Wollte er sein eigenes Kind töten?

Baby kommt schwerverletzt in Klinik: Schlimmer Verdacht gegen Vater - er ist der Polizei bereits bekannt

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Mit schweren Kopfverletzungen wurde ein Säugling in eine Klinik in Memmingen eingeliefert (Symbolbild)

Hat ein Vater in Memmingen seinen fünf Monate alten Säugling misshandelt? Das Baby wurde mit massiven Schädelverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Eine Ärztin reagierte. 

  • Mit Schädelverletzungen wurde ein Baby in ein Krankenhaus in Memmingen eingeliefert.
  • Gegen den Vater des Kindes (23) besteht ein schrecklicher Verdacht. 
  • Er sitzt nun in Untersuchungshaft. 

Update vom 14. Januar, 17.40 Uhr: Der Fall von Kindesmisshandlung beschäftigt nun die Polizei, die Staatsanwaltschaft und das Jugendamt in Memmingen. Neben massiven Kopfverletzungen erlitt der fünf Monate alte Säugling auch einen Fußbruch und Prellungen, berichtet die Augsburger Allgemeine.

Offenbar kam der 23-jährige Vater nicht mit dem Kind zurecht und schlug es. Im Krankenhaus gab er zunächst an, dass das Baby vom Sofa gefallen sei, so die Augsburger Allgemeine weiter. Als ein Rechtsmediziner das Kind nach der Behandlung in der Klinik untersuchte, stelle er offenbar auch ältere Verletzungen fest. 

Die 16-jährige Mutter des Kindes teilt sich das Sorgerecht mit dem Jugendamt, da sie noch minderjährig ist. Sie geht noch zur Schule. Der Vater, der mittlerweile in Untersuchungshaft sitzt, arbeitet als Hilfsarbeiter. Laut der Augsburger Allgemeinen (Artikel hinter Bezahlschranke) ist er der Polizei bereits bekannt - wegen Diebstahls, Betrugs und Verkehrsdelikten. Staatsanwalt und die zuständige Amtsrichterin sehen den Verdacht des versuchten Totschlags und der Misshandlung von Schutzbefohlenen.

Baby kommt mit massiven Kopfverletzungen in Klinik: Verdacht gegen Vater (23)

Memmingen - Mit massiven Schädelverletzungen wurde ein fünf Monate alter Säugling ins Klinikum Memmingen im bayerischen Schwaben eingeliefert. Wie die Polizei berichtet, erstattete die dort am Sonntag (12.1.) diensthabende Ärztin Anzeige. 

Memmingen in Bayern: Baby kommt mit schweren Kopfverletzungen in Klinik 

Die im Krankenhaus anwesenden Eltern des Kindes, beide deutsche Staatsangehörige, wurden noch vor Ort durch Beamte der Polizeiinspektion Memmingen vorläufig festgenommen. Bei der Mutter handelt es sich um eine 16-Jährige, die noch bei ihren Eltern lebt. Der Vater des Kindes ist 23 Jahre alt.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei holte der Vater des Kindes das Baby vereinbarungsgemäß am Samstagnachmittag (11.1.) für eine Übernachtung ab. Am nächsten Tag stellte die Mutter des 23-Jährigen, die im selben Haus wohnt, erhebliche Verletzungen des Säuglings fest. Sie veranlasste die Einlieferung in das Krankenhaus

Schrecklicher Verdacht gegen Vater von Säugling - Baby in Krankenhaus in Memmingen

Die Untersuchung des Kindes ergab laut Polizei „unter anderem eine akute lebensbedrohliche Gewalteinwirkung gegen den Kopf“. Akute Lebensgefahr für den Säugling bestehe aktuell aber nicht mehr. 

Der Vater des Kindes wurde wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags und der Misshandlung Schutzbefohlener am Montag dem Ermittlungsrichter in Memmingen vorgeführt. Er befindet sich nun in Untersuchungshaft in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt. Die Mutter des Kindes wurde wieder freigelassen. 

Wie der 23-Jährige das Baby verletzt haben soll, ist derzeit noch unklar. Die weiteren Ermittlungen zur genauen Aufklärung des Tathintergrundes dauern an.

Die Meldung der Polizei im Wortlaut: 

Am gestrigen Sonntag zeigte eine diensthabende Ärztin des Klinikums Memmingen bei der Polizei die Einlieferung eines knapp fünf Monate alten Säuglings mit massiven Schädelverletzungen an.  Die im Krankenhaus anwesenden Eltern des Kindes, beide deutsche Staatsangehörige, wurden noch vor Ort durch Beamte der Polizeiinspektion Memmingen vorläufig festgenommen. Die weiteren Ermittlungen übernahm noch am gleichen Tag die Kriminalpolizei Memmingen in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Memmingen. 

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte der 23-jährige Kindsvater den Säugling vereinbarungsgemäß am Samstagnachmittag von der 16-jährigen Mutter, die bei ihren Eltern wohnt, für eine Übernachtung bei sich in Obhut genommen. Am Sonntagmorgen stellte wiederum die Mutter des im gleichen Haus wohnenden Kindsvaters bei dem Säugling erhebliche Verletzungen fest und veranlasste die sofortige Einlieferung in das Klinikum. Die gerichtsmedizinische Untersuchung des Babys am heutigen Montag ergab unter anderem eine akute lebensbedrohliche Gewalteinwirkung gegen den Kopf, wobei aktuell keine Lebensgefahr besteht. 

Der Vater des Kindes wurde wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags und der Misshandlung Schutzbefohlener am Montagnachmittag der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Memmingen vorgeführt, welche die Untersuchungshaft anordnete. Er befindet sich nun in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt. Die Mutter des Kindes wurde aus dem polizeilichen Gewahrsam wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen zur genauen Aufklärung des Tathintergrundes dauern an.“

nema

Zu einem schrecklichen Fall von Kindesmisshandlung kam es auch in Marburg. Der Säugling verstarb in einer Klinik. 

In Nürnberg hat eine betrunkene Mutter ihr Baby geschlagen und mit einer Bierflasche beworfen. Passanten griffen ein.

Am Mittwoch (15. Januar) wurde in Landshut ein toter Säugling gefunden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen - und hat einen schlimmen Verdacht.

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