericht Hamburg hat am Freitag einen Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot in dem Bundesland abgelehnt. Den Antrag hatte nach Angaben des Gerichts ein Ehepaar aus Köln gestellt, das am Freitag anreisen wollte. Der Eilantrag sei am Nachmittag vor der geplanten Reise vor Gericht gebracht worden. Aus Sicht des Gerichts hätte es nahe gelegen, „den Eilantrag zu einem früheren Zeitpunkt bei dem Gericht anhängig zu machen“. Darin würden „komplexe, verfassungsrechtlich relevante Fragestellungen aufgeworfen“, hieß es.

Zu berücksichtigen sei auch, dass die Situation in einem Stadtstaat wie Hamburg - mit einer Vielzahl von Menschen auf engem Raum - anders zu bewerten sein könnte als in Flächenstaaten, teilte das Gericht weiter mit. Gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts kann das Ehepaar Beschwerde beim Hamburger Oberverwaltungsgericht erheben.

Darüber hinaus wurden die Corona-Maßnahmen in der Hansestadt verschärft. Hamburgs Berufsschüler und Schüler an den Oberstufen der allgemeinbildenden Schulen müssen von kommender Woche an auch im Unterricht eine Maske tragen. Zudem sollen die Klassenräume in allen Schulen nach den Herbstferien im 20-Minuten-Takt gelüftet werden, teilte der Senat am Freitag mit. Für Gaststätten gilt ab Samstag eine Sperrstunde von 23 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages, wie der Senat mitteilte. In diesem Zeitraum gilt zugleich ein Verkaufsverbot für Alkohol.

Corona in Deutschland: Einige Bundesländer zu Aufnahme von Intensivpatienten aus EU bereit

Update vom 16. Oktober, 16.50 Uhr: Einige Bundesländer haben angesichts stark steigender Infektionszahlen ihre Bereitschaft signalisiert, wieder Corona-Patienten von EU-Nachbarn zur Intensivpflege aufzunehmen. Wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Freitag sagte, gibt es seiner Kenntnis nach bereits vorbereitende Gespräche zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden sowie zwischen Bayern und Tschechien.

Auf europäischer Ebene sei man bei der Koordination solcher grenzüberschreitender Verlegungen von coronabedingten Intensivpatienten ebenfalls vorangekommen. Die EU stelle 220 Millionen Euro für grenzüberschreitende Transporte von Patienten, Ausrüstung und Personal zur Verfügung, sagte der Sprecher. Nach seinen Angaben sind zwischen dem 21. März und dem 12. April insgesamt 232 Intensivpatienten aus Italien, Frankreich und den Niederlanden in deutsche Kliniken eingeliefert worden, 44 kamen demnach aus Italien, 58 aus den Niederlanden und 130 aus Frankreich.

Corona in Deutschland: Bundesregierung hält Abriegelung von Hotspots für mögliches Mittel

Update vom 16. Oktober, 16.01 Uhr: Die von RKI-Chef Lothar Wieler ins Gespräch gebrachte Abriegelung von Gebieten mit hohen Infektionszahlen (wir berichtete, siehe Erstmeldung) hält die Bundesregierung grundsätzlich für ein mögliches Mittel im Kampf gegen die Pandemie. „Die Beschränkungen von Ein- und Ausreisen kann rein epidemologisch gesehen eine Möglichkeit sein, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern“, wie Vize-Regierungssprecherin Martina Fietz in Berlin sagte.

Von konkreten Plänen in diese Richtung konnte Fietz aber nicht berichten Das Ziel sei es, „so viel wie möglich vom öffentlichen und privaten Leben aufrecht zu halten“, betonte sie..

Coronavirus in Deutschland: „Schulen nicht Treiber der Pandemie“

Update vom 16. Oktober, 15.30 Uhr: Schulen sind nach Einschätzung der Kultusministerien der Bundesländer keine Treiber der Corona-Pandemie. „Wir sehen und wir wissen, dass die Schulen nicht Treiber der Pandemie sind“, sagte die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD), am Freitag nach Beratungen des Gremiums in Mainz. Verhindert werden soll die Verbreitung des Coronavirus über Schulen durch mehr Maskentragen und konsequentes Lüften. „Es ist nicht so, dass das Infektionsgeschehen in der Schule passiert“, sagte Hubig. Infektionen würden etwa bei privaten Feiern übertragen, die Hygienekonzepte an den Schulen hätten sich hingegen bewährt. 

