Vierzig Euro Strafe für Masken-Verweigerer

Coronavirus: Bußgeld für Maskensünder in Hamburger Bus und Bahn – Alkoholverbot verlängert 

Der Hamburger Senat verkündet Neuigkeiten in Sachen Coronavirus-Verstöße. Diesmal geht es nicht um feucht-fröhliches Feiern im Freien, sondern ums korrekte Tragen vom Mund-Nasenschutz. Maskensündern droht bald ein dickes Bußgeld.

  • Hamburg*: Maskensünder müssen bald 40 Euro Bußgeld zahlen.
  • Aktuelle Kontrollen im HVV* zeigen, dass 15 Prozent der Fahrgäste ohne Masken unterwegs waren.
  • Senat* verlängert Alkoholverbot in Szenevierteln, darunter auf der Reeperbahn.*

Update vom Dienstag, 11. August 2020, 8 Uhr: Hamburg – Das vergangene Wochenende (8. und 9. August 2020) hat es gezeigt: Die Maskendisziplin in Bus und Bahn nimmt ab. Rund 15 Prozent der Fahrgäste in U-Bahnen der HVV sind ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs gewesen beziehungsweise haben diesen unterhalb der Nase oder des Kinns getragen. Deshalb tritt für Maskensünder noch diese Woche eine Bußgeldstrafe in Kraft. Parallel hat der HVV eine besondere Aktion angekündigt, die Gratis-Fahrten in Hamburg* ermöglicht.

Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache kontrollieren die Maskendisziplin in einer HVV-Bahn. Bei wem der Mund-Nasen-Schutz falsch sitzt, muss bald 40 Euro Bußgeld zahlen.

„Vor dem Hintergrund aktuell steigender Corona-Infektionszahlen und gleichzeitig ansteigender Fahrgastzahlen nach den Sommerferien hat sich die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) in enger Abstimmung mit dem HVV und den Hamburger Verkehrsunternehmen sowie den umliegenden Bundesländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen dazu entschlossen, zum Schutz der Fahrgäste die Beförderungsbedingungen im HVV anzupassen und eine Regelung für eine sogenannte Vertragsstrafe von 40,- Euro auf den Weg zu bringen“, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung des Senats.

Das Alkoholverbot in Hamburg wird auch für das Wochenende vom 14. und 15. August verlängert. (24hamburg-Montage)

Alkoholverbot Hamburg: Party auf St. Pauli und in der Schanze – Senat kündigt weitere Konsequenzen an

Update vom Montag, 10. August 2020, 19:35 Uhr: Hamburg – Da das Alkoholverbot in Hamburgs Szenevierteln am Wochenende vom 8. und 9. August Wirkung gezeigt hat, werden die Bezirke Altona, Hamburg-Mitte und Eimsbüttel die Maßnahmen auch für das darauffolgende Wochenende verlängern – das teilte der Hamburger Senat am Montag, den 10. August, mit.

Stadt in DeutschlandHamburg
Fläche755,2 km²
Wetter27 °C, Wind aus S mit 14 km/h, 46 % Luftfeuchtigkeit
Bevölkerung1,899 Millionen (30. Dez. 2019)
Vorwahl040
BürgermeisterPeter Tschentscher

Demzufolge bleibt der Außerhausverkauf von Freitag, den 14. und Samstag, den 15. August 2020 jeweils von 20 Uhr bis 6 Uhr am Folgetag untersagt. Das gilt unter anderem für Kioske, Tankstellen, Einzelhandel, Bars und Restaurants. Der Senat rechnet trotz Unwetter-Prognosen für das Wochenende mit größeren Menschengruppen in Hamburgs Szenevierteln wie St. Pauli und der Sternschanze.

„Erfahrungsgemäß sinken zudem in den Abendstunden mit zunehmendem Alkoholkonsum die Bereitschaft und die Fähigkeit, Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten“, heißt es in einer Mitteilung. Die Coronavirus-Maßnahmen seien zeitlich begrenzt und würden laufend auf ihre Wirksamkeit und Erforderlichkeit hin überprüft".

Das Alkoholverbot in Hamburg wird auch für das Wochenende vom 14. und 15. August verlängert. (24hamburg-Montage)

Alkoholverbot Hamburg: Party auf St. Pauli und in der Schanze – Hamburg Polizei stellt kaum Verstöße gegen Coronavirus-Maßnahmen fest

Update vom Sonntag, 9. August 2020, 15:08 Uhr: Hamburg – Auch in der Nacht auf Sonntag, 9. August 2020, blieb es auf der Reeperbahn und im Schanzenviertel ruhig. Es sei kaum zu Verstößen gegen die Coronavirus-Maßnahmen gekommen, meldet der NDR. Die Polizei glaubt, dass dies dem Straßenverkaufsverbot von Alkohol in den Ausgehvierteln zu verdanken sei.

