News-Ticker zur Krise

Corona-Ticker: Baumärkte und Gartencenter in Niedersachsen bald wieder offen - wegen Shopping-Touristen

Die Corona-Epidemie breitet sich in Niedersachsen aus. Das Land bestätigt 4717 Infektionen, auch viele Genesene werden gemeldet. Nun sollen Antikörper helfen. Unser Ticker zur Corona-Krise.

  • Niedersachsen meldet 4717 bestätigte Coronavirus-Fälle
  • Corona in Niedersachsen: Baumärkte bald wieder für alle geöffnet
  • Niedersachsen meldet 47 Todesopfer mit Covid-19-Infektion - und 732 Genesene

Corona-Verdacht? Bei Verdacht auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus sollten sich Bürger zunächst telefonisch an ihren Hausarzt wenden - außerhalb der Praxiszeiten über den ärztlichen Notdienst unter der zentralen Telefonnummer 116 117.  Bei Bedarf überweist der Hausarzt Patienten an ein Corona-Testzentrum. Weitere Fragen zum Coronavirus klärt die Hotline der Landesregierung unter der Telefonnummer 0511/120-6000 - erreichbar montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr.

Update von 10.30 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält im Kampf gegen die Corona-Pandemie wenig von innerdeutschen Grenzkontrollen an der Bundeslandgrenze. „Wir wären sehr dankbar, wenn der Bremer in Bremen bliebe, aber wir machen in Niedersachsen keine Grenzkontrollen“, sagte er am Mittwochabend in der ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche“. Es werde über Ostern „unter Umständen Sperren von Stränden oder Deichen geben“, aber der Mensch „brauche auch ein Ventil“, deshalb sei er gegen eine generelle Ausgangssperre oder Grenzschließungen.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) betonte in der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“, dass es noch keinen Anlass gebe, die Vorschriften zu lockern: „Wir haben den Zenit der Ausbreitung der Virusinfektionen noch nicht erreicht. Wir haben die Schulen vor gerade etwas mehr als zwei Wochen geschlossen. Seit anderthalb Wochen gibt es die Kontaktbeschränkungen.“ Im Augenblick sei jeglicher Gedanke über eine Exit-Strategie aus der Corona-Krise, also über eine Lockerung oder ein Ende der Ausnahmeregeln, jedenfalls pure Spekulation. „Jetzt kommt es ausschließlich darauf an, dass die Menschen die geltenden Regeln einhalten.“

Update vom 2. April, 8.05 Uhr: Die Baumärkte und Gartencenter in Niedersachsen dürfen ab Samstag wieder ihre Türen für Privatkunden öffnen. „Wir werden zum Wochenende auch wieder eine Öffnung für Baumärkte und Gartencenter in Niedersachsen vorsehen“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch. Damit passe sich Niedersachsen an die Lage in anderen Bundesländern an.

Ab Samstag dürfen dann nicht mehr nur Gewerbetreibende oder Handwerker in die Baumärkte, sondern auch Privatleute. Weil begründete den Schritt damit, dass die unterschiedlichen Regelungen zwischen den Bundesländern „unerwünschte Wanderungsbewegungen“ ausgelöst hätten. Er betonte aber auch: „Das ist alles andere als ein Lockerungssignal.“ Vielmehr solle mit der Änderung vermieden werden, dass wegen des Grenzverkehrs andernorts das Risiko für Infektionen steigt.

Update von 20.30 Uhr: Das Land Niedersachsen hat am Mittwoch erneut einen starken Anstieg an Coronavirus-Infektionen gemeldet. So seien 369 neue Covid-19-Erkrankungen bestätigt worden. Insgesamt liegt die Zahl nun bei 4717 Corona-Fällen im Land. Bislang seien laut Landesgesundheitsamt 47 Personen mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Genesen seien 732 Menschen. (jdw)

Update von 14 Uhr: Eine Braunschweiger Biotech-Firma will mit Antikörpern gegen das Coronavirus vorgehen. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) besuchte das Start-up am Mittwoch. „Die Frage ist nicht ob, sondern wann es funktioniert“, sagte am Mittwoch der Chef der Firma Yumab, Thomas Schirrmann. Die Antikörper sollten die Entwicklung des Virus Sars-CoV-2 in den Körperzellen verlangsamen. Schirrmann hoffe, dass dafür in wenigen Monaten Versuche mit Menschen möglich seien.

Biotechnologie im Kampf gegen das Coronavirus - made in Braunschweig

„Biotechnologie muss Teil einer nationalen Sicherheitsstrategie werden“, sagte Althusmann bei dem Besuch. Dafür müsse die Forschung und Produktion in diesem Bereich vernetzt und gestärkt werden. Braunschweig könne dabei „ein Nukleus werden“. Für die Entwicklung menschlicher Antikörper haben die TU Braunschweig und ihre Ausgründung, die Firma Yumab, 2017 den ersten Preis des Innovationsnetzwerks Niedersachsen erhalten. (dpa)

Thomas Schirrmann, Geschäftsführer der Yumab GmbH, spricht während eines Besuchs des niedersächsichen Wirtschaftsministers in dem Life-Science-Unternehmen. Das Startup-Unternehmen forscht zur Entwicklung menschlicher Antikörper und versucht so Medikamente gegen Covid-19 zu entwickeln.

Update von 11.15 Uhr: Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann hat die Einführung einer Maskenpflicht in der Corona-Krise abgelehnt. „Schutzmasken sind die knappste Ressource. Und diese Ressourcen, die wir haben, gehören ins Gesundheitswesen für die Pflegekräfte und für die Ärztinnen und Ärzte“, sagte die SPD-Politikerin am Mittwochmorgen im Deutschlandfunk. 

Mit selbst gemachten Corona-Mundschutz zum Einkaufen: „Schutz für die anderen“

Einkaufen mit hochwertigen Masken hält Reimann deshalb für eine „unverantwortliche Verschwendung“. Wer hingegen mit einem selbst gemachten Mundschutz in die Öffentlichkeit gehe, könne dies gerne tun. „Aber es muss auch für alle klar sein: Das ist kein Schutz für sich selbst, sondern nur ein Tröpfchenschutz für die anderen.“

Update vom 1. April, 8.30 Uhr: Ein Gedicht des Lyrikers Thorsten Stelzner hat in Zeiten der Corona-Krise virtuelle Kreise gezogen. „Das ist ein Glück, das größte schier, wir leben jetzt, wir leben hier“, rezitiert der Braunschweiger sein zuversichtliches Gedicht „Gute Nacht Deutschland! Schlaf gut! Die Welt schaut zu!“.

