Strenge Corona-Regeln

Maskenpflicht im Büro: Regel in Hamburg verschärft

Neue Corona-Regeln für Hamburg: Neben einer Ausgangssperre gibt es jetzt eine strengere Maskenpflicht im Büro. Doch die drastische Maßnahme stößt auf Kritik.

  • Hamburger Senat* beschließt Ausgangssperre und Maskenpflicht im Büro.
  • Am Arbeitsplatz muss eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.
  • Welche Strafen Arbeitnehmern bei Verstößen drohen.

Update von Dienstag, 6. April 2021, 11:39 Uhr: Hamburg – Nach der Einführung der strengen Maskenpflicht im Büro wehrt sich die deutsche Wirtschaft gegen weitere staatliche Eingriffe. Bei der Eindämmung der Corona*-Pandemie kämen die Betriebe und Unternehmen zu einem Großteil ihrer Eigenverantwortung beim Schutz der Mitarbeiter nach, schrieben Vertreter der Spitzenverbände in einem gemeinsamen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel* (CDU). Weitere Maßnahmen, etwa die Einführung einer gesetzlichen Testpflicht, seien nicht nötig.

Seit der vergangenen Woche gilt in Hamburg eine strenge Maskenpflicht am Arbeitsplatz. Seit dem muss eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, wenn sich mehr als eine Person im Büro aufhält. Bei den Unternehmen stößt die starre Regelung durchaus auf Kritik. Die Herausforderungen ließen sich nicht nur mit neuen Gesetzen und Verordnungen bewältigen, hieß es in dem Schreiben an Merkel.

Maskenpflicht im Büro: In Hamburg gilt strenge Corona-Regel am Arbeitsplatz

Update von Donnerstag, 1. April 2021, 10:22 Uhr: Hamburg – Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat der Hamburger Senat die Maskenpflicht im Büro verschärft. Künftig müssen Arbeitnehmer an ihrem Arbeitsplatz zwingend eine medizinische Schutzmaske tragen, wenn sich mehr als eine Person im Raum aufhält, wie aus einer neuen Lockdown-Verordnung* hervorgeht, mit der die Landesregierung unter anderem auch eine Ausgangssperre* für die Stadt verhängte.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) appellierte an die Unternehmen, die Umsetzung der Corona-Regeln zu unterstützen. Wegen der stark ansteigenden Corona-Zahlen* sei es wichtig, eine Vollbremsung bei den Neuinfektionen hinzubekommen, sagte der Rathauschef. Deshalb sollten die Firmen auch noch mehr Schnelltests bei den Mitarbeitern durchführen.

Maskenpflicht im Büro: Mit dieser Regel zieht Hamburg im Corona-Lockdown die Notbremse

Update vom 25. Januar 2021, 07.23 Uhr: Hamburg – Mit den verschärften Lockdown-Regeln sind Unternehmen dazu angehalten, jedem Arbeitnehmer Homeoffice zu ermöglichen, wo sinnvoll. Die bereits eingeführte Maskenpflicht am Arbeitsplatz besteht weiterhin ... auch bei der von dem Hamburger Senat und Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ausgerufenen Notbremse* in der Hansestadt, um die drohende dritte Welle einzudämmern*. Das heißt, der Mund-Nasen-Schutz kann nur abgelegt werden, wenn ein dauerhafter Sitzplatz eingenommen wird. Stehplätze zählen auch. Zudem muss der Mindestabstand von 1,5 Metern zu Mitarbeitern und Kollegen eingehalten werden.

In Hamburg gilt im Büro und am Arbeitsplatz die Maskenpflicht. (24hamburg.de-Montage)

Auch darf die Maske im Büro abgelegt werden, wenn dies zur Arbeitsausübung zwingend erforderlich ist. Die allgemeine Informationsseite der Stadt Hamburg konstatiert zu dem Thema weiterhin „Für die Beschäftigten müssen die allgemeinen Arbeitsschutzvorschriften und -standards in Verbindung mit der branchenspezifischen Konkretisierung des Unfallversicherungsträgers umgesetzt werden.“

Neu ist: Auch im Büro und in Betrieben sind jetzt medizinische Masken vorgeschrieben. Schals und Stoffmasken reichen nicht mehr aus. Zu medizinischen Masken zählen FFP2-Masken, KN95 bzw. N95-Masken und die türkisen OP-Masken.

Das waren die Corona-Maskenregeln im Büro im Dezember 2020

Update vom 14. Dezember 2020, 12.09 Uhr: Hamburg – In Bezug auf die Arbeit wurden bei den neuen Corona-Regeln ab dem 14. Dezember ein paar neue Beschlüsse getroffen. Die Anfang Dezember beschlossenen Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und damit auch im Büro gilt weiter.