Wie schon in der Nacht am Samstag, 8. August 2020, waren wieder tausende Partygänger unterwegs und genossen die warmen Sommernächte. Die Außenbereiche der Bars waren voll und zentrale Plätze äußert belebt. Dennoch sei genug Platz zwischen den Besuchern gewesen.

Die Polizei Hamburg kontrolliert auf der Reeperbahn, wie hier an einem Zugang zur Großen Freiheit, die Einhaltung der Coronavirus-Maßnahmen.

Hamburger Polizei: Party trotz Alkoholverbot auf St. Pauli und Schanze – Beamte dennoch zufrieden

Update vom Samstag, 8. August 2020, 12:45 Uhr: Hamburg �� Die Polizei Hamburg* ist mit dem Freitagabend, 7. August 2020, zufrieden. Das Alkoholverkaufsverbot in den Party-Hot-Spots der Stadt – Sternschanze und Kiez – scheint Wirkung zu zeigen. Zwar waren viele Menschen unterwegs, es blieb jedoch ruhig. Bei fast 30 Grad kam es in der Hamburger Hitze-Nacht zu keinen größeren Verstößen gegen die Coronavirus-Regelungen, erklärt ein Sprecher der Polizei Hamburg am Samstag, 8. August 2020.

Partygänger und Anwohner sehen das allerdings anders und bezweifeln die Wirkung der Maßnahmen. Denn die Menschenmassen waren trotzdem auf der Straße, feierten zusammen und tranken Alkohol. Sie kauften ihn nur eben nicht mehr vor Ort oder ließen ihn sich von einer Bar servieren, wie 24hamburg.de berichtet. Die Polizei Hamburg ist dennoch zufrieden. Rund 13.000 Besucher hätten sich auf der Reeperbahn aufgehalten. Vor dem Alkoholverkaufsverbot waren es rund 20.000.

„Dafür, dass das Wetter wunderschön war, war es ziemlich ruhig und friedlich“, erklärte ein Sprecher der Polizei Hamburg gegenüber dem Hamburger Abendblatt und begründet das mit dem Alkoholverkaufsverbot. „Auch die Große Freiheit musste nicht gesperrt werden wegen eines hohen Besucherandrangs“, so der Sprecher weiter.

Hamburger Polizei verlängert Alkoholverbot: St. Pauli und Schanze am Hitze-Wochenende wieder trocken

Update vom Montag, 3. August, 22:30 Uhr: Hamburg – Das Alkoholverkaufs-Verbot in Hamburg um ein weiteres Wochenende verlängert, verlautbarte am Montag die Hamburger Polizei. Damit dürfen am Freitag, 7. August und Samstag, 8. August keine alkoholischen Getränke über die Ladentheken in ausgewählten Bereichen Altonas, Hamburg-Mitte sowie Eimsbüttel wandern. Auch die Abgabe von Alkohol ist untersagt.

Freitag, 31. Juli in der Schanze: Obwohl die Hamburger Polizei verstärkt Präsenz zeigte, umgangen einige Partygänger das Alkoholverbot. (24hamburg.de-Montage)

Hamburg: Schanze und Reeperbahn-Besucher müssen trocken bleiben – Alkoholverbot gilt auch am 7.und 8. August

Das Verbot ist jeweils von 20 Uhr bis 6 Uhr des Folgetags gültig. Dies soll helfen, um die weitere Ausbreitung von Coronavirus-Sars-CoV-2 entsprechend einzudämmen. Laut Angaben der Polizei waren am Samstag, 1. August allein auf dem Kiez bis zu 20.000 Menschen unterwegs.

Die schon am ersten August-Wochenende gültigen Alkoholverkaufs-Verbot-Maßnahmen erachten Behörden, Polizei und die betroffenen Bezirke für sinn- und wirkungsvoll. Dementsprechend wurde ein Konsens geschlossen und die Regelungen wurden verlängert. Trocken bleiben muss übrigens auch TV-Reality-Sternchen Patricia Blanco – ihr Verlobter ist schuld daran, weiß 24hamburg.de zu berichten.

Hamburg: Alkoholverbot in Schanze und auf Reeperbahn als Coronavirus-Maßnahme - Polizei zieht Bilanz

Erstmeldung vom Samstag, 1. August 2020, 17:50 Uhr: Hamburg - Die Eskapaden der vergangenen Wochenenden blieben nicht folgenlos: Nachdem sich immer wieder tausende von Menschen zum Trinken auf offener Straße in Hamburgs Party-Hotspots versammelt hatten, machte der Hamburger Senat kurzen Prozess und reagierte mit einem Alkoholverbot*, das am Freitag, dem 31. Juli erstmals in Kraft trat.