Das Gedicht stellte er auf Drängen seines Sohnes auf Youtube ein. „Wenn ich gewusst hätte, dass das Video durch Deutschland rast, hätte ich mir mehr Mühe mit der Aufnahme gemacht“, sagte Stelzner. Aber genau so sei Lyrik, sie komme unerwartet und aus dem Innern. Er habe sogar eine Spendenanfrage erhalten. „Ich bin geflasht, es ist der Hammer.“

Ein Dank in Versen geht auch an Menschen, die in der Corona-Krise helfen und nicht nur ihre Pflicht tun. „Lasst uns demütig und dankbar sein, im besten Sinne menschlich sein.“ Auch Fassungslosigkeit drückt er aus: „Es gibt tatsächlich Menschen hier, die kloppen sich um Klopapier.“

Update von 15.10 Uhr: In Niedersachsen steigt die Zahl der Corona-Infektionen stetig an. Ein Abflachen der Kurve (siehe oben) ist bislang nicht erkennbar. So meldet das Landesgesundheitsamt am Dienstag einen Anstieg um 322 Covid-19-Infektionen. Insgesamt sind damit 4348 Personen positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden. Stark ist auch die Zahl der Todesopfer mit einer Covid-19-Infektion angestiegen. Aktuell sind 43 Personen gestorben- plus zehn im Vergleich zum Vortag. Laut einer Schätzung gelten 568 Personen als genesen. (jdw)

Corona in Niedersachsen: Arbeitsmarkt gerät unter Druck

Update von 14 Uhr: Der Arbeitsmarkt in Niedersachsen gerät durch die Corona-Krise stark unter Druck. „Seit Mitte März hat sich die Lage grundlegend verändert, der Arbeitsmarkt steht nun vor enormen Herausforderungen“, sagte die Chefin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA), Bärbel Höltzen-Schoh, am Dienstag in Hannover. Für viele Beschäftigte werde Kurzarbeit angezeigt. 

„Und wir rechnen in Kürze mit einem Anstieg bei Arbeitslosen.“ Zahlreiche Unternehmen melden derzeit Nachfrageeinbrüche und haben Probleme in den Lieferketten. Daher würden wahrscheinlich Beschäftigte entlassen, Jobs von Zeitarbeitern nicht verlängert und nur zögerlich Einstellungen vorgenommen, schätzt die BA-Regionalleiterin.

Coronavirus verhindert Erhebung regulärer Daten vom Arbeitsmarkt

Wegen der besonderen Situation während der Corona-Krise wurden die regulären Arbeitsmarktdaten diesmal nur bis kurz vor Monatsmitte erhoben. Dies liegt daran, dass die Lage nach den Schulschließungen und weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens nicht mit der Lage im Februar vergleichbar ist.

Der Arbeitsmarkt in Niedersachsen gerät wegen der Corona-Epidemie enorm unter Druck.

Update vom 31. März, 10 Uhr: Die allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen sollen für den Fall noch längerer Unterrichtsausfälle in der Corona-Krise schon für Mitte April vorläufige Zeugnisnoten vorbereiten. Dies geht aus einem Erlass des Kultusministeriums vom vergangenen Freitag hervor. Auf Basis der bisherigen Leistungen im laufenden Schuljahr sollen demnach bereits Notenübersichten erstellt werden, die den Stand bis zum 15. April widerspiegeln.

Damit soll gewährleistet sein, dass entsprechende Bewertungen dokumentiert sind, falls sich die Schulschließungen wegen Corona über das Ende der Osterferien hinaus ziehen. Auch die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtete darüber. Zwischenstände sollen für alle Schüler und Fächer erarbeitet werden.

Abschlussprüfungen werden wegen Corona auf jeden Fall verschoben

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte angekündigt, dass die Abschlussprüfungen an Niedersachsens Schulen wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr verschoben werden. „Ich möchte, dass alle Schülerinnen und Schüler auch die Chance haben, ihre Prüfungen abzulegen“, sagte er. Die Abiturklausuren werden zwischen dem 11. und 30. Mai geschrieben - rund drei Wochen später als zunächst geplant. Die Abschlussarbeiten der Schüler der 9. und 10. Klassen an Haupt- und Realschulen beginnen am 20. Mai. Ob der neue Zeitplan zu halten ist, soll kurz nach Ostern beurteilt werden. Schlimmstenfalls könnten die Schulen wegen der Corona-Krise sogar bis zum Sommer geschlossen bleiben.

Update von 16.55 Uhr: Die Zahl der Covid-19-Infektionen ist in Niedersachsen auch von Sonntag auf Montag weiter angestiegen. Bis Montagmittag sind 4026 Corona-Infektionen bestätigt worden. Das ist ein Plus von 243 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, berichtet das Landesgesundheitsamt in Hannover. Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf 33 angestiegen.

Ein schwerer Corona-Ausbruch wird aus dem Landkreis Oldenburg gemeldet. In einem Seniorenheim in Wildeshausen haben sich mehrere Dutzend Personen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. (jdw)

Update von 11.55 Uhr: In Wolfsburg ist die Corona-Krise über das Wochenende weiter eskaliert. Das Klinikum der Stadt verhängte einen weitgehenden Aufnahmestopp für Patienten wegen Ansteckungen unter den Mitarbeitern, wie die Stadt am Sonntag mitteilte. Die Zahl der nach einer Corona-Infektion verstorbenen Bewohner eines Pflegeheims stieg auf 15, während auch in anderen Bundesländern Altenheime schwer betroffen waren.

Klinik in Wolfsburg verhängt wegen Corona Aufnahmestopp

An dem Wolfsburger Klinikum würden vorerst keine neuen Patienten mehr aufgenommen, erklärte die Stadt. Sie würden auf umliegende Krankenhäuser verteilt. Einzige Ausnahmen bei der Aufnahme sind die Notaufnahme der Kinderklinik und der Kreißsaal. Vorerst wird in dem Klinikum jedes Zimmer nur mit einem Patienten belegt, das gesamte Personal arbeitet wegen des Corona mit sogenanntem Vollschutz.

Am Montag sollten Mitarbeiter und Patienten weiter auf das Coronavirus getestet werden. Die Ergebnisse wurden für den Abend erwartet. Danach sollte laut Stadt über weitere Schritte entschieden werden.

Update, 30. März, 9.50 Uhr: Unbekannte Täter sind am Wochenende in eine Kindertagesstätte in Algermissen im Landkreis Hildesheim eingebrochen. Sie entwendeten Desinfektionsmittel und Bastelwerkzeug, teilte die Polizei mit. Den Angaben zufolge verschafften sich die Täter Zugang zur Kita, indem sie ein Fenster gewaltsam aufhebelten. Der geschätzte Schaden beträgt laut Polizei rund 300 Euro.

Update, 17.10 Uhr: Das Land Niedersachsen meldet am Sonntag erneut steigende Fallzahlen in Bezug auf Corona-Infizierte. Demnach sind aktuell 3783 Menschen in Niedersachsen an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt. Das entspricht einem Plus von 300 Infizierten zum Vortag.