Mit Fortschreiten der Pandemie setzen die Bundesländer auf einen verstärkten Einsatz der Maskenpflicht. In Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein gilt ab Montag an weiterführenden Schulen Maskenpflicht auch im Unterricht. In Nordrhein-Westfalen forderte der dortige Lehrerverband eine Maskenpflicht nach dem Beispiel Bayerns. Dort gilt diese auch während des Unterrichts in Landkreisen mit einem erhöhten Infektionsgeschehen. Die KMK-Vorsitzende Hubig sagte, die Kultusminister seien für eine Maskenpflicht an weiterführenden Schulen bei hohen Fallzahlen. Einen konkreten allgemeinen Grenzwert wollten die Länder aber nicht, da es immer auf die konkrete Situation vor Ort ankomme.

Hubig betonte die besondere Bedeutung der Frischluftzufuhr: „Lüften bleibt das A und O.“ Da gebe es Einigkeit bei den Kultusministern. Schleswig-Holstein wies seine Schulen auf Grundlage der KMK-Beschlüsse an, alle 20 Minuten mit weit geöffneten Fenstern für drei bis fünf Minuten die Klassenräume zu lüften sowie über die gesamte Pausendauer.

Einhellig sind die Kultusminister laut Hubig auch gegen eine Verlängerung der Weihnachtsferien: „Wir sind uns einig, dass längere Winterferien kein Beitrag dazu sind, das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen.“ Eine Verlängerung bedeute einen großen organisatorischen Aufwand, unter anderem mit Blick auf die Vorbereitung auf das Abitur. Aber auch Eltern müssten dann wieder umplanen, sagte Hubig. Deshalb seien sich die Minister einig, dass der aus der Union aufgekommene Vorschlag nicht zielführend sei.

Update vom 16. Oktober, 15 Uhr: Bei dem bekannten deutschen Tiefkühlkost-Unternehmen Frosta wurden zahlreiche Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet.

Berliner Gericht kippt Sperrstunde in der Gastronomie

Update vom 16. Oktober, 14.25 Uhr: Das Berliner Verwaltungsgericht hat in zwei Eilverfahren entschieden, dass die Sperrstunde für Berliner Gastronomiebetriebe nicht rechtens ist. Die Entscheidung gilt vorerst nur für die elf Antragssteller, wie das Gericht am Freitag auf Anfrage mitteilte. Das Alkoholausschankverbot ab 23.00 Uhr gilt weiterhin. Die Sperrstunde war am 10. Oktober in Kraft getreten und besagte, dass Gastronomiebetriebe zwischen 23 und 6 Uhr schließen mussten.

Einen entsprechenden Beschluss hatte der Berliner Senat am 6. Oktober gefasst. Die Maßnahme verfolge zwar das legitime Ziel, die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verringern. Die Prüfung der Maßnahme habe aber ergeben, dass sie "für eine nennenswerte Bekämpfung des Infektionsgeschehens" nicht erforderlich sei, erklärte das Gericht. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bedauerte die Entscheidung.

Coronavirus in Deutschland: Regelbetrieb in Kitas soll aufrecht erhalten bleiben

Update vom 16. Oktober, 13.49 Uhr: Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Familienministerin Franziska Giffey (SPD) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) über weitere Pläne für Kitas in der Corona-Krise gesprochen. Giffey betonte dabei, dass es ein sehr großes Ziel sei, den Kitabetrieb aufrechtzuerhalten. „Kitas sind keine Infektionsherde. Kinder sind keine Infektionstreiber. Und wir wollen alles dafür tun, dass die Aufrechterhaltung des Regelbetriebs so lange es geht ermöglicht wird“, so Giffey in Bezug auf die Erkenntnisse aus der Corona-Kita-Studie.

