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Anschlag in Hanau: Täter sprach zuvor mit niemandem über seine Pläne

Anschlag in Hanau: Der Täter hat vor den tödlichen Schüssen wohl mit niemandem über seine Pläne gesprochen.

  • In Hanau (Hessen) sind bei einem Anschlag elf Menschen gestorben
  • Attentäter erschießt neun Menschen in zwei Shisha-Bars, seine Mutter und sich selbst
  • Tobias R. hatte bei Terroranschlag wohl keine Unterstützung

Terror in Hanau: Alle Informationen zum Anschlag auf Shisha-Bars im Live-Ticker

+++ 16.05 Uhr: Über die aktuellen Entwicklungen zu den Anschlägen in Hanau informieren wir Sie weiterhin in unserem neuen Live-Ticker.

Zu dem Anschlag in Hanau kursieren einige Fake News. Wir haben einige der Falschnachrichten auf ihre Fakten geprüft (Anschlag in Hanau: Fake News verbreiten sich rasant - ein Faktencheck).

+++ 13.32 Uhr: Der Attentäter Tobias R.hat vor dem Anschlag in zwei Shisha-Bars in Hanau vorher nach derzeitigem Erkenntnisstand mit niemanden über eine Pläne gesprochen. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass der 43-Jährige vorher „mit anderen Personen geredet oder um Unterstützung gebeten hat“, sagte Generalbundesanwalt Peter Frank am Freitag.

+++ 12.45 Uhr: Nach dem Terror-Anschlag in zwei Shisha-Bars in Hanau erhöht die Polizei die Schutzmaßnahmen für die Klimademonstration von Fridays for Future mit Aktivistin Greta Thunberg. „Nach Hanau müssen wir bundesweit von einer erhöhten Gefahr rechtsterroristischer Anschläge ausgehen“, schreibt Innensenator Andy Grote (SPD) bei Twitter.  

Terror-Anschlag in Hanau - Ermittler: Tobias R. war psychisch krank

+++ 12.10 Uhr: Nach dem rassistisch motivierten Terroranschlag in Shisha-Bars in Hanau (Hessen) gehen die Ermittler davon aus, dass der mutmaßliche Attentäter Tobias R. psychisch krank war. Der Präsident des Bundeskriminalamts, Holger Münch, sprach auf Grundlage erster Einschätzungen von einer offensichtlich „schweren psychotischen Krankheit“.

+++ 11.42 Uhr: Der Generalbundesanwalt Peter Frank hat sich in Berlin zum rassistisch motivierten Terroranschlag von Hanau (Hessen) geäußert. Unter anderem bestätigte er, dass die Bundesanwaltschaft schon im November 2019 mit dem mutmaßlichen Attentäter Tobias R. Kontakt hatte. Damals habe die Behörde eine Anzeige des Mannes aus Hanau erhalten. 

Tobias R. habe Strafanzeige gegen einen unbekannten Geheimdienst gestellt und zum Ausdruck gebracht, dass es eine übergreifende große Organisation gebe, die vieles beherrsche, „sich in die Gehirne der Menschen einklinkt und dort bestimmte Dinge dann abgreift, um dann das Weltgeschehen zu steuern“.

Terroranschlag in Hanau: Auch Vater von Tobias R. war Behörden bekannt

Rechtsextremistische oder rassistischen Ausführungen waren in der Anzeige laut Generalbundesanwalt Frank keine zu finden. Ein Ermittlungsverfahren sei wegen des Schreibens nicht eingeleitet worden. 

Auch der Vater des Mannes, der in Hanau in zwei Shisha-Barsinsgesamt zehn Menschen erschossen haben soll, sei in der Vergangenheit im Kontakt mit Behörden aufgefallen etwa durch Beschwerde-Schreiben. 

Der Vaters des mutmaßlich Schützen Tobias R. sei zwar in der Wohnung gewesen, als die Polizei dort am Donnerstag eindrang. Er sei aber sei aber kein Beschuldigter, sondern habe Zeugenstatus.

Terroranschlag in Hanau: 40 Zeugen sagen zu tödlichen Schüssen aus

Die Ermittler analysieren nach dem Terroranschlag in zwei Shisha-Bars derzeit Handy und Computer des mutmaßlichen Attentäters.  Sie wollen abklären, mit wem der Mann aus Hanau im Inland sowie im Ausland Kontakt hatte und wo er sich aufgehalten hat. Auch die GPS-Daten seines Autos, Unterlagen und technische Geräte werden ausgewertet. Außerdem wurden Finanzermittlungen angestoßen.

 "Das wird dauern", sagte Generalbundesanwalt Frank. Es gelte die Devise „Gründlichkeit vor Schnelligkeit.“ Mittlerweile seien 40 Zeugen angehört worden, um den Tatablauf zu rekonstruieren. 

Bundesminister Seehofer: Schüsse von Hanau waren Terroranschlag

+++ 10.42 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer den Anschlag von Hanau (Hessen) als Terror-Akt bezeichnet. Vor Journalisten in Berlin sagte der CSU-Politiker: „Die Tat in Hanau ist eindeutig ein rassistisch motivierter Terroranschlag.“ Die tödlichen Schüsse des rechtsextremen 43-jährigen Tobias R. aus Hanau, dem mutmaßlichen Täter, sind laut Seehofer der „dritte rechtsterroristische Anschlag in wenigen Monaten“. 