Update, 29. März, 11 Uhr: Restaurants und Caterer in Teilen Niedersachsens kochen in der Corona-Krise unentgeltlich für Helfer und Bedürftige. Die Aufforderung laute immer: „Macht eure Kühlhäuser leer. Was habt ihr noch - was muss weg?“, sagte der Göttinger Gastronom Peter Goldmann. Ein Verein, der soziale Projekte betreut, verteile das Essen an Menschen, die Unterstützung brauchen. In Hannover spendete das Catering-Unternehmen Gastrotrends Hagedorn 1000 Mahlzeiten über den hauseigenen Lieferdienst für Helfer in der Corona-Pandemie. Ziel sei, Partner zu gewinnen, um mit gespendeten Waren zu kochen.

Restaurants kochen während der Corona-Pandemie für Helfer und Bedürftige.

Niedersachsen meldet steigende Corona-Todesfälle

Update, 14.50 Uhr: Am Samstagnachmittag meldet das Land Niedersachsen einen Anstieg der Corona-Infizierten auf 3483 Fälle. Das entspricht einem Plus von 308 Covid-19-Erkrankten zum Vortag. Nun bestätigt das Land 21 Todesfälle aufgrund des Coronavirus in Niedersachsen. (lmr)

Update, 14.10 Uhr: Die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Niedersachsen steigt an. Laut RKI sind es 12 Menschen (Stand: 27. März, mittags). Nach Angaben der dpa hat die Stadt Wolfsburg am Freitagabend mitgeteilt, dass es dort acht weitere Todesopfer zu verzeichnen gibt. Damit steigt die Gesamtzahl der Corona-Toten in Niedersachsen auf 20. (lmr)

Update, 28. März, 12.15 Uhr: Am ersten Wochenende mit Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus will die Polizei in Niedersachsen präsent sein. „Die Leute werden bei dem guten Wetter wahrscheinlich vermehrt nach draußen gehen wollen, das kalkulieren wir bei der Lagebetrachtung mit ein“, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD). Er rufe alle dazu auf, sich an die bekannten Regeln zu halten. „Nur so kann es uns gelingen, den Anstieg der Infektionen zu bremsen.“

Die Polizei sei gut aufgestellt und wolle für die Menschen präsent und ansprechbar sein. „Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Menschen sich zum weit überwiegenden Teil an die Regeln halten. In Fällen, in denen das nicht der Fall war, ist die Polizei eingeschritten“, so Pistorius. Derzeit sind bundesweit Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten. Ausgenommen sind Angehörige, die im eigenen Haushalt leben.

Kontaktverbot dämmt Anstieg neuer Corona-Infektionen

Update, 18.45 Uhr: Die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Epidemie haben in Niedersachsen den Anstieg neuer Infektionen gebremst. Die Fallzahlen verdoppelten sich nur noch alle viereinhalb bis fünf Tage statt wie in der vergangenen Woche alle zweieinhalb bis drei Tage, sagte der Krisenmanager der Landesregierung, Heiger Scholz, am Freitag in Hannover. „Von daher ist die Politik, die wir gemacht haben, den Anstieg zu brechen richtig, aber noch nicht erfolgreich genug, das muss man ganz deutlich sagen.“ An Lockerungen der Maßnahmen sei noch nicht zu denken.

Update, 15.05 Uhr: Die Corona-Pandemie greift in Niedersachsen weiter um sich. Das Landesgesundheitsamt hat die aktuellen Zahlen - Stand: 27. März, 13.30 Uhr - veröffentlicht. Demnach sind 3175 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bislang bestätigt worden. Das ist ein Anstieg von 449 Infizierten im Vergleich zum Vortag. Elf Menschen sind an den Folgen der Coronavirus-Erkrankung in Niedersachsen gestorben. (jdw)  

Update, 14.37 Uhr: Die Entscheidung in Niedersachsen ist gefallen. Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie im Land werden die Abi-Prüfungen verschoben. Das gab am Freitagnachmittag Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) bekannt. Es gilt ein neuer Fahrplan: Der erste Haupttermin der schriftlichen Abschlussprüfungen ist nun der 11. Mai 2020. Die ersten mündlichen Prüfungen sollen am 3. Juni stattfinden.

Die Polizei wird am ersten Wochenende mit Ausgangsbeschränkungen Präsenz zeigen.

Corona-Krise in Niedersachsen: Schulstart frühestens am 20. April

Die Notenvergabe und die Ausgabe der Abschlusszeugnisse sei sichergestellt, erklärte Tonne in der Pressekonferenz in Hannover. Die Kultusminister aller Bundesländer wären sich einig geworden. Einheitlicher Schulstart ist im Moment der 20. April.

Falls die Abi-Prüfungen in Niedersachsen auch nicht nach dem neuen Fahrplan durchgeführt werden können, werde es in diesem Schuljahr keine Abschlussprüfungen geben können, so der Kultusminister. Dennoch gebe es Abschlüsse, die aus den bislang erbrachten Leistungen ergeben würden. (jdw)

Update, 14.15 Uhr: Werden die Abi-Prüfungen wegen der Corona-Krise in Niedersachsen verschoben? Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) will ab 14.30 Uhr darüber informieren. Laut eines ersten Medienberichts sollen die Prüfungen verschoben werden, bestätigt ist dies aber noch nicht. (jdw)

Corona in Niedersachsen: Häftlinge nähen Atemschutzmasken

Update, 13.15 Uhr: Tolle Aktion in der Corona-Krise: Angesichts knapper Atemschutzmasken sollen Häftlinge in Niedersachsen aushelfen und Masken herstellen. Die Nähereien zweier Justizvollzugsanstalten hätten ihre Produktion umgestellt und Nähmaschinen umgerüstet, teilte das niedersächsische Justizministerium am Freitag mit. Schon im Laufe der kommenden Tage sollten etwa 8500 Masken genäht werden. „Auch Gefangene wollen etwas tun, um in dieser Krise ihren Beitrag zu leisten. Das Nähen von Schutzmasken ist eine gute Gelegenheit“, sagte Justizministerin Barbara Havliza (CDU).