Kita und Schule in Zeiten der Corona-Pandemie: Spahn und Giffey geben Pressekonferenz

Im gemeinsamen Auftrag von Bundesfamilienministerium und Gesundheitsministerium erforschen das Deutsche Jugendinstitut und das Robert Koch-Institut das Corona-Infektionsgeschehen in Kindertagesstätten. Anders als anfangs angenommen, sind Kinder und Kitas keine Infektionsbeschleuniger. Selbst wenn es Ausbrüche in Kindereinrichtungen gegeben hätte, habe es eher Übertragungen unter den Eltern - nicht unter den Kindern direkt - gegeben, stellte Giffey klar.

Ziel ist es daher, die Kitas noch besser auf die Einhaltung von Hygienemaßnahmen zu schulen. Das Ministerium wird ein Dokument mit Praxis-Tipps heraus. Es soll den Einrichtungen dabei helfen, Abstands- und Hygieneregeln in den Kita-Alltag zu integrieren. Hinsichtlich der Zweifel, bei welchen Symptomen Kinder zu Hause bleiben müssen, stellte die Familienministerin klar: „Ein Kind, das Fieber hat. Ein Kind, das Krankheitssymptome zeigt, gehört nicht in die Kita. Was wir aber auch sehen ist, wenn leichte Erkältungssymptome auftreten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind ein Corona-Fall ist, sehr sehr gering.“ Daher müsse nicht jedes Kind bei einem leichten Schnupfen der Kita fern bleiben.

Corona-Maßnahmen: Kinder- und Bildungseinrichtungen haben oberste Priorität

Jens Spahn betonte ebenfalls, dass die Öffnung von Schulen und Kindereinrichtungen oberste Priorität hätten. Generell sei eine Priorisierung bei der Pandemie-Bekämpfung wichtig. Daher müssten sich die ergriffenen Maßnahmen auf die Infektionstreiber konzentrieren. Treffen und Feiern, zudem gepaart mit Alkoholkonsum, seien im Vergleich zu Kitas Infektionstreiber, daher müssten diese eher eingeschränkt werden, so Spahn. Deshalb bedauere er auch das Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts, indem die Sperrstunde gekippt wurde.

Update vom 16. Oktober, 11.50 Uhr: Nach dem Corona-Gipfel mit Kanzlerin Angela Merkel, passen die Länder ihre Corona-Regeln an. Folgende Änderungen wurden kürzlich bekannt:

Corona Deutschland: Länder passen Regelungen an

Bayern: Das Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft am Freitag (16. Oktober) aus. Die bayerische Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, „wir belassen es dabei“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Das Verbot wurde heiß diskutiert, nun ist es also nicht mehr Teil der bayerischen Corona-Strategie.

Baden-Württemberg: Weil die Infektionszahlen auch hier wieder stark zulegen, wird ab kommender Woche die Maskenpflicht an Schulen ausgeweitet. „Die Erweiterung der Maskenpflicht ab Klasse 5 auf den Unterricht gilt ab einer landesweiten 7-Tages-Inzidenz von über 35“, teilte eine Sprecherin des Kultusministeriums am Freitag mit. „Wir werden heute die Schulen darüber informieren, dass dies dann ab kommenden Montag zu beachten ist.“ Dieser Wert ist bereits erreicht. Aktuell meldet das RKI einen Landeswert von 38,1 in Baden-Württemberg.

Berlin: Die Bundeshauptstadt hat besonders schwer mit der Corona-Pandemie zu kämpfen. Dennoch hat das Berliner Verwaltungsgericht die Sperrstunde gekippt. Diese war zuvor vom Senat beschlossen worden. Gastronomen hatten geklagt - und Recht bekommen.

RKI-Chef schließt weitreichende Corona-Maßnahme nicht mehr aus

Erstmeldung vom 16. Oktober, 11.00 Uhr:

München - Rasend steigende Fallzahlen, verschärfte Schutzmaßnahmen und ein von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ins Gespräch gebrachter „erneuter Lockdown“ bereiten den Menschen in Deutschland Sorgen. Die Lage sei „ernst“ betonte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel* am Mittwoch bei dem Treffen der Ministerpräsidenten im Hinblick auf die Zahl der Neuinfektionen.