Der Innenminister kündigte für ganz Deutschland Konsequenzen aus dem Terroranschlag in Hanau an: Bundesweit werde zum Schutz der Bevölkerung die Polizeipräsenz erhöht – vor allem mit Blick auf die anstehenden Faschingstage. „Sensible Einrichtungen“ wie insbesondere Moscheen sollen verstärkt überwacht werden. Zudem soll zukünftig mehr Polizei am Bahnhöfen, Flughäfen und im grenznahen Raum präsent sein. Seehofer kündigte an, dass die Bundespolizei die Länder mit Personal und Sachgütern unterstützt werde.

Terroranschlag von Hanau: Seehofer sieht Gefahr von Nachahmern

Die Gefährdungslage durch Rechtsextremismus Antisemitismus und Rassismus sei sehr hoch, so Seehofer. Er sieht nach dem Terroranschlag von Hanau die Gefahr auf Nachahmer. 

Am Mittwochabend erschoss ein 43-jähriger Mann aus Hanau neun Menschen mit Migrationshintergrund. Später tötete der Täter seine Mutter und dann sich selbst. Im Internet hatte Tobias R. zuvor ein Video und ein Pamphlet veröffentlicht, die auf rassistisches Motiv schließen ließen. 

Terroranschlag in Hanau: Umfassende Unterstützung für Hinterbliebene

+++09.50 Uhr: Nachdem mutmaßlich rassistisch motivierten Anschlag in Hanau hat Sozialminister Hubertus Heil (SPD) den Angehörigen der Opfer umfassende Unterstützung zugesichert. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte er: „Familie und Freunde der Angehörigen bedürfen jetzt unser aller Solidarität, sie sind ein Teil von uns und wir werden sie unterstützen, wo wir nur können.“ 

Die Entschädigung der Überlebenden des Anschlags von Hanau und die der Hinterbliebenen der neun Menschen, die durch die Schüsse des offenbar rechtsextremen Attentäters Tobias R. zu Tode kamen, ist gesetzlich geregelt. Seit vergangenem Jahr gilt ein neues Opferentschädigungsgesetz.

+++Freitag, 21.02.2020, 08.07 Uhr: Auch am Freitag beschäftigt Hessen vor allem ein Thema: Der rechtsexstreme Terroranschlag, bei dem der 43-jährige Tobias R. neun Menschen aus Rassismus in der Innenstadt von Hanau und später seine eigene Mutter erschossen hat. In vielen deutschen Städten wurden am Donnerstagabend, 20.02.2020, Mahnwachen abgehalten, darunter Frankfurt, Darmstadt, Fulda, Kassel und Hanau selbst. 

Schweigeminute zu Anschlag in Hanau vor Eintracht-Spiel 

Auch das Eintracht-Spiel gegen Salzburg stand am Donnerstagabend im Zeichen des mutmaßlichen Terroranschlags durch Tobias R. in Hanau: Mit einer Schweigeminute gedachten die Mannschaften und Fans vor dem Anpfiff den Opfern des Anschlags. Dabei kam es allerdings zu Zwischenfällen. Wie auf Internet-Videos zu sehen und zu hören ist, störten einige Zuschauer im Gästeblock die Stille mit Zwischenrufen. Doch die Fans der Eintracht reagierten sofort: „Nazis raus!“ schallte als Reaktion zehntausendfach durch die Commerzbankarena. 

In Hanau selbst bleiben wegen der noch laufenden Ermittlungen zu den Schüssen auch am Freitag zwei Kindertagesstädten und eine Schule geschlossen. Es handelt sich dabei laut Hessenschau.de um die Heinrich-Heine-Grundschule, die Kinderburg West und das Kinderhaus West in Kesselstadt.

Schüsse in Hanau: Mahnwachen in ganz Hessen nach Terroranschlag

+++21.25 Uhr: In dutzenden deutschen Städten haben sich am Tag nach den Schüssen in Hanau tausende Menschen zusammengefunden, um den Opfern zu gedenken. Allein in Hanau waren es bei einer Mahnwache am Abend laut Polizei rund 5000 Menschen. Dort nahm auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teil. In rund 50 deutschen Städten gab es nach dem mutmaßlichen Terroranschlag Mahnwachen. In Frankfurt trafen sich am Paulsplatz rund 3500 Menschen. 

In Hessen gab es weitere Mahnwachen in Kassel, Darmstadt, Gießen, Wetzlar, Fulda und Marburg.

Am Brandenburger Tor in Berlin kamen rund 500 Menschen zum stillen Gedenken an die Opfer von Hanau zusammen, unter ihnen mehrere Bundespolitiker.

Im ZDf reagierte Maybrit Illner mit einer Extraausgabe ihrer Talkshow auf den Anschlag in Hanau und fragte: „Rechter Terror außer Kontrolle?“

Schüsse in Hanau: Bundespolitiker kritisieren AfD

+++19.08 Uhr: Nach dem rassistisch motivierten Terroranschlag in Hanau (Hessen), bei dem neun Menschen mit Migrationshintergrund durch Schüsse ermordet wurden und weitere verletzt wurden, gibt es breite Kritik an der AfD. Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Hubertus Heil bezeichnete die Politiker der Rechtsaußen-Partei als „geistige Brandstifter“ und forderte bei einer Gedenkveranstaltung in Hamburg: „Wir müssen mehr Härte gegen Rechts zeigen in Deutschland.“

Eine Mitverantwortung der AfD an den Schüssen in Hanau sieht auch der CDU-Politiker und Bewerber um den Parteivorsitz, Norbert Röttgen. „Man darf die Tat nicht isoliert sehen. Wir müssen das Gift bekämpfen, das von der AfD und anderen in unsere Gesellschaft getragen wird“, sagte Röttgen.