Corona-Krise in Niedersachsen: JVAs verkaufen Schutzmasken

Nach Angaben des Ministeriums hat die Justizvollzugsanstalt für Frauen in Vechta eigens einen Nähsaal eingerichtet. Genäht würden die Schutzmasken im Auftrag der Caritas. Bei voller Auslastung könnten bis zu 15 Gefangene mitarbeiten, 470 Meter geeigneter Stoff seien bereits geliefert worden. Die Mindestabstände untereinander sollten gewahrt bleiben. Die Masken würden über die Caritas an Krankenhäuser, Kliniken und Arztpraxen verkauft. Außerdem sollen in der JVA Uelzen Schutzmasken genäht werden - dazu solle es eine Kooperation mit einem Zulieferer der Medizinischen Hochschule Hannover geben. (dpa)

Update, 27. März, 8.20 Uhr: Noch steigt die Zahl der Corona-Infektionen in Niedersachsen täglich stark an. Innenminister Boris Pistorius (SPD) will die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens allerdings so schnell es geht wieder aufheben. In einem Interview sagte er: „Ich verspreche: Sobald es irgendwie geht, werden wir die Beschränkungen wieder schrittweise aufheben.“ In den letzten Tagen hielten sich die Menschen an die Auflagen. Die Polizei müsse sehr selten einschreiten, so der Innenminister weiter. (dpa/jdw)

Autobahntankstellen in Niedersachsen auch in der Corona-Krise geöffnet

Update, 19.35 Uhr: Auch wenn die Corona-Pandemie das öffentliche Leben in Niedersachsen massiv einschränkt, ist die Grundversorgung der Lastwagen-Fahrer an den Autobahnen weiterhin gesichert, teilt das niedersächsische Verkehrsministerium mit. So seien die Tankstellen auf den Rastanlagen des Betreibers „Tank&Rast“ wie gewohnt geöffnet. Die Restaurants sind allerdings geschlossen. Eine Versorgung mit Snacks werde rund um die Uhr im Tankstellenbereich gewährleistet. Die „Sanifair“-Toiletten sind ab sofort kostenlos nutzbar, um eine ausreichende Handhygiene zu ermöglichen. Auch die Duschen für die Fernfahrer seien laut Ministerium frei zugänglich.

Hannover Messe fällt wegen des Coronavirus aus

Update, 16.50 Uhr: Die Hannover Messe als größte Industriemesse der Welt fällt dieses Jahr wegen des Coronavirus aus. Einreisebeschränkungen, Kontaktverbote und eine Verfügung der Region Hannover machten die Ausrichtung unmöglich, teilte die Deutsche Messe am Donnerstag mit. Vor drei Wochen war die ursprünglich für Ende April geplante Messe bereits auf Mitte Juli verschoben worden. Nun findet das Branchentreffen, für das rund 6000 Aussteller aus 70 Ländern angekündigt waren, erst 2021 wieder statt.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sagte, die Absage der Hannover Messe sei „leider alternativlos“. Angesichts der Corona-Krise sei es "mehr als unwahrscheinlich" gewesen, dass insbesondere Aussteller aus den besonders von dem Virus betroffenen Ländern Italien, USA und China in diesem Sommer nach Hannover gekommen wären.

Auch die IT-Messe Twenty2X in Hannover, die dieses Jahr ihre Premiere feiern sollte, wurde abgesagt. Sie war zunächst von März auf Ende Juni verschoben worden, dieser Termin ließ sich jetzt aber nicht mehr halten. Die Premiere findet nun erst am 9. bis 11. März 2021 statt.

Update, 15.10 Uhr: Der Erreger Sars-CoV-2 breitet sich in Niedersachsen weiter aus. Wie vom Robert-Koch-Institut erwartet, steigt die Zahl der Infektionen weiter massiv an. Wie das Landesgesundheitsamt am Donnerstagnachmittag meldet, sind inzwischen 2726 Covid-19-Fälle bestätigt. Das sind 413 Infizierte mehr als einen Tag zuvor. Am Mittwoch war der Anstieg mit 242 Neuinfektionen noch deutlich geringer ausgefallen. Schwerpunkte sind die Region Hannover mit 443 Fällen, sowie die Stadt und der Landkreis Osnabrück mit 138 bzw. 159 Corona-Infektionen. Bislang sind zehn Personen an dem Virus gestorben. (jdw)

In Niedersachsen sind inzwischen wiederum 201 Corona-Erkrankte wieder genesen. „Das ist eine Zahl, die uns Hoffnung geben soll“, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Donnerstag in Hannover. Sie rief die genesenen Patienten auf, sich bei der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) für die Entwicklung einer antikörperbasierten Therapie zu melden. Dort wird an einer solchen gearbeitet. (dpa)

Bringt die Corona-Pandemie die Abi-Prüfungen in Niedersachsen in Gefahr?

Update, 14 Uhr: Rund drei Wochen vor den ersten Abiturprüfungen in Niedersachsen ist weiter unklar, ob der Zeitplan angesichts der Corona-Krise eingehalten werden kann. Das Land Niedersachsen will erst bis Freitag über eine mögliche Verschiebung entscheiden. Das sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) im Landtag in Hannover. (dpa)

Update, 26. März, 12 Uhr: Die Corona-Pandemie in Niedersachsen hat zwei neue Todesopfer gefordert. Die Region Hannover berichtete am Donnerstag von zwei Opfern im Alter von 86 und 89 Jahren. Die Frau und der Mann seien am Mittwoch in Krankenhäusern gestorben. Ob sie weitere Vorerkrankungen hatten, blieb offen. Insgesamt beklagt Niedersachsen nun zehn Corona-Opfer. (dpa/jdw)

Corona-Krise in Niedersachsen: Pandemie steht am Anfang

Update, 15.30 Uhr: Deutschland stehe weiterhin am Anfang der Corona-Pandemie, hieß es am Morgen von Professor Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts in Berlin. Deshalb steigt die Zahl der Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 auch in Niedersachsen kontinuierlich an. Das Landesgesundheitsamt meldete am Mittwoch, 13 Uhr, eine deutliche Zunahme an Fällen - plus 242 innerhalb eines Tages. Insgesamt sind 2313 Personen an Covid-19 erkrankt. Acht Menschen sind bereits gestorben, 83 Menschen sind bereits wieder genesen in Niedersachsen.

Corona-Krise: Die Entscheidung über die Durchführung der Abi-Prüfungen in Niedersachsen ist gefallen.

Einige Landkreise in Niedersachsen meldeten keine Neuerkrankungen, darunter auch der Landkreis Verden oder der Landkreis Osterholz. Die meisten Corona-Neuinfektionen hatte die Region Hannover zu verzeichnen. Dort gab es 64 neue Fälle, insgesamt sind nun 443 Menschen in der Region erkrankt. (jdw)

Corona in Niedersachsen: Landesregierung bringt Wirtschaftshilfen auf den Weg

Update, 25. März, 9.35 Uhr: Weiterhin steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen an. Während das Gesundheitsministerium in Hannover am Dienstagnachmittag 2071 bestätigte Fälle verkündete, stieg die Zahl laut Robert-Koch-Institut bis um Mitternacht auf 2140 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2. Todesfälle sind bislang sieben von den Behörden registriert worden. (jdw)

Update, 17.55 Uhr: Als eines der ersten Bundesländer geht Niedersachsen in der Corona-Krise mit einem Landeshilfsprogramm für die Wirtschaft an den Start. Sobald der Landtag am Mittwoch grünes Licht für das 4,4 Milliarden-Euro-Hilfspaket gegeben hat, können Kredite und Zuschüsse bei der niedersächsischen Förderbank, der NBank, online beantragt werden. Bereits am Nachmittag solle das Antragsverfahren starten, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) am Dienstag. Unternehmen sollten binnen weniger Tage eine Antwort auf ihren Antrag erhalten.

