Amphetamin, MDMA und Ecstasy

"Gewaltige Menge": Sechs Kilo Drogen bei Dealer gefunden – Komplizin wieder auf freiem Fuß

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Kiloweise Rauschgift wurde bei dem Dealer-Duo aus Gronau sichergestellt (Symbolbild).

Gemeinsam bunkerten sie sechs Kilo Drogen: Ein Dealer und seine Komplizin standen im westfälischen Münster vor Gericht – nun fiel das Urteil.

Münster – Am Donnerstag (14. März) mussten sich ein Mann und eine Frau aus dem westfälischen Gronau vor dem Landgericht in Münster verantworten. Die Anklage: Drogenhandel. Dabei handelte der 30-Jährige zunächst alleine: Er erwarb Amphetamine und andere Substanzen in großen Mengen aus den Niederlanden. Diese verkaufte er dann weiter, wie msl24.de* berichtet. 

Dann kam ihm jedoch die Polizei auf die Schliche. Als der Mann damit rechnen musste, dass seine Wohnung durchsucht werden könnte, überredete er eine Bekannte (38): Sie solle die Drogen bei sich verstecken. Die dreifache Mutter stand deshalb als Komplizin vor dem Gericht in Münster.

Münster: Richter spricht von "gewaltiger Menge Drogen"

Um nicht entdeckt zu werden, teilten sich die beiden Angeklagten ihre Arbeit: Die 38-Jährige lagerte fortan die Drogen bei sich Zuhause, heißt es in einer Mitteilung des Landgerichts Münster. Dort nahm sie auch neue Waren von ihren Lieferanten entgegen. 

Im Oktober 2018 flog das Geschäft der beiden jedoch auf: Bei einer Durchsuchung stellen die Polizisten sechs Kilogramm illegaler Substanzen sicher. So hatte das Dealer-Duo neben Ecstasy, MDMA, Marihuana und Kokain auch flüssiges Amphetamin gebunkert. Dabei handelte es sich um eine "gewaltige Menge", wie der Richter in Münster einschätzte. 

Münster: Urteil gefällt – Dealer bekommt Freiheitsstrafe

Der 30-Jährige wurde vor dem Landgericht Münster zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt, wie die Westfälischen Nachrichten aus Münster berichten. Ausschlag gab hierbei auch eine im Jahr 2018 verhängte zweijährige Bewährungsstrafe. Inbegriffen ist ein vom Gutachter empfohlener Aufenthalt im Maßregelvollzug. 

Seine Komplizin bekam zwei Jahre auf Bewährung. Die Frau, die schon fünf Monate in Untersuchungshaft verbrachte, wurde nach der Gerichtsverhandlung in Münster freigelassen. Sie hatte die Drogen scheinbar aufgrund einer intimen Beziehung zwischen den Angeklagten bei sich versteckt – genauer wollte sie sich dazu aber nicht äußern.

Vor einem Gericht in Münster wird derzeit ein weiterer brisanter Fall verhandelt: Ein Somalier verklagt Deutschland nach einem Drohnen-Angriff der USA

*msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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