Schüsse in Hanau: Heil nennt AfD-Politiker „geistige Brandstifter“

Die derzeitige CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer unterstrich mit Blick auf Hanau die Notwendigkeit zur Abgrenzung ihrer Partei von der AfD. Die AfD dulde „Rechtsextreme“ und „Nazis in ihren eigenen Reihen“, kritisierte Kramp-Karrenbauer bei einem Besuch in Paris.

Die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke (Linke) erklärte nach den Schüssen in Hanau: „Die Stichwortgeber für solche rassistisch motivierten Terroranschläge sitzen auch in den Parlamenten. Es sind diejenigen Politiker der AfD, die beständig von der angeblichen ‚Islamisierung Deutschlands‘, von ‚Überfremdung‘, vom ‚großen Austausch‘ schwadronieren. Es sind diejenigen Politiker, die ganze migrantische Bevölkerungsgruppen und Treffpunkte wie Shisha-Bars stigmatisieren.“

Die Grünen-VorsitzendenAnnalena Baerbock und Robert Habeck haben nach dem Anschlag von Hanau zu einem breiten gesellschaftlichen Widerstand gegen Rechtsextremismus aufgerufen. „Es gilt, Rechtsextremismus und Rassismus jeden Tag die Stirn zu bieten, auf allen Ebenen: im Alltag und in der Gesellschaft“, erklärten sie. Die Parteichefs beklagten „den Hass, der da gewirkt hat, der sich seit Jahren durch unser Land frisst: Er breitet sich im Netz aus und wird zu brutaler Wirklichkeit.“

Hanau: Tatwaffe selber Waffentyp wie beim Anschlag in München 2016

+++17.45 Uhr: Die Tatwaffe, mit der der mutmaßliche Täter Tobias R. die Schüsse in Hanau (Hessen) abgefeuert haben soll, hat Tobias R. 2014 legal in einem Internetshop gekauft. Das berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland mit Verweis auf Sicherheitskreise. Demnach handele es sich um eine Pistole Glock 17 - derselbe Waffentyp, der beim rechtsextremistisch motivierten Anschlag im Münchner Olympia-Einkaufszentrum im Jahr 2016 verwendet wurde. Auch in Hanau soll es sich um einen rechtsextremen Terroranschlag handeln. 

+++17.25 Uhr: In Hanau trifft demnächst Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein. Er wird nach einem Besuch der Tatorte, an denen die tödlichen Schüsse gefallen sind, an der Mahnwache in Hanau teilnehmen. In vielen Orten in Hessen und ganz Deutschland wird heute zur Teilnahme an Mahnwachen als Reaktion auf den rechtsextremen Anschlag aufgerufen. Dazu haben wir eine Übersicht zusammengestellt.*

Hanau: Mutmaßlicher Täter soll Strafanzeige bei Bundesanwaltschaft gestellt haben

+++17.05 Uhr: Die von Tobias R. veröffentlichten Dokumente, die nach den Schüssen in Hanau (Hessen) entdeckt wurden, könnten dem SWR zufolge bereits einige Monate alt seien. Teile des „Manifests“ seien demnach schon im November 2019 verfasst worden. Das gehe aus einem E-Mail-Verkehr hervor, der dem SWR vorliege.

Tobias R. soll zudem eine von ihm erstellte „Strafanzeige gegen eine unbekannte geheimdienstliche Organisation“ an die Bundesanwaltschaft gesendet haben. Er habe sich beobachtet und bespitzelt gefühlt. Diese trägt laut SWR das Datum 6. November 2019. Von der Bundesanwaltschaft gab es zunächst keine Reaktion.

Hanau: Mutmaßlicher Schütze seit 2012 Mitglied des Schützenvereins 

+++16.45 Uhr: Der Deutschen Schützenbundes (DSB) gibt nach dem mutmaßlichen rechtsextremen Terroranschlag mit Schüssen bekannt, dass der mutmaßliche Täter von Hanau in einem Frankfurter Schützenverein aktiv gewesen sei. Demnach sei er Mitglied im Schützenverein Diana Bergen-Enkheim gewesen, sagte Thilo von Hagen, Sprecher des DSB, in Wiesbaden. 

Auch der Verein äußert sich zum mutmaßlichen Täter von Hanau (Hessen): Laut dem Vorsitzende Claus Schmidt war Tobias R. ein „eher ruhiger Typ“, der in keiner Weise auffällig geworden sei. Er habe keinerlei ausländerfeindliche Sprüche geklopft und habe auch im Umgang mit Vereinsmitgliedern mit Migrationshintergrund kein auffälliges Verhalten gezeigt. 

Seit 2012 sei der 43-Jährige Mitglied bei Diana gewesen. Er habe mit eigenen Waffen geschossen, was aber üblich sei. Dass Tobias R. aus Hanau im Internet wirre Gedanken und abstruse Verschwörungstheorien äußerte, sei nicht bekannt gewesen. „Mit dem konnte man sich ganz vernünftig unterhalten“, sagte Schmidt.

Hanau: Mutmaßlicher Täter war Sportschütze in Frankfurt

+++16.05 Uhr: Neue Details zum mutmäßlichen Täter aus Hessen werden bekannt: Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler war Tobias R., der für die Schüsse in Hanau – einen mutmaßlich rassistischen Terroranschlag – verantwortlich gemacht wird, nicht vorbestraft. Es gebe auch keine Verfahren mit politischem Bezug gegen ihn, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. 