„Liquiditätssicherung für kleine Unternehmen“ startet

Das Zuschussprogramm „Liquiditätssicherung für kleine Unternehmen“ richtet sich an Firmen und Selbstständige mit bis zu 49 Beschäftigten, die sich aufgrund der Corona-Krise in einer existenziellen Notlage befinden. Die Zuschüsse sind gestaffelt: bis 5 Beschäftigte gibt es 3000 Euro, bis 10 Beschäftigte 5000 Euro, bis 30 Beschäftigte 10.000 Euro und bis 49 Beschäftigte 20.000 Euro. Für dieses Programm sind vorläufig 100 Millionen Euro vorgesehen. Eine Hausbank ist dafür nicht notwendig. „Als Land wollen wir die niedersächsische Wirtschaft nicht in Stich lassen“, sagte Althusmann. „Wir wollen möglichst viele Arbeitsplätze in diesem Bundesland erhalten.“

Wegen der Corona-Pandemie: Soyeon Schröder-Kim (49), Ehefrau des Altkanzlers Gerhard Schröder, trägt beim Einkaufen oder Spazierengehen einen Mundschutz. Laut Experten hilft der Mundschutz im Alltag höchstens bedingt vor einer Ansteckung. Erkrankte können aber so andere Menschen vor einer Ansteckung schützen.

Update, 15.15 Uhr: Am Nachmittag gibt es nach Angaben des Landes Niedersachsen 2071 bestätigte Corona-Fälle. Damit ist die Zahl um 292 Infizierte gestiegen.

Update, 13.15 Uhr: Mit dem Einkauf und der Verteilung von Lebensmitteln unterstützt die Bundeswehr in der Corona-Krise die Bevölkerung in Wilhelmshaven. Zwölf Soldaten stehen dafür im Schichtdienst bereit, wie ein Marinesprecher am Dienstag auf Anfrage sagte. Die Soldaten kaufen in Supermärkten ein und verteilen die Lebensmittel dann in sechs Autos an Menschen, die sich nicht selbst versorgen könnten. Wer Bedarf hat, kann sich seit Montag an eine Hotline der Stadt wenden. 

Bisher seien drei ältere Menschen versorgt worden, sagte der Marinesprecher. Am Dienstag habe es zunächst keine neuen Anfragen gegeben. Zumindest in Niedersachsen gibt es den Angaben zufolge keine vergleichbaren Aktionen mit Beteiligung der Bundeswehr.

Rossmann hat trotz Corona-Krise viel zu tun

Update, 24. März, 8.20 Uhr:Bei der Drogeriemarktkette Rossmann haben die Beschäftigten auch nach Beginn der bundesweiten Kontaktverbot alle Hände voll zu tun. In der ganzen Branche würden die Mitarbeiter „unermüdlich anpacken“. Aber sie seien auch „Ängsten der Kunden ausgesetzt, was vereinzelt zu Überreaktionen führt“, hieß es.

In Zeiten von Corona gibt es nach wie vor Berichte über Verbraucher, die deutlich mehr kaufen, als sie selbst bei moderater Lagerhaltung benötigen. Manche Händler erheben inzwischen Zusatzbeträge etwa auf mehrere Packungen Toilettenpapier. Rossmann erklärte: „In einigen Filialen haben wir bereits vermehrt Sicherheitskräfte im Einsatz. Diese unterstützen sowohl bei der Steuerung des Zutritts sowie der Vermeidung von Warteschlagen als auch beim Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen.“

Von den Standorten gebe es jedoch auch „viel positives Feedback“ zum Verhalten der Kunden während der Corona-Krise. Man habe sie nochmals auf die Abstandsregeln hingewiesen. Das Unternehmen aus Burgwedel mit Tausenden Filialen hatte einen Krisenplan aktiviert, um die Versorgung sicherzustellen.

Rossmann hat trotz der Corona-Krise alle Hände voll zu tun.

Fahrgäste verlassen Norderney aufgrund der Corona-Pandemie

Update, 18.45 Uhr: Das Coronavirus-bedingte Verbot von Touristen auf der Nordseeinsel Norderney ist vollständig durchgesetzt. Die letzten Feriengäste seien wie vorgesehen am Sonntag abgereist, sagte Bürgermeister Frank Ulrichs (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. Ab Montag hätten deswegen Strafen verhängt werden können. „Dieses Risiko ist niemand eingegangen“, sagte Ulrichs. Auch die 26 auswärtigen Polizisten, die die Durchsetzung der Corona-Verfügung kontrollieren sollten, verließen Berichten von der Insel zufolge Norderney am Montag.

Die Ferieninsel ist selbst von mehreren Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus betroffen. In der Corona-Pandemie hatte der Landkreis Aurich verfügt, dass die Feriengäste nicht erst bis Mittwoch, sondern bis Sonntag abreisen müssen. Auf der größten ostfriesischen Insel Borkum, die zum Kreis Leer gehört, haben die Touristen bis Mittwoch Zeit mit der Rückreise.

Bewohner dürfen Nordsee-Inseln wegen Corona nur ausnahmsweise verlassen

Wegen der Infektionen dürfen auch die Bewohner von Norderney, Juist und Baltrum nur noch in Ausnahmefällen aufs Festland übersetzen. Dieses Verbot stoße bei den Insulanern auf Akzeptanz, aber auch auf Betroffenheit, sagte Ulrichs. „Im Augenblick muss man sich halt miteinander arrangieren.“ Die Menschen seien gewohnt, einander zu helfen. Als ein Problem nannte er viele verwaiste Baustellen auf Norderney. Auch die Handwerker dürften vom Festland nicht mehr auf die Insel.

Update, 17.55 Uhr: In Niedersachsen sind wegen der Corona-Krise die Baumärkte ab Montag für Privatpersonen geschlossen. Gewerbetreibende können gegen die Vorlage eines entsprechenden Nachweises aber weiterhin und trotz des Coronavirus unter Einhaltung von ausreichend Abstand zu anderen Personen einkaufen.

Auch Handwerker und Dienstleister, die durch Terminabsprachen mit ihren Kunden sicherstellen, dass sich keine Gruppen in ihren Räumlichkeiten aufhalten, können weiterhin ihrer Arbeit nachgehen.