  • Körpernahe Dienstleistungen sind untersagt: Friseure, Kosmetiksalons, Massagepraxen, Tattoostudios müssen schließen.
  • Nur medizinisch notwendige Behandlungen sind erlaubt.
  • In Altersheimen und in der mobilen Pflege gilt eine Testpflicht für Mitarbeiter, mindestens 2 mal pro Woche.

Corona in Hamburg: Maskenpflicht auf der Arbeit – alle Details zur neuen Regel

Beginn der ursprünglichen Nachricht vom 30. November 2020:

Hamburg – Wer trotz Coronavirus-Krise* noch im Büro arbeitet, der sollte seine Maske in Zukunft besser nicht Zuhause liegen lassen. Denn: „In allen öffentlichen Gebäuden sowie Arbeits-, Dienst-, Betriebstätten und sonstigen räumlichen Bereichen, die zwar nicht öffentlich zugänglich sind, aber der Berufsausübung dienen, gilt ab 1. Dezember 2020 in geschlossenen Räumen eine Maskenpflicht“ verkündete der Hamburger Senat am Freitag, 27. November 2020, in einer Mitteilung.

Doch was kann passieren, wenn Arbeitnehmer ihre Maske mal vergessen? Muss die Maske überall im Büro getragen werden? Wie reagieren, wenn sich Kollegen oder Kolleginnen nicht an die Maskenpflicht halten? 24hambug.de liefert Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Stadt in DeutschlandHamburg
Fläche755,2 km²
Bevölkerung1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Vorwahl040

Coronavirus in Hamburg: Maskenpflicht gilt auch am Arbeitsplatz

Tatsächlich gilt die erweiterte Maskenpflicht nicht überall am Arbeitsplatz. Solange der Mindestabstand von 1,5 Metern an einem dauerhaften Steh- oder Sitzplatz eingehalten werden kann, darf auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden, informiert der Hamburger Senat. Eine weitere Ausnahme: Wenn die Art der Tätigkeit das Tragen einer Alltagsmaske nicht zulässt, muss ebenfalls keine Maske getragen werden.

Doch was kann passieren, wenn die Arbeitnehmer ihre Maske einmal Zuhause vergessen? Martin Helfrich, Sprecher der Sozialbehörde, erklärt dazu gegenüber der Mopo: „Der Arbeitgeber ist dafür zuständig, Arbeitsschutzmaßnahmen einzuhalten - wie etwa Plexiglasscheiben an der Supermarktkasse, oder ein ausreichender Abstand der Tische in Pausenräumen“. Weiter informiert er:. „Der Arbeitgeber muss aber keine Masken zur Verfügung stellen, hierfür ist jeder Arbeitnehmer selbst verantwortlich.“

Coronavirus-Maskenpflicht am Arbeitsplatz: Welche Strafen drohen Arbeitgebern bei Nichteinhaltung

Wer sich der Maskenpflicht widersetzt, der begeht laut Helfrich gegebenenfalls eine Ordnungswidrigkeit“. Welche juristischen Konsequenzen dem Arbeitnehmer dann konkret drohen, müsse im Einzelfall geklärt werden. Der Arbeitgeber sei laut Helfrich allerdings nicht dazu verpflichtet, die Einhaltung der Maskenpflicht zu überprüfen.

Die Gewerkschaft ver.di weist auf ihrer Website darauf hin, dass der Arbeitgeber seine Angestellten dazu verpflichten kann, eine Mund-Nasen-Bedeckung am Arbeitsplatz zu tragen. Wer sich nicht daran hält, der kann mit einer Abmahnung oder – nach wiederholter Missachtung – sogar mit einer Kündigung rechnen.

Doch wie verhalten, wenn sich die Kollegen und Kolleginnen am Arbeitsplatz nicht an die Maskenpflicht halten? „Als Erstes sollte ein klärendes Gespräch mit dem jeweiligen Kollegen oder einem Vorgesetzten gesucht werden“, erklärt Martin Helfrich. „Gesonderte Kontrollen der Behörden, die über den Arbeitsschutz hinaus gehen, sind nicht geplant.“

Coronavirus in Hamburg: Arbeitgeber müssen auf Weihnachtsfeiern verzichten – Firmen setzen auf Online-Events

Für Arbeitnehmer ist dieses Jahr von besonderen Herausforderungen geprägt. Auch die jährlichen Weihnachtsfeiern können Unternehmen wegen der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt umsetzen. Viele Firmen veranstalten die Weihnachtsfeier daher digital. 24hamburg.de erklärt, wie solche Online-Events gelingen können.* *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa & Bernd Wüstneck/dpa

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