Dem Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul (CDU), zufolge gibt es aktuelle keine Hinweise auf Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen. Auch nicht zur mutmaßlich terroristischen Vereinigung „Gruppe S.“, deren Mitglieder vergangene Woche bei Razzien in sechs Bundesländern festgenommen worden waren.

Berichtet wurde bereits, dass der Mann Sportschütze in Hessen gewesen sei. Demnach habe er insgesamt drei Waffen legal eingetragen. Nach Auskunft der zuständigen Kreisbehörde hat der mutmaßliche Täter von Hanau im Jahr 2013 eine waffenrechtliche Besitzerlaubnis bekommen.

Schüsse in Hanau: Mutmaßlicher Täter hatte „zutiefst rassistische Gesinnung“

+++15.12 Uhr: Generalbundesanwalt Peter Frank hat sich in Karlsruhe zum Stand der Ermittlungen nach den Schüssen in Hanau geäußert. Er habe die Ermittlungen an sich gezogen, nachdem auf der Webseite des Täters „eine Art Manifest“ entdeckt wurde, das neben „wirren Gedanken“ und abstrusen Verschwörungstheorien“ vor allem eine „zutiefst rassistische Gesinnung“ aufweise. 

Die Ermittlungen sollen nun klären, ob es für den mutmaßlichen Terroranschlag in Hanau „Mitwisser oder Unterstützer gab oder gibt“, so Frank. Dafür werde das Umfeld in Deutschland und auch im Ausland überprüft.

Schüsse in Hanau: „Eine solche Tat kommt nicht aus dem Nichts“

+++14.50 Uhr: Innenminister Horst Seehofer (CDU), Justizministerin Christina Lambrecht (SPD) und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) haben soeben den ersten Tatort in Hanau besucht und Blumen abgelegt. „Wir sind gekommen, um Anteil zu nehmen an dem unfassbaren Verbrechen“, sagte Seehofer. Er habe Trauerbeflaggung in ganz Deutschland angeordnet. Der Hessische Landtag hat wegen der Anschläge erstmals in seiner Geschichte eine Sitzung komplett abgesagt.*

Seehofer äußerte sich auch zum Motiv aus Rassismus* des Täters und sagte: „Rassismus ist Gift, das Verwirrung in den Köpfen auslöst und dafür sorgt, dass das Böse hervortritt.“ Er kündigte an, dass man darüber reden müsse, wie man „sensible Einrichtungen in Deutschland“ besser schützen kann. Lambrecht sagte, es müsse geklärt werden, aus welchem Umfeld heraus eine solche Tat entstehen kann. „Denn eine solche Tat kommt nicht aus dem Nichts.“

Am Nachmittag wird auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Hanau kommen, die Tatorte desn mutmaßlichen Terroranschlags besuchen und am Abend an der Mahnwache der Stadt auf dem Marktplatz teilnehmen, die für 18.00 Uhr angesetzt ist. In zahlreichen deutschen Städten sind für heute Mahnwachen geplant.*

Schüsse in Hanau: Neun Tote haben Migrationshintergrund

+++14.30 Uhr: Durch die Schüsse in Hanau sind neun Menschen mit Migrationshintergrund gestorben. Das bestätigten Sicherheitskreise nun auf Presseanfrage. Zudem haben demnach vier der fünf Verletzten ausländische Wurzeln. Es besteht der Verdacht auf einen rassistischen Terroranschlag. 

+++13.55 Uhr: Nach den Schüssen in Hanau* soll sich nach Informationen der „Bild“-Zeitung eine schwangere Frau unter den Opfern befinden. Die 35-Jährige war schon zweifache Mutter 

+++13.25 Uhr: Nach Angaben der türkischen Botschaft in Berlin sind in Hanau (Hessen) auch fünf türkische Staatsbürger durch Schüsse getötet worden. Ein Sprecher der Botschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu gegenüber der dpa. Zu den Opfern des mutmaßlich rechtsextremen, rassistisch motivierten Anschlags ist bislang wenig bekannt. Augenzeugen aus Hanau sagten aus, mehrere junge Männer gekannt zu haben, die durch die Schüsse zu Tode kamen. Sie hätten ihre Wurzeln im Ausland, etwa in der Türkei und Bosnien. Die Familien stünden unter Schock. 

Schüsse in Hanau: Angela Merkel spricht von rechtsextremen Motiv

+++ 12.33 Uhr: Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht nach der Bluttat von Hanau (Hessen) von einem rechtsextremen Motiv aus. Es deute „vieles darauf hin, dass der Täter aus rechtsextremistischen, rassistischen Motiven gehandelt hat“. 

+++ 12.20 Uhr: Unter den Opfern des wahrscheinlich rechtsradikalen, rassistischen Anschlags von Hanau (Hessen) sollen auch mehrere Menschen mit kurdischer Herkunft sein. Das teilte die Konföderation der Gemeinschaften Kurdistans in Deutschland laut der Nachrichtenagentur AFP mit.  Angehörige der Opfer der tödlichen Schüsse versammelten sich im Kurdischen Kulturzentrum in Hanau, wo ihnen zahlreiche Menschen zur Seite stünden, hieß es weiter.  Der Dachverband kritisierte, die "politischen Verantwortlichen" stellten sich "rechten Netzwerken und Rechtsterrorismus in diesem Land nicht entschieden entgegen".