Auch für Samstag, den 1. August, sowie den Sonntag gelten die Einschränkungen: Von jeweils 20 Uhr bis 6 Uhr des Folgetags dürfen Kioske, Supermärkte und Tankstellen keinen Alkohol verkaufen. Ebenso verboten ist der sogenannte Gassenverkauf: Bars und Lokale auf St. Pauli (Reeperbahn), in der Schanze und in festgelegten Bereichen in Ottensen dürfen keinen Alkohol für den Außer-Haus-Verzehr ausschenken, das vermeldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Doch wie verlief die erste Nacht mit Alkoholverkaufsverbot in Hamburg? Der Polizei Hamburg* zufolge sollen die Maßnahmen der Bezirke erste Wirkung gezeigt haben: „Bis jetzt würde ich sagen, war das Verkaufsverbot erfolgreich“, sagte ein Sprecher der Polizei. Verglichen mit den ausufernden Menschenmassen der vorherigen Woche hätten sich weniger Menschen auf den Straßen versammelt.

Alkoholverbot auf der Reeperbahn: Auch der Holsten Kiosk am Nobistor hält sich an die Coronavirus-Auflagen der Stadt.

Alkoholverbot in Hamburg: Kiosk-Verkäufer wenig begeistert von Coronavirus-Maßnahmen

Bereits in den ersten Stunden nach Beginn des Alkoholverbots in Hamburg zeigte sich etwa im Party-Hotspot am Schulterblatt im Schanzenviertel, dass weniger Menschen auf den Straßen feierten als am Wochenende davor. Die Alkoholregale in den Geschäften waren häufig mit Absperrband oder mit Getränkekisten blockiert.

In einem Supermarkt am sonst gut besuchten Schulterblatt blieben die Kassen gegen 21 Uhr nahezu leer. Nach Angaben eines Kassierers sei an Wochenenden um diese Zeit deutlich mehr los. Bei vielen Kioskverkäufern stößt das Verkaufsverbot von Alkohol auf Unmut: „Wenn das so weiter geht, dass wir hier nichts einnehmen, dann muss mein Chef den Laden dicht machen und dann verliere ich meinen Job“, sagte ein Angestellter gegenüber der dpa.

Auch auf der Reeperbahn erzählt ein Verkäufer vom Holsten-Kiosk gegenüber 24hamburg.de* fassungslos: „Das hat es hier noch nie gegeben. Doch: Als der FC Sankt Pauli in die erst Bundesliga aufgestiegen ist. Da war das Bier aus“

Kein Alkohol-Verkauf auf der Reeperbahn: „Das hat es hier noch nie gegeben. Doch: Als der FC Sankt Pauli in die erste Bundesliga aufgestiegen ist. Da war das Bier aus“, sagt der Verkäufer des Holsten-Kiosks an der Hamburger Reeperbahn zu 24hamburg.de

Alkoholverkaufsverbot in Hamburg: Partygänger in der Schanze wollen „nur ein bisschen Spaß“ – so tricksen sie Polizei aus

Die Polizei Hamburg war mit einem verstärktem Aufgebot und mehreren Einsatzwagen in den Szenevierteln unterwegs. Trotzdem versammelten sich vor dem linksautonomen Zentrum Rote Flora immer wieder mehrere Grüppchen, die den Coronavirus-Mindestabstand von 1,5 Metern missachteten. Viele brachten Bierdosen und Becher selbst mit und umgingen somit das Alkoholverkaufsverbot.

„Wir wollen uns ja nicht besaufen, sondern nur ein bisschen Spaß“, erzählte eine Schanzengängerin (30), die sich ebenfalls mit ihren Freunden vor der Roten Flora aufhielt, gegenüber bento.de. Die Alkoholverbot-Maßnahmen des Hamburger Senats seien ihrer Ansicht nach nur „Aktionismus“, die Politik wolle den Anwohnern zeigen, dass sie handele - „mehr nicht“. Die Polizei habe trotz Präsenz noch keinen der Anwesenden weggeschickt. Das Verbot zeige „null Wirkung“, die meisten hätten sich ihre alkoholischen Getränke bereits vor 20 Uhr gekauft.

Sollte es trotz Alkoholverbot weiterhin dazu kommen, dass Menschen in großen Mengen in der Schanze und auf dem Kiez cornern, so drohte die Stadt Hamburg auf der Landespressekonferenz bereits mit weiteren Konsequenzen: Demnach könnten beispielsweise ein generelles öffentliches Trinkverbot oder ein Kiez-Aufenthaltsverbot folgen. Ob der Senat weitere Maßnahmen zur Eindämmung von cornernden Massen einleiten wird, hängt wohl also auch davon ab, wie das Alkoholverbot in Hamburg am Samstag (1. August) Wirkung zeigt. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt/dpa

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