Update, 15.40 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in Niedersachsen ist auch von Sonntag auf Montag deutlich angestiegen. Das Landesgesundheitsamt meldet 1779 bestätige Coronavirus-Fälle - plus 193 Infizierte innerhalb von 24 Stunden (Stand 23. März, 14 Uhr). Sechs Personen seien an den Folgen einer Sars-CoV-2-Infektion inzwischen gestorben.

Die Polizei in Niedersachsen hat am Montag damit begonnen, das Kontaktverbot und weitere verschärfte Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu kontrollieren. „Wie in den letzten Tagen auch sind wir heute mit erhöhter Präsenz unterwegs“, sagte eine Sprecherin der Polizei Hannover am Montag. Auch in Kommunen wie Oldenburg, Braunschweig, Goslar oder Göttingen werden die am Sonntag beschlossenen Regelungen kontrolliert, ergab eine Nachfrage bei den jeweiligen Sprecherinnen und Sprechern. (jdw/dpa)

Mit einem umfassenden Kontaktverbot soll die Coronavirus-Ausbreitung in Niedersachsen verlangsamt werden. 

Corona-Krise in Niedersachsen: Polizei kontrolliert Kontaktverbot

Update, 23. März, 8 Uhr: Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ist das von Bund und Ländern beschlossene Kontaktverbot nun auch in Niedersachsen inkraftgetreten. Ab Montag gehe die Polizei überall im Land herum und sorge dafür, dass die Menschen sich auch wirklich trennten, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in der Fernsehsendung „Hallo Niedersachsen“ im NDR. Und weiter sagte er: „Es wird jetzt drauf ankommen, dass wir drei, vier Wochen ganz diszipliniert sind.“ Wenn das gelinge, gebe es eine gute Chance, mit Corona fertig zu werden.

In Niedersachsen sind im Moment 1586 Corona-Infektionen bestätigt worden (Stand: Sonntag, 14 Uhr). Das Landesgesundheitsamt hat bislang vier Todesfälle gemeldet. (dpa/jdw)

Coronavirus in Niedersachsen: Freiheit der Menschen wird weiter eingeschränkt

Update, 18.50 Uhr: Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Kontaktverbot zur Eindämmung der Corona-Pandemie verkündet hat, meldet sich nun auch Niedersachsen-Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zu Wort. „Ich bin mir bewusst, dass diese weiteren Verschärfungen die Freiheit der Menschen in Niedersachsen stark einschränken“, sagte er am Sonntagabend. „Sie sind aber notwendig, die Lage ist sehr ernst. Wir müssen alle miteinander alles dafür tun, dass möglichst wenige Menschen infolge des Coronavirus sterben.“

Bundesweit werden Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten. Ausgenommen sind Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Schließen müssen zudem alle Restaurants sowie Dienstleistungsbetriebe mit enger körperlicher Nähe wie Friseure, Massagepraxen oder Kosmetikstudios. Die verschärften Regeln sollen für mindestens zwei Wochen gelten. In Niedersachsen gelten die zuvor beschlossenen Maßnahmen bis einschließlich 18. April. (jdw/dpa)

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) trägt den Entschluss des Coronavirus-Gipfels mit der Bundesregierung mit.

Corona-Krise in Niedersachsen: Kontaktverbot beschlossen

Update, 16.50 Uhr: Der Corona-Krisengipfel zwischen der Bundesregierung und den Bundesländer hat neue Ergebnisse hervorgebracht. So ist ein umfangreiches Kontaktverbot beschlossen worden - dies gilt auch für Niedersachsen. Das Kontaktverbot bedeutet, dass Menschenansammlungen von mehr als zwei Personen nicht mehr zulässig sind. Ausgenommen sind zum Beispiel Familien, Lebenspartner und Personen, die in einem Haushalt zusammenleben. 

Dies bestätigte inzwischen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) während einer Pressekonferenz. Eine Ausgangssperre sei nicht das richtige Mittel, so Laschet weiter. Das Kontaktverbot soll Infektionsketten unterbrechen. In NRW wird die Verordnung noch am Sonntag erlassen und gilt bis einschließlich 19. April. Wann Niedersachsen nachzieht, ist noch unklar. (jdw)

Coronavirus in Niedersachsen: Zahl der Infektionen steigt weiter

Update, 14.55 Uhr: Auch von Samstag auf Sonntag ist der Zahl der Corona-Infizierten in Niedersachsen deutlich angestiegen. Das Landesgesundheitsamt meldet aktuell 1586 Personen, die sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert haben (Stand: 22. März, 14 Uhr). Das ist ein Plus von 134 Fällen im Vergleich zu den Zahlen des Vortages. Am schwersten betroffen ist die Region Hannover mit 341 Corona-Fällen (plus 31). Dort sind am Freitag zwei Senioren an der Erkrankung gestorben. Insgesamt zählt Niedersachsen im Moment vier Todesfälle. (jdw)

Corona-Krise in Niedersachsen: Krankenhäuser brauchen dringend Hilfe

Update, 22. März, 10.50 Uhr: Die Krankenhäuser in Niedersachsen fühlen sich in der Corona-Krise im Stich gelassen und werfen der Bundesregierung Wortbruch vor. „Wir sind fassungslos und empört“, sagte der Vorsitzende der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG), Hans-Heinrich Aldag, am Sonntag. Der am Samstag vorgelegte Gesetzentwurf breche das gegebene Versprechen, die Krankenhäuser nicht auf den Kosten sitzen zu lassen. Es werde zudem kein einziger Euro für die hohen Mehrkosten für die persönliche Schutzausrüstung der Mitarbeiter als Finanzierungspauschale bereitgestellt. Gegen den Entwurf protestieren Kliniken bundesweit. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte daraufhin am Samstagabend Nachbesserungen an.

Auch der Verband der Privatkliniken Niedersachsen und Bremen nennt den Gesetzentwurf „ein Desaster“. Derzeit setzten Rehabilitationskliniken nicht dringend notwendige Behandlungen aus oder brechen sie sogar ab, um Kapazitäten für Covid-19-Patienten zu schaffen. „Viele Kliniken werden aufgrund dieser Rahmenbedingungen zumindest Kurzarbeit beantragen müssen, betriebsbedingte Kündigungen und schließlich Insolvenzen sind zu erwarten“, kritisierte Verbandsgeschäftsführer Detlef Bätz.

Das Coronavirus breitet sich in Niedersachsen weiter aus. Krankenhäuser fühlen sich im Stich gelassen.