Elf Tote in Hanau – Offenbar rassistischer Terror-Anschlag 

+++ 11.44 Uhr: Die Bluttat von Hanau hat laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) einen rechtsradikalen Hintergrund. Nach einer Telefonschalte mit den Innenministern von Bund und Ländern bestätigte Herrmann Medienberichte, nach denen viele der Opfer der tödlichen Schüsse einen Migrationshintergrund haben. 

Der mutmaßliche Schütze, ein 43-Jähriger aus Hanau, habe „eine Reihe überwiegend aus dem Ausland stammender Menschen erschossen“. Man müsse aufgrund aufgefundener Materialien davon ausgehen, „dass es sich um einen rechtsradikalen, ausländerfeindlichen Hintergrund handelt“. Die Ermittlungen laufen wegen des Verdachts auf einen Terror-Anschlag

Schüsse in Hanau: Anschlag soll Konsequenzen für Fasching haben

Die Innenminister seien sich einig gewesen, prüfen zu wollen, ob die anstehenden Faschingsumzüge und Treffpunkte von Migranten verstärkt geschützt werden sollen. Man wisse aus der Vergangenheit, „dass grundsätzlich solche Taten auch Nachahmertaten haben können." 

Derzeit sei der Stand, dass der mutmaßliche Schütze von Hanau Einzeltäter war. Er erschoss am Mittwochabend neun Menschen in zwei Shisha-Bars in Hanau, flüchtete nach Hause und erschoss dort wohl auch seine Mutter. Auch der Tatverdächtige wurde mit Schussverletzungen tot aufgefunden. 

+++ 11.44 Uhr: Der Faschingsumzug in Hanau, der am Samstag (22.02.2020) hätte stattfinden sollen, ist angesichts der schrecklichen Ereignisse der vergangenen Stunden abgesagt worden. Das teilte der Hanauer Carnevalszug Verein 1954 e.V. auf Facebook mit. “Wir drücken hiermit den Hinterbliebenen der Opfer unser tiefstes Mitgefühl aus!“, hieß es dort. 


Rechtsradikaler Terror in Hanau: Viele Tote mit Migrationshintergrund

+++ 10.58 Uhr: Viele der Opfer der tödlichen Schüsse in Hanau (Hessen) haben wohl einen Migrationshintergrund. Das hat die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfahren. Ob unter den Toten auch ausländische Staatsbürger sind, blieb zunächst offen. 

Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf einen Terror-Anschlag. Der mutmaßliche Täter, ein 43-Jähriger aus Hanau, hatte wohl rassistische Motive. Er erschoss am Mittwochabend in zwei Shisha-Bars in Hanau neun Menschen. Eine noch unbekannte Zahl an weiteren Personen wurde durch die Schüsse verletzt, eine davon schwer.

Mutmaßlicher Terror-Anschlag in Hanau: Fluchtauto abgeschleppt

Die Ermittler fanden den mutmaßlichen Schützen am frühen Donnerstagmorgen tot in seiner Wohnung. Dort lag auch die Leiche seiner 72 Jahre alten Mutter. Beide hatten Schussverletzungen. 

Hinweise von Zeugen hatten die Polizisten auf die Spur des Mannes gebracht. Das Auto mit dem er geflüchtet  war, war erkannt worden. Das Fahrzeug ist inzwischen abgeschleppt worden. Die Tatorte, an denen in Hanau die Schüsse fielen, darunter auch die Wohnung des Verdächtigen, wurden für die Ermittlungen weiträumig abgesperrt. 

Überblick über die Tatorte in Hanau. 


Nach mutmaßlichem Terror-Anschlag in Hanau: Mahnwache für die Opfer

+++ 10.42 Uhr: Nach dem mutmaßlichen rechtsextremen Terror-Anschlag ist die Trauer in Hanau* (Hessen) groß. Am Donnerstagabend soll eine Mahnwache für die Opfer abgehalten werden. Die Gedenkveranstaltung beginnt um 18 Uhr auf dem Marktplatz. Gleichzeitig will auch der Deutsche Gewerkschaftsbund an der Paulskirche in Frankfurt eine Kundgebung abhalten. 

+++ 09.59 Uhr: Der Landtag in Wiesbaden hat soeben eine Schweigeminute für die Opfer in Hanau gehalten. Danach trat Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) vor das Mikrofon und nannte Details zu den tödlichen Schüssen in Hanau, bei denen insgesamt elf  Menschen ihr Leben verloren.

Demnach handelt es sich bei dem mutmaßlichen Schützen um einen 43 Jahre alten deutschen Staatsbürger, der am Donnerstagmorgen tot in seiner Wohnung in Hanau gefunden worden war. Beuth bestätigte, dass es sich bei der Leiche, die neben ihm lag, um seine 72 Jahre alte Mutter gehandelt habe. 

Schüsse in Hanau: Tatwaffe gefunden – Verdächtiger ist 43-Jähriger aus Deutschland

An beiden Toten seien Schussverletzungen gefunden worden. Auch die Tatwaffe stellte die Polizei in der Wohnung des Verdächtigen in Hanau sicher. Der mutmaßliche Täter soll laut Beuth Sportschütze gewesen sein. Er sei dem Staatsschutz und der Polizei vor der Gewalttat in Hanau nicht bekannt gewesen. 

Auf der Internetseite des mutmaßlichen Schützen seien Hinweise auf ein fremdenfeindliches Motiv entdeckt worden. Zuvor hatten sich die Hinweise verdichtet, dass die Tat ein rechtsextremen Anschlag sein könnte. Der Täter soll demnach Tobias R. sein. 

