Fernbusfahrt endet im Graben

Fernbus-Unglück auf A24: Flixbus in Richtung Hamburg im Graben – drei Fahrgäste schwer verletzt

Was für ein Horror. Schweres Busunglück vor Hamburg. Ein Fernbus aus Prag des Unternehmens Flixbus landet vor den Toren der Hansestädte Hamburg und Lübeck im Graben der Autobahn. 31 Menschen werden verletzt, drei davon sogar schwer. Die Autobahn A24 Richtung Hamburg ist gesperrt. Polizei untersucht die Ursache des Unfalls und hat eine grausame Vermutung.

  • Flixbus kracht mit über dreißig Menschen in Graben auf A24.
  • Fernbus-Unfall: 31 Buspassagiere verletzt – drei Schwerverletzte.
  • Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei, Autobahn24 in Richtung Hamburg * gesperrt.

Wöbbelin (nahe Schwerin) – Ein Fernbus des Münchner Unternehmens „Flixbus“ ist am frühen Samstagmorgen, 12. September 2020, auf der deutschen Autobahn 24 (A 24) nahe Wöbbelin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) in Mecklenburg-Vorpommern verunglückt – rund hundert Kilometer vor den Toren der Freien und Hansestadt Hamburg *.

Unternehmen:Flixmobility
Kundenservice:030 300137300
Gründung:2011, München
Hauptstandort:München
Umsatz:500 Millionen EUR (2018)
Gründer:Daniel Krauss, Jochen Engert, André Schwämmlein
Tochterunternehmen:FlixBus DACH, Deutsche Post Mobility

A 24 – Flixbus-Unfall: Über 30 Verletzte, drei Schwerverletzte ins Krankenhaus gebracht

Zur
 Zahl der Verletzten gibt es vorerst unterschiedliche Angaben: Es sind 31 Fahrgäste verletzt worden, berichtet die Polizei. Dem widerspricht ein Flixbus-Sprecher gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa): „Die Zahl ist deutlich niedriger“. Viele der Fahrgäste, die vorsorglich in
Krankenhäuser gebracht worden sind, seien unverletzt wieder entlassen.

Horror für rund dreißig Flixbus-Passagiere, am Samstagmorgen, 12. September 2020, gegen 5:45 Uhr – Mecklenburg-Vorpommern, Wöbbelin. Ein Doppeldecker-Flixbus kracht in den Straßengraben an der Autobahn A24 Richtung Hamburg – über dreißig Personen werden verletzt. Vermutete Unfallursache: Sekundenschlaf.

Die Polizei spricht von 28 Leicht- und drei Schwerverletzten. Flixbus bestätigt zunächst drei Verletzte. Alle Insassen des Busses, laut Flixbus dreißig Fahrgäste und zwei Fahrer, seien vorsorglich in Krankenhäuser
 gekommen. „Wir können bestätigen, dass die Lenk- und Ruhezeiten
eingehalten wurden“, sagt ein Flixbus-Sprecher. 



Reise nach Hamburg mit dem Flixbus endet im Graben der Autobahn 24 (A 24) nahe Wöbblin. Über dreißig Fahrgäste werden ins Krankenhaus gebracht – drei Menschen verletzten sich bei dem Unfall schwer.

Der Bus ist zwischen Prag und Hamburg (mit dem Ziel Hamburger ZOB) unterwegs, als sich der Unfall nördlich von Ludwigslust ereignet. Die Ursache bleibt zunächst ungewiss. Möglicherweise handele es sich um Sekundenschlaf des
 Fahrers, sagt ein Polizeisprecher am Samstagmorgen; er führt weiter aus: „Die Ermittlungen laufen.“

Unfälle im deutschen Fernbusverkehr

Größere Busunfälle sorgen öfter für Aufsehen, sind aber selten. Im Mai 2019 verunglückt ein Fernbus nahe Leipzig: Eine Frau stirbt, neun Menschen, darunter der Busfahrer, werden schwer
verletzt. Ermittlungen ergeben später, dass der Fahrer wegen eines „medizinischen Problems“ sein Fahrzeug nicht mehr unter Kontrolle 
hatte. Im

Juni 2019 werden sieben Menschen verletzt, als ein Flixbus auf der Autobahn 5 bei Karlsruhe auf einen Lastwagen auffährt, der plötzlich die Spur wechselt.

Ein knappes Jahr zuvor, im Jahr 2018, werden nahe Rostock 22 Menschen verletzt. Ihr Bus kommt von der Fahrbahn ab und kippt in einem Graben.

Trotz solcher Unfälle zählen Fernbusse zu den sichersten
Verkehrsmitteln. „Das Risiko, mit einem Reisebus zu verunglücken, ist
deutlich geringer, als wenn Sie mit dem eigenen Auto unterwegs sind“,
 sagt ein Sprecher des Deutschen Automobilclubs ADAC. Laut deutschem Statistischem Bundesamt sind Busse nur in knapp einem Prozent aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden 
involviert.

Sekundenschlaf des Busfahrers als Ursache für Flixbus-Busunfall auf A24 Richtung Hamburg

Nach Angaben des Polizeisprechers herrschen zum Unfallzeitpunkt normale
 Witterungsverhältnisse. Drei Menschen hätten schwere Verletzungen erlitten, schwebten aber nicht in Lebensgefahr. Ein 
Rettungshubschrauber landet am Unfallort, kommt aber nicht zum
Einsatz.

Flixbus im Graben der A 24 am Samstag-Vormittag, 12. September 2020 – Bergung des Fernbusses durch die Feuerwehr – Polizisten sichern die Spuren des Unfalles. Währenddessen ist die Autobahn 24 Richtung Hamburg voll gesperrt.

Der 47 Jahre alte Fahrer kommt laut Polizei um 5:45 Uhr mit dem Doppelstockbus nach rechts von der Fahrbahn ab und kippt auf die rechte Seite. In dem Bus sitzen zum Unglückszeitpunkt laut Polizei deutsche, tschechische, rumänische, türkische, albanische, britische, indische,
ägyptische und chinesische Staatsangehörige. Kinder seien nicht dabei. Vierzig Rettungskräfte und sechs freiwillige Feuerwehren mit 68 Einsatzkräften eilen an den Unfallort.

Autobahn24 (A24) in Richtung Hamburg voll gesperrt – Warten auf Flixbus-Bergung

Die Autobahn wird nach dem Unfall 
zwischen den Anschlussstellen Wöbbelin und Hagenow in Fahrtrichtung 
Hamburg voll gesperrt, berichtet der Norddeutsche Rundfunk (NDR *). Zur Höhe des Sachschadens gibt es zunächst keine Angaben. Über diesen Fernbus-Unfall berichtet auch ausführlich merkur.de. * (dpa)

Zu einem ähnlich dramatischen Unfall kommt es Ende August 2020 in Hamburg auf Sankt Pauli am Ende der Reeperbahn: Eine Hamburger Radfahrerin wird von einem Oldtimer erfasst und überrollt, 24hamburg.de berichtete ausführlich. * 24hamburg.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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