Update, 17.50 Uhr: In Niedersachsen gibt es ein drittes Corona-Todesopfer. Im Landkreis Harburg starb in der Nacht zum Samstag ein 87-Jähriger, der nach Angaben des Landkreises eine Vorerkrankung hatte und seit einigen Tagen in einem Krankenhaus behandelt wurde. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Erste Todesopfer in der Region Hannover

Update, 16 Uhr: Niedersachsen meldet die ersten zwei Todesfälle nach einer Coronavirus-Infektion. Zwei Männer im Alter von 70 und 84 Jahren seien am Freitag gestorben, sagte eine Sprecherin der Region Hannover am Samstag. 

Ob bei den Männern auch andere Krankheitssymptome vorlagen und wie lange sie im Krankenhaus behandelt worden waren, ließ die Sprecherin offen. Weitere Informationen zu den ersten Corona-Todesopfern in Niedersachsen solle es am Samstag nicht geben. „Unsere Anteilnahme gilt den Angehörigen und den Freunden der beiden Verstorbenen“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau laut einer Mitteilung. (dpa/jdw)

Corona in Niedersachsen: 190 Neu-Infektionen gemeldet

Update, 15.15 Uhr: Das Land Niedersachsen hat neue Zahlen zur Coronavirus-Epidemie veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der Infektionen von Freitag bis Samstag, 14 Uhr, erneut stark gestiegen. Landesweit sind 190 Neu-Infektionen gemeldet worden - insgesamt haben sich nun bereits 1452 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt, meldet das Niedersächsische Landesgesundheitsamt. Den stärksten Anstieg hatte der Landkreis Emsland zu verzeichnen. Dort wurden 27 Neu-Fälle verzeichnet, nun sind 57 Corona-Infektionen im Landkreis registriert worden. (jdw)

Update, 21. März, 11 Uhr: Niedersachsens Landeskriminalamt (LKA) warnt vor Kriminellen, die aus der Corona-Krise Profit schlagen wollen. „Die Betrüger suchten nach Ängsten in der Bevölkerung“, sagte LKA-Sprecherin Katrin Gladitz der „Braunschweiger Zeitung“. „Corona löst derzeit natürlich die größten Sorgen aus. Die Betrüger sind kreativ.“

Coronavirus in Niedersachsen: LKA warnt vor Fakeshops und falschen Polizisten

So habe das LKA Niedersachsen einen Fakeshop im Internet im Blick, der angebliche Schutzmasken verkaufe. „Bisherige Kontaktaufnahmen zum Provider waren nicht erfolgreich“, erklärte Gladitz. Ebenso warnt das LKA Niedersachsen vor falschen Polizisten: „Die Täter geben vor, von der Polizei oder vom Gesundheitsamt zu sein. Man müsse angeblich einen Abstrich machen oder man werde angeblich unter Quarantäne gestellt“, berichtete die LKA-Sprecherin. Echte Mitarbeiter der Gesundheitsämter und auch Polizisten würden sich ausweisen, stellte Gladitz klar.

Schon das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte vor Betrügern gewarnt, die Schutzanzüge und Mundschutz tragen und versuchen, sich Zutritt zu Häusern und Wohnungen zu verschaffen. Sie sollen unter anderem im Landkreis Nienburg unterwegs gewesen sein. (dpa)

Die Corona-Krise wird von Betrügern ausgenutzt. Das LKA Niedersachsen warnt nun vor falschen Polizisten.

Corona trifft Spargel: Wie wird die Saison laufen?

Update, 18.40 Uhr: Kurz vor Beginn der Spargelsaison droht den Landwirten in Niedersachsen ein Ausfall der Erntehelfer. Wegen der Corona-Krise gelingt es den Betrieben derzeit nicht, Arbeitskräfte aus Polen und anderen osteuropäischen Ländern zu bekommen. 

„Wir laufen auf eine bedrohliche Situation zu“, sagte Landvolk-Vizepräsident Ulrich Löhr. Große Teile der Ernte müssten womöglich auf den Feldern liegen bleiben. In den vergangenen Jahren hätten sich die Betriebe immer mehr vor allem auf osteuropäische Saisonarbeitskräfte verlassen, die bei der Spargel- und Erdbeerernte eingesetzt werden.

„Es ist schwierig, die Erntehelfer werden nicht in voller Stärke anreisen“, sagte eine Sprecherin des Spargelhofs Thiermann in Kirchdorf (Kreis Diepholz). Die Angst, sich in Deutschland mit dem Coronavirus anzustecken, sei groß. Das Unternehmen gehe davon aus, in diesem Jahr nicht auf allen Flächen ernten zu können.

Der Alfken-Hof in Groß Köhren (Landkreis Oldenburg) komme nach eigener Aussagen mit den bereits vorhandenen Erntehelfern bis Mitte oder Ende April gut hin. Wenn dann aber die Beeren-Saison noch dazu kommt würde es auch da eng werden. (dpa/lmr)

Die Spargelsaison in Niedersachsen soll bald starten. Die Corona-Krise stellt die Betriebe vor enorme Herausforderungen.

Corona in Niedersachsen: Zahl der Infizierten steigt wieder an

Update, 16.50 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten im Land Niedersachsen steigt weiterhin rasant an. Die Landesgesundheitsamt meldet am Freitag, 14 Uhr, 1262 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Das ist ein Plus von 281 Neu-Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Schwerpunkt ist die Region Hannover. Dort gibt es 304 Fälle - ein Plus von 106 Infektionen innerhalb eines Tages.

Bei einer Pressekonferenz der Landesregierung in Hannover sind weitere Zahlen zur Coronavirus-Epidemie in Niedersachsen genannt worden. So befinden sich rund 100 Corona-Infizierte zur Behandlung im Krankenhaus - etwa 20 davon werden beatmet, erklärte Claudia Schröder vom Corona-Krisenstab. Im Moment gebe es landesweit etwa 2600 Intensivplätze in den Krankenhäusern. Um auf steigende Fallzahlen vorbereitet zu sein, soll diese Anzahl stark erhöht werden, so Schröder weiter. Alle geplanten Operationen sind deshalb untersagt worden.