Schüsse in Hanau (Hessen) waren wohl rechtsextremer Terror-Anschlag

+++ 09.31 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen in Hanau besteht offiziell Terrorverdacht. Das teilte der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) soeben im Landtag in Wiesbaden mit. 

+++ 08.43 Uhr: Mittlerweile verdichten sich die Hinweise darauf, dass es sich bei den tödlichen Schüssen von Hanau (Hessen) um einen rechtsextremen Terror-Anschlag handelt. Der HR verwies unter Berufung auf Sicherheitskreise auf ein vor wenigen Tagen veröffentlichtes Youtube-Video, das am Donnerstagmorgen noch immer im Internet zu finden war. 

Darin spricht ein Tobias R. in fließendem Englisch unter anderem davon, dass die USA „unter dem Einfluss geheimer Gesellschaften“ stehe, die „Gedankenkontrolle“ verwendeten, um das Volk zu kontrollieren. Es gebe „unterirdische Militäreinrichtungen“ in denen „Kinder gefoltert und getötet“ würden. In dem kurzen Video – offenbar in einer Privatwohnung aufgenommenen – fordert die Amerikaner zum Aufstand auf. 

Schießerei in Hanau (Hessen): Täter soll 43-Jähriger aus Hanau sein

Der ARD-Terrorismus-Experte Holger Schmidt schrieb auf Twitter, bei dem mutmaßlichen Schützen handele es sich um einen 43 Jahre alten Mann aus Hanau (Hessen). Bei der Leiche, die neben ihm gefunden worden sei, habe es sich um seine Mutter gehandelt. 

Auch die „Bild“-Zeitung berichtete, bei dem Schützen handele es sich um Tobias R. aus Hanau (Hessen). In seinem Schreiben spreche er davon, dass „bestimmte Völker vernichtet werden müssten, deren Ausweisung aus Deutschland nicht mehr zu schaffen“ sei. 

Schüsse in Hanau: Hinweise auf fremdenfeindliches Motiv nach Schießerei

Experten sehen es auch den Fakt, dass die Bundesanwaltschaft ermittelt, als Hinweis darauf, dass es sich bei den tödlichen Schüssen von Hanau um einen rechtsextremen Terror-Anschlag handelt. Die Bundesanwaltschaft hat laut AFP „Anhaltspunkte für eine fremdenfeindliche Motivation“.

Schüsse in Hanau: Medien berichten von rechtsradikalem Motiv

+++ 08.17 Uhr: Laut Medienberichten könnte der Schütze von Hanau (Hessen) ein rechtsradikales Motiv für seine Tat gehabt haben. In dem Bekennerschreiben und dem Video des mutmaßlichen Täter soll dieser laut der „Bild“-Zeitung „wirre Ansichten, viele davon auch rechtsradikaler Natur“ geäußert haben. Bestätigt sind diese Informationen noch nicht. Die Medien berufen sich auf Informationen aus Sicherheitskreisen. 

Der Generalbundesanwalt hat bereits in der Nacht die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falls übernommen. Das sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Donnerstag laut dpa.

Der mutmaßliche Täter hatte am Mittwochabend in zwei Shisha-Bars in Hanau insgesamt neun Menschen durch Schüsse getötet und mehrere weitere verletzt. Später fand die Polizei den Mann in seiner Wohnung in Hanau tot auf, neben ihm eine weitere Leiche. Die Schießerei löste einen Großeinsatz in Hanau aus, der zur Stunde noch läuft. 

Bilder: Anschlag in Hanau – Elf Tote

Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus.
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus.  © dpa/Boris Roessler
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus.
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus. © dpa/Boris Roessler
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus.
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus. © dpa/Boris Roessler
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus.
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus. © dpa/Boris Roessler
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus.
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus. © dpa/Boris Roessler
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus.
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus. © dpa/Boris Roessler
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus.
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus. © dpa/Boris Roessler
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus.
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus. © dpa/Boris Roessler
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus.
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus. © dpa/Boris Roessler
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus.
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus. © dpa/Boris Roessler
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus.
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus. © Boris Roessler/dpa
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus.
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus. © Boris Roessler/dpa
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus.
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus. © Boris Roessler/dpa
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus.
Schüsse in Hanau: Ein Mann erschießt in zwei Shisha-Bars neun Menschen. Später findet die Polizei ihn und seine Mutter tot auf. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Anschlag aus. © Boris Roessler/dpa

Schießerei in Hanau (Hessen): Bekennerschreiben und Video gefunden

+++ 07.33 Uhr: Offenbar sind nach den tödlichen Schüssen in Hanau in Hessen ein Bekennerschreiben und ein Video aufgetaucht. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf Informationen aus Sicherheitskreisen. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. 

Die Dokumente zu der Schießerei von Hanau würden nun ausgewertet, das Motiv des mutmaßlichen Schützen sei vorerst weiter unklar. 

Der Verdächtige war am Donnerstagmorgen tot in dessen Wohnung in Hanau gefunden worden, neben ihm eine weitere Leiche. Zuvor soll er an zwei Shisha-Bars in Hanau insgesamt neun Menschen durch Schüsse getötet haben. Die ersten Schüsse fielen gegen 22 Uhr am Mittwoch (19.02.2020).