Nachdem am Donnerstag (15. Oktober) ein Rekordwert seit Beginn der Coronavirus*-Pandemie in Deutschland verzeichnet wurde, zeigen die Zahlen auch am Freitag keine Tendenz in die gewünschte Richtung.

Coronavirus in Deutschland: Zahl der Neuinfektionen steigen rasant weiter - neuer Höchststand

Was sich in den vergangenen Wochen in Spanien und Frankreich abzeichnete, ist nun auch in Deutschland eingetreten. Die Zahl der Neuinfektionen steigen in die Höhe, verzeichnen neue Höchstwerte seit Beginn der Pandemie. Kurzum: die zweite Coronavirus-Welle* ist in Deutschland angekommen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Freitag in Folge einen Rekordwert an Neuinfektionen gemeldet. Insgesamt 7334 Corona-Fälle gab es in den letzten 24 Stunden, was einem Plus von knapp 700 entspricht. Beim letzten Hoch der Neuinfektionen im Frühjahr wurden am 2. April 6554 Fälle innerhalb eines Tages gemeldet. Vergleichbar sind die Werte hinsichtlich der deutlichen höheren Anzahl an Tests, die nun im Gegensatz zur ersten Infektionswelle durchgeführt werden, nur bedingt.

Aber: Auch die Zahl der Todesfälle, die in einem Zusammenhang mit dem Coronavirus* stehen, verzeichnen nun einen rasanten Anstieg. In den letzten drei Tagen errechnet sich insgesamt ein Plus von 100. So meldete das RKI am Mittwoch ein Plus von 43 Covid-19-Todesfällen, am Donnerstag weitere 33 sowie am Freitag weitere 24. Zum Vergleich: noch am Dienstag lag die Zahl der Toten bei einem Plus von 13. Wie eine Sprecherin des RKI gegenüber der Zeitung „Welt“ sagte, gehe der Großteil der Fälle „auf das gestiegene Infektionsgeschehen der letzten Wochen zurück - also auf die gestiegenen Fallzahlen, inzwischen auch wieder bei Älteren.“

Corona-Fallzahlen in Deutschland erreichen erneut Rekord - RKI richtet „dringenden Appell“ an Bevölkerung

„Aktuell ist ein beschleunigter Anstieg der Übertragungen in [...] Deutschland zu beobachten. Daher wird dringend appelliert, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert“, schreibt das RKI in dem Corona-Lagebericht vom 15. Oktober. Neben steigenden Infektionszahlen und Covid-19-Todesfällen ist auch der Blick auf die Gebiete, die den 7-Tage-Inzidenzwert ( mehr als 50 Infizierte pro 100.000 Einwohner) überschritten haben, besorgniserregend. 71 Gebiete zählen zu sogenannten Corona-Hotspots. Darunter fallen Landkreise, kreisfreie Städte und auch Bezirke in Berlin, in denen das Infektionsgeschehen aktuell besonders hoch ist.

Quelle: Robert Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, Datenstand: 16. Oktober, 10.10 Uhr

Bezirke in BerlinFälle in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohnern
Berlin Neukölln150,4
Berlin Tempelhof-Schöneberg100,9
Berlin Friedrichshain-Kreuzberg101,0
Berlin Mitte124,5

Coronavirus: RKI schließt Abriegelung von Risikogebieten nicht mehr aus

Lothar Wieler, der Präsident des RKI, schließt indes eine Abriegelung von Risikogebieten nicht mehr aus. Vor neun Monaten habe er noch gesagt, dass er sich das nicht vorstellen könne, sagte er dem Sender „Phoenix“ am Donnerstag. „Inzwischen kann ich mir vorstellen, dass solche Maßnahmen durchgeführt würden“, so Wieler in dem Interview.

Des Weiteren warnte der RKI-Chef vor weiterhin ansteigenden Infektionszahlen und nannte in diesem Zusammenhang eine Zahl von bis zu 10.000 Neuinfektionen pro Tag. Wieler sprach sich zudem für das umstrittene Berherbergungsverbot zur Einschränkung der Reisen in Deutschland aus, sagte aber: „Mobilität ist einer der Treiber dieser Pandemie.“ In einigen Bundesländern wurden die Verbote inzwischen gekippt. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Netzwerks (mbr)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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