Vorschläge für Hansestadt

Hamburger Schulen Maskenpflicht: Corona-Schulsenator Rabe mit Masken-Masterplan

Bund und Ländern sind unterschiedlicher Meinung über die Maskenpflicht an Schulen. Wie soll mit der Corona-Lage umgegangen werden? Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) hat Ideen.

  • Coronavirus-Neuinfektionen in Hamburg* langsam auf hohem, aber stabilem Niveau.
  • Unklarkeit bei Bund und Ländern über Situation an Schulen.
  • Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) hat einen Plan.

Hamburg – Die Coronavirus-Lage bleibt nicht nur bundesweit, sondern auch in Hamburg weiter angespannt. Obwohl die sich die Neuinfektionen in der Hansestadt langsam wieder einpendeln, ist das Infektionsgeschehen noch lange nicht im Griff. Brennendes Thema im Hamburger Senat ist derzeit, wie in den Schulen mit der derzeitigen Corona-Situation umgegangen werden soll. Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) macht explizite Vorschläge.

Mitglied des BundesratesTies Rabe
Geboren14. November 1960 (Alter 60 Jahre), Hamburg
ParteiSozialdemokratische Partei Deutschlands
AmtMitglied des Bundesrates seit 2011

Coronavirus an Hamburgs Schulen: Ties Rabe stellt Strategie gegen Neuinfektionen vor

Nachdem sich Bund und Länder am vergangenen Montag, 16. November 2020, nicht auf einen Fahrplan in Sachen Schulen einigen konnten und das Thema vertagt hatten, wird das Thema in Hamburg weiterhin heiß diskutiert. Ursprünglich plädierte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) unter anderem dafür, dass alle Schüler aller Jahrgänge und Lehrer zum Tragen einer Maske verpflichtet sein sollten. Da die Forderungen der Bundesregierung bei den Ländern auf vehemente Kritik gestoßen waren, wurde das Thema auf die nächste Woche verschoben.

Ties Rabe will in Hamburgs Schulen vier Maßnahmen umsetzen, um Corona-Neuinfektionen zu verhindern. (24hamburg.de-Montage)

Zuletzt sorgte in Hamburg vor allem der Coronavirus-Ausbruch an der Ida-Ehre-Schule für Aufsehen: Hier wurde bei insgesamt 56 Schülern und Lehrern eine Infektion nachgewiesen, die Schule machte daraufhin für zehn Tage dicht, wie der NDR berichtete. Damit solche Fälle in Zukunft verhindert werden, schlägt der Hamburger Schulsenator (SPD) vier Maßnahmen vor, die seiner Ansicht nach an Schulen in der Hansestadt umgesetzt werden sollten:

„Erstens: Hybridunterricht von der elften Klasse an, auch für die Berufsschulen. Zweitens: Überprüfung des Musik- und Sportunterrichts von der Mittelstufe an. Drittens: Ausweitung der Maskenpflicht von Klasse fünf an. Viertens: Feste Lerngruppen zumindest in den unteren Jahrgängen, also Verzicht auf klassenübergreifenden Unterricht“, erklärte er im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt. Die Maskenpflicht ab Klasse fünf gilt in Hamburg bereits.

Coronavirus an Hamburgs Schulen: Schulsenator Ties Rabe kritisiert Forderungen des Bundes

Gegenüber den Forderungen des Bundes äußert sich Ties Rabe (SPD) größtenteils kritisch. Er und andere Kultusminister seien über die Vorschläge aus dem Kanzleramt „entsetzt“ gewesen. Unter anderem über den Ansatz, den Unterricht nur noch in Klassen stattfinden zu lassen. „Das hätte unmittelbar vor dem Abitur dazu geführt, den Kursunterricht komplett einzustellen“, sagte Rabe.

Seit Dienstag, 18. November 2020 liefert die Schulbehörde rund 350.000 FFP2-Masken an etwa 35.000 Lehrerkräfte und Beschäftigte an den 472 staatlichen und privaten Schulen aus. „Die gestiegenen Infektionszahlen in der Stadt führen dazu, dass auch die Infektionszahlen unter den Schulbeteiligten gestiegen sind“, erklärt Ties Rabe.

In Hamburgs Supermärkten werden unterdessen ganz andere Methoden im Kampf gegen das Coronavirus eingesetzt, wie 24hamburg.de/hamburg berichtete.*24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa

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