Tragödie am Bahnhof

Tragischer Stromunfall in Itzehoe: Jugendliche klettern auf Kesselwagen – und erleiden Schlag

Rettungskräfte und Ermittler stehen neben den abgedeckten Leichen am Kesselwagen.
+
In Itzehoe sind Jugendliche auf einen Kesselwagen geklettert. Zwei Personen starben an einem Stromschlag. (24hamburg.de-Montage)

Tragischer Fall in Itzehoe (Schleswig-Holstein): Zwei Jugendliche klettern auf einen Kesselwagen. Sie kommen zu dicht an die Oberleitung und erleiden einen tödlichen Stromschlag.

  • Itzehoe: Jugendliche klettern abends auf einen Kesselwagen am Bahnhof.
  • Ein Stromschlag erfasst zwei Teenager.
  • Für sie endet die Aktion tödlich – Polizei und Feuerwehr im Großeinsatz.

Itzehoe – Am Samstagabend, 28. November 2020, sind zwei Jugendliche durch einen Stromschlag am Bahnhof Itzehoe (Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein) getötet worden. Wie die Bundespolizei am nächsten Morgen informierte, sollen sie auf einen Kesselwagen geklettert sein, der am Bahnhof abgestellt war. Ein Stromschlag aus der Oberleitung erfasste die beiden.

Stadt in Schleswig-HolsteinItzehoe
Fläche28,03 km²
Bevölkerung32.732 (31. Dez. 2008)
Vorwahl04821
BürgermeisterAndreas Koeppen

Itzehoe (Schleswig-Holstein): Jugendliche klettern auf Kesselwagen am Bahnhof – Großeinsatz

Die Jugendlichen waren mit einer Gruppe, zu der zwei weitere Personen im Alter von 16 bis 18 Jahren gehörten, unterwegs. Eine Person davon erlitt Verbrennungen an der Hand, die andere trug keine körperlichen Verletzungen davon. Ärzte kümmerten sich um die beiden. Wie ein Sprecher der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erklärte, sei es unwahrscheinlich, dass die Teenager eine Straftat geplant hatten.

Die Tragödie geschah etwa gegen 22.20 Uhr. Zahlreiche Rettungskräfte waren zum Großeinsatz vor Ort. Der Vorfall ereignete sich am Samstag gegen 22.20 Uhr. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war nach dem Unglück im Einsatz: Am Itzehoer Bahnhof parkten vier Rettungswagen, außerdem waren Feuerwehrkräfte, zwei Notärzte und Beamte der Landes- und Bundespolizei vor Ort. Zunächst musste der Strom in der Oberleitung abgestellt werden, damit die Einsatzkräfte ihrer Arbeit gefahrlos nachgehen konnten. Außerdem wurde der Löschzug Gefahrgut des Kreises Steinburg alarmiert, weil sich im Kesselwagen gefährliche Substanzen befanden.

Itzehoe: Tödlicher Vorfall am Bahnhof sorgt für Chaos bei der Deutschen Bahn

Der Vorfall am sorgte am Samstag für Verzögerungen bei der Deutschen Bahn, da der Itzehoer Bahnhof für eineinhalb Stunden gesperrt war. Gegen Mitternacht konnten dann schließlich wieder Züge auf der Strecke verkehren.

Die Bundespolizei warnt im Zusammenhang mit dem tödlichen Ereignis vor den Gefahren von Oberleitungen. Der Strom kann auch ohne Berührung dieser auf den Menschen überspringen und bereits bei einem Abstand von nur 1,50 Metern für einen Stromschlag sorgen.

Ein anderer schlimmer Todesfall ereignete sich nur wenige Tage zuvor in Hamburg: Ein Gyros-Lieferant erfasste mit seinem Fahrzeug eine Seniorin*. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Biathlon: Die besten Bilder zum Weltcup in Antholz

Biathlon: Die besten Bilder zum Weltcup in Antholz
Auto

Immer mehr Bildschirme im Auto

Immer mehr Bildschirme im Auto
Mehr Sport

Deutsche Handballer vor frühem WM-Aus

Deutsche Handballer vor frühem WM-Aus
Reisen

Das Ruhrgebiet und seine Schlösser

Das Ruhrgebiet und seine Schlösser

Meistgelesene Artikel

Corona in Bayern: Inzidenz einer Region schießt deutschlandweit auf Platz 2

Corona in Bayern: Inzidenz einer Region schießt deutschlandweit auf Platz 2

„Coole Idee“ oder „bodenloser Schwachsinn“? Skifahrer brettern Mountain-Bike-Strecke in Stuttgart runter

„Coole Idee“ oder „bodenloser Schwachsinn“? Skifahrer brettern Mountain-Bike-Strecke in Stuttgart runter

Russische Kältewelle: Eisige Temperaturen treffen auch Europa

Russische Kältewelle: Eisige Temperaturen treffen auch Europa

EU-Gipfel zur Corona-Strategie: EU-Impfpass beschlossen – aber es gibt einen Hacken

EU-Gipfel zur Corona-Strategie: EU-Impfpass beschlossen – aber es gibt einen Hacken

Kommentare