Corona in Niedersachsen: Ministerpräsident nennt Hamster-Käufe „völlig überflüssig“

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ging auch auf die Hamster-Käufe im Land ein. Diese Käufe seien „völlig überflüssig“. Er verstehe diese Praxis absolut nicht. Der Handel melde bessere Umsätze als in der Woche vor Weihnachten. Das sei einfach nicht verständlich. Weil dankte dem Personal des Lebensmittelhandels, das unglaublich im Stress sei und wichtige Arbeit leiste. (jdw)

Update, 14.40 Uhr: Die Coronavirus-Epidemie hat weitere Auswirkungen auf das öffentliche Leben in Niedersachsen. Ab Samstag, 18 Uhr, bleiben Restaurants und weitere Gastro-Betriebe für Besucher geschlossen. Diese Regelung gelte bis auf Weiteres. Der Außerhaus-Verkauf ist jedoch weiter möglich, bekräftigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) auf einer Pressekonferenz. Zuvor hatte das Land Bremen die Schließung der Restaurants verkündet. (jdw)

Coronavirus in Niedersachsen: Touristen müssen Nordseeinseln früher verlassen

Update, 11.55 Uhr: Das Coronavirus verbreitet sich weiter und sorgt landesweit für massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Der Landkreis Diepholz hat nun verfügt, dass Menschenansammlungen von mehr als zehn Personen unter freiem Himmel vorerst verboten sind. Im Landkreis Verden hat das Corona-Testzentrum eine erste Bilanz vorgestellt. (jdw)

Update, 8.50 Uhr: Urlauber müssen den Landkreis Aurich und seine Nordseeinseln wegen der Ausbreitung des Coronavirus spätestens bis Sonntag verlassen - drei Tage früher als bisher geplant. Bislang sei der 25. März - der kommende Mittwoch - Stichtag für die Abreise gewesen, teilte der Landkreis am Freitag mit. Die Kreisverwaltung habe dies per Allgemeinverfügung angeordnet. Die neue Regelung gelte sowohl für die Inseln wie Juist und Norderney als auch für das Binnenland - und für Zweitwohnungsbesitzer. Wegen der Ausbreitung des Erregers seien schnellere Rückreisen nötig, um die Bevölkerung zu schützen.

Das Coronavirus zeigt Wirkung: Diese Einkaufspassage in Hannover ist wie leer gefegt. Nun werden Restaurants geschlossen.

Corona in Niedersachsen: Touristen verlassen Norderney und Juist nicht

Der Landkreis kritisierte zudem, dass die Rückreisebereitschaft bei den Urlaubern „nicht im erforderlichen Maße vorliegt“. So seien derzeit noch zahlreiche Feriengäste auf den Inseln - allein auf Norderney seien noch 4000 Touristen. Fährbetriebe durften wegen des Coronavirus schon niemanden mehr auf die Inseln transportieren. Das gilt jetzt auch für die private Beförderung mit Booten und Flugzeugen. Die Kapazitäten der Intensivmedizin auf den Inseln seien für eine große Urlauberzahl nicht ausgelegt.

Die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen hatten sich darauf verständigt, alle Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen zu sperren. Die Maßnahmen sind zunächst befristet bis zum 18. April.

Coronavirus in Niedersachsen: Nachbarn organisieren Hilfen in vielen Orten

Update, 20. März, 8.15 Uhr: In zahlreichen Orten in Niedersachsen organisieren sich die Menschen wegen der Corona-Krise untereinander - per Facebook, WhatsApp oder per E-Mail und Telefon. Während Behörden bei allgemeinen Fragen zum Coronavirus oder der Kinderbetreuung weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, planen die Nachbarn Einkaufshilfen oder führen die Hunde ihrer Nachbarn aus.

Nachbarschaftshilfen gibt es mittlerweile viele - finden kann man sie bei Facebook oder über Aushänge und Hinweise in örtlichen Medien.

Die Initiativen heißen „Solidarität statt Hamsterkäufe“ (Hannover), „Altkreis Rotenburg - Corona Nachbarschaftshilfe“ oder „Weyher helfen Weyhern“, berichtet kreiszeitung.de*. Allen Mitgliedern ist gemein, dass sie Risikopatienten und anderen Hilfspatienten in der Corona-Krise nicht alleine lassen wollen mit deren Nöten und Sorgen.

Coronavirus in Niedersachsen: Tui verlängert Reisestopp drastisch

Update, 20.10 Uhr: Mehrere Tourismusunternehmen verlängern den Reisestopp wegen der Corona-Pandemie. Branchenprimus Tui Deutschland sagte sämtliche Reisen bis zum 23. April ab. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, werde das weltweite Programm bis dahin „pausieren“. 

Kunden, deren gebuchte Reisen in die Osterferien gefallen wären, sollen entsprechend informiert werden. Es könne dabei aber noch zu zeitlichen Verzögerungen kommen, „da die Vielzahl der Reisebuchungen nach Abreisedatum bearbeitet werden“.

Das Unternehmen aus Hannover hatte zum Wochenbeginn alle Reisen bis zunächst 27. März ausgesetzt. Nun werden vier Wochen drangehängt. Der reguläre Flug-, Hotel- und Kreuzfahrtbetrieb ist inzwischen eingestellt - es gibt aber zahlreiche Heimflüge, mit denen sich Tui am Rückholprogramm der Bundesregierung beteiligt. Man arbeite „rund um die Uhr daran, alle Urlauber wieder sicher und zuverlässig nach Hause zu bringen“, sagte Geschäftsführer Marek Andryszak.

Alltours verlängerte den Stopp für Flugpauschalreisen und Trips aus dem Individualprogramm bis einschließlich 30. April 2020. Die Reisen würden kostenlos storniert, Kunden erhielten eine Bestätigung. Schauinsland-Reisen hängte eine Woche dran bis einschließlich 3. April. Für einige Zielgebiete würden Reisen auch über den 3. April hinaus abgesagt.

Coronavirus: Niedersachsen meldet 981 Neuinfektionen

Update, 16 Uhr: Die Corona-Krise hat Niedersachsen fest im Griff. Seit Dienstag sind Bars, Diskotheken und viele Geschäfte geschlossen, um die Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 zu verlangsamen. Die Läden des täglichen Bedarfs sind weiterhin geöffnet. Trotz dieser drastischer Maßnahmen steigt die Zahl der Neuinfektionen stark an. Das Land Niedersachsen meldet 981 bestätigte Corona-Fälle - Stand 19. März, 14 Uhr. Das bedeutet ein Plus von 241 Personen innerhalb von 24 Stunden. Am stärksten betroffen ist die Region Hannover mit 198 bestätigten Infektionen. Man richte sich inzwischen darauf ein, dass zunehmend Betroffene in Kliniken behandelt werden müssen, erklärte Expertin Claudia Schröder vom Gesundheitsministerium in Hannover.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat unterdessen vor einer drohenden Ausgangssperre wegen der Corona-Epidemie gewarnt, wenn die Disziplinlosigkeit angesichts verhängter Einschränkungen anhält. „Die Ausgangssperre wird kommen wenn klar ist, dass das alles nicht funktioniert“, sagte Pistorius am Donnerstag in Hannover. Hundertschaften der Bereitschaftspolizei würden nun mobilisiert, um die Beschränkungen für Versammlungen unter offenem Himmel und für die Gastronomie durchzusetzen. „Das ist keine Übung und das ist erst recht kein Spiel, das ist keine Gängelung von Politikern, die sich wichtig tun wollen.“ (jdw/dpa)

Das Coronavirus breitet sich in Niedersachsen rasant aus.

Coronavirus in Niedersachsen: Land sagt