Das Entsetzen über das schwere Gewaltverbrechen mit insgesamt elf Toten ist groß. Jüngst meldete sich auch die Bundesregierung zu Wort. „Die Gedanken sind heute morgen bei den Menschen in #Hanau, in deren Mitte ein entsetzliches Verbrechen begangen wurde“, schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter. „Tiefe Anteilnahme gilt den betroffenen Familien, die um ihre Toten trauern.“

Auch Claus Kaminsky, Oberbürgermeister des hessischen Hanaus, äußerte sich zu den tödlichen Schüssen. Auf Facebook schrieb er: „Meine Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer. Ihnen gilt mein tief empfundenes Beileid.“ 

Elf Tote nach Schüssen: Schule und Kita nach Schießerei in Hanau geschlossen 

+++ 06.59 Uhr: Wegen laufender Ermittlungen zu den tödlichen Schüssen in Hanau (Hessen) bleiben die Heinrich-Heine Schule und die Kita Kinderburg West sowie das Kinderhaus West am heutigen Donnerstag (20.02.2020) geschlossen, das teilte die Stadt Hanau mit. Die Einrichtungen im Stadtteil Kesselstadt liegen nur wenige Meter entfernt von der Straße Kurt-Schumacher-Platz, einem der Tatorte. 

Bei Schießereien in Hanau, über die auch merkur.de berichtet*,  wurden am Mittwochabend neun Menschen getötet. Zwei weitere Tote fand die Polizei, die mit einem Großaufgebot im Einsatz war, am frühen Donnerstagmorgen in einer Wohnung in Hanau. Bei einem der Toten soll es sich um den mutmaßlichen Schützen handeln. Die Hintergründe der Schießerei sind noch unklar. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. 

Schießerei in Hanau: Polizei richtet Server für Hinweise auf tödliche Schüsse ein

+++ 6.43 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen in Hanau (Hessen) hat die Polizei Südosthessen einen Server eingerichtet, auf dem Zeugen Bilder, Videos und Hinweise geben können. Sie bat darum, keine Videos, Sprach- oder Textnachrichten unbekannter Quellen im Internet und sozialen Netzwerken zu verbreiten. "Spekulationen helfen uns nicht weiter", hieß es auf Twitter. 

Am späten Mittwochabend und frühen Donnerstagmorgen starben in Hanau insgesamt elf Menschen. Die Polizei spricht von einer Schießerei. Es fielen Schüsse am Heumarkt und am Kurt-Schumacher-Platz. Medienberichten zufolge wurden zwei Shisha-Bars angegriffen. Eine offizielle Bestätigung der Polizei dazu steht noch aus. Zu den Identitäten der Opfer ist noch nichts bekannt. Der mutmaßliche Schütze wurde tot in einer Wohnung in Hanau aufgefunden, neben ihm ihm eine weitere Leiche. Hinweise auf weitere Täter gibt es laut Polizei derzeit nicht. 

Schießerei in Hessen: Insgesamt elf Tote nach tödlichen Schüssen in Hanau

+++ 05.50 Uhr: Der mutmaßliche Täter von Hanau ist tot. Polizisten hätten am frühen Donnerstagmorgen in einer Wohnung zwei weitere Leichen gefunden. Unter diesen sei mit hoher Wahrscheinlichkeit der Täter, sagte ein Polizeisprecher. Es gebe keine Hinweise auf weitere Täter.

Nach Zeugenaussagen zu einem Fluchtfahrzeug seien Spezialkräfte der Polizei in eine Wohnung im Stadtteil Kesselstadt eingedrungen, sagte der Sprecher. Dort seien die beiden Toten entdeckt wurden. Die Ermittlungen zu ihrer Identität seien noch nicht abgeschlossen. Auch zu den weiteren neuen Toten machte die Polizei vorerst keine Angaben. 

Die Polizei in Hessen hatte die Zahl der Toten  nach der Schießerei zunächst mit acht, am Morgen mit neun angeben. Außerdem wurden nach Polizeiangaben mehrere Menschen durch Schüsse verletzt. 

+++ 01.50 Uhr: Nach Informationen von vorsprung-online.de hat die Polizei nach der Schießerei in Hanau (Hessen) einen Verdächtigen festgenommen. Ob es sich dabei um den Täter handelt, ist unklar. Generell liest sich die Sachlage so, als ob es mehrere Verdächtige geben würde. Die Ermittlungen dauern an. Der Hubschrauber kreist aktuell nicht mehr über Kesselstadt.

Schüsse in Hanau: Acht Menschen sterben bei Schießerei in Hessen

+++ 00.50 Uhr:  Was wir schon länger berichten, ist jetzt offiziell bestätigt: Bei der Schießerei in Hanau sind acht Menschen getötet worden. Das teilte die Polizei jetzt mit. Weiterhin sind mehrere Menschen verletzt worden. Die Fahndung nach den Tätern läuft auf Hochtouren.

+++ 00.41 Uhr: Bei der Bluttat in Hanau sind nach Informationen des HR drei Menschen in der Shisha-Bar „Midngiht“ am Heumarkt in der Innenstadt und fünf Menschen in Kesselstadt am Kurt-Schumacher-Platz getötet worden. Ersten Meldungen zufolge soll es auch eine Tötung im Stadtteil Lamboy gegeben haben. Diese Information bestätigte sich jedoch nicht.

Hanau: Drama! Acht Tote und viele Schwerverletzte nach Schüssen

+++ 00.19 Uhr: Zu der Bluttat in Hanau hat die Polizei erstmals in einer Mitteilung Stellung genommen. Demnach bestätigt die Polizei zum ersten Mal fünf schwer verletzte Menschen in Hanau - einer davon am Heumarkt in Hanau, fünf sollen am Kurt-Schumacher-Platz schwer verletzt worden sein. Von getöteten Menschen ist in der Mitteilung bisher keine Rede. Es soll mindestens eine Schießerei gegeben haben. Die Schüsse am Heumarkt in Hanau sollen gegen 22 Uhr gefallen sein. Sie kamen nach ersten Informationen der Polizei aus einem dunklen Auto. 

Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung ein, die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf. 

Hanau: Schüsse vor Sisha-Bars: Viele Opfer bei Schießerei

+++ 00.04 Uhr: Nach Informationen des RTL-Nachtjournal standen die Opfer der Schießerei in Hanau vor einer Shisha-Bar. Sie sollen aus einem fahrenden Auto erschossen worden sein.

+++ Mittwoch, 19.02.2020, 23.57 Uhr: Die schreckliche Bluttat in Hanau (Hessen) hat viele Menschen das Leben gekostet. Nach Informationen der Bild-Zeitung sind mindestens acht Menschen gestorben. Die Staatsanwaltschaft bestätigt außerdem der Bild-Zeitung, dass es fünf Schwerverletzte gibt. Nach Informationen von Stern-TV handelt es sich bei der Bluttat um einen Amoklauf. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Die Täter sind wohl noch flüchtig. Der Polizeihubschrauber kreist nach der Schießerei immer noch über dem Stadtteil Kesselstadt.

+++ 23.37 Uhr: Zu den schrecklichen Bluttat in Hanau (Hessen) kommen im Minutentakt neue Details ans Licht. Wie die Hessenschau berichtet, gab es mindestens zwei Schießereien in Shisha-Bars. Die erste Schießerei soll es in einer Shisha-Bar in der Innenstadt gegeben haben. Dort sollen nach ersten Informationen mehrere Menschen getötet worden sein.

Bluttat in Hanau: Schießerei! Viele Menschen sterben durch Schüsse

Anschließend sollen die Täter in den Stadtteil Kesselstadt gefahren sein. Dort kam es nach ersten Informationen erneut zu einer Schießerei mit mehreren Toten. Die mutmaßlichen Schützen laufen noch immer frei herum. Ein Hubschrauber kreist noch immer über Kesselstadt. Wie viele Opfer es gibt, ist noch unklar.

+++ 23.06 Uhr: Die Schüsse in Hanau (Hessen) sind am Kurt-Schumacher-Platz gefallen, einem zentralen Platz im Stadtteil Kesselstadt. Aktuell ist ein großes Aufgebot von Polizei und Rettungsdienst vor Ort.

Hanau: Drama in Kesselstadt - Mehrere Menschen sterben bei Schießerei

Warum es zu der Schießerei im Hanauer Stadtteil Kesselstadt kam, ist bislang unklar. Mehrere Menschen sollen nach ersten Informationen tot sein, weitere sind verletzt.

+++ 23.06 Uhr: Hanau - Tödliche Schüsse in Hanau: Im Stadtteil Kesselstadt sind mehrere Menschen bei einer tödlichen Auseinandersetzung ums Leben gekommen.

Hanau: Tödliche Schüsse aus fahrendem Wagen abgegeben

Nach Informationen des Portals vorsprung-online.de sind die Schüsse aus einem fahrenden Wagen abgegeben worden. Es gab mehrere Verletzte. Ein Hubschrauber kreist nach den Schüssen in Hanau über dem Stadtteil Kesselstadt.

Von Christian Weihrauch, Alexander Gottschalk, Jakob Maurer und Anna Grösch (mit Agenturen)

Eine Stadt hält den Atem an. Nach dem rassistischen Anschlag fand die Trauerfeier in Hanau* statt.

Ausgerechnet der rechtspopulistische AfD-Politiker André Poggenburg kam für einen Besuch nach Hanau, um der Opfer des rassistischen Anschlags zu gedenken. Das blieb nicht ohne Widerspruch in der Stadt.

Vor einigen Jahren hat es bereits eine Schießerei in Hanau gegeben. Dabei ist ein Mensch schwer verletzt worden, berichtet op-online.de*.

In Hanau wurden zehn Menschen von einem Mann erschossen. Der mutmaßliche Täter ist auch verstorben. Es gibt Hinweise auf ausländerfeindliche Motive. Eine Chronologie der Ereignisse.

Nach dem rechtsextremen Terror-Anschlag in Hanau haben mehrere Städte zu Mahnwachen aufgerufen. Durch Hessen und Deutschland geht nach den tödlichen Schüssen eine Welle der Solidarität.

Nach dem Anschlag: Ein Jugendzentrum in Hanau* ist besonders vom Terror betroffen. Die Jugendlichen dort haben beschlossen, dem Anschlag auf ihre Gemeinschaft zu trotzen.

Nach dem rassistischen Anschlag in Hanau nehmen Tausende Menschen emotional Abschied* von den Opfern. Eine Gedenkstätte soll an die Ermordeten erinnern.

Es ist Monate her, dass in Hanau neun Menschen durch einen rassistisch motivierten Anschlag starben*. Die Angehörigen versuchen, das Trauma zu bewältigen – doch durch die Corona-Regeln wird die Trauerarbeit nicht leichter.

Vili Viorel Păun ist eines der Opfer des Terroranschlags von Hanau. Bislang galt er als Zufallsopfer. Doch möglicherweise versuchte er den Täter zu stoppen.

*op-online.de, fr.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Sven-Sebastian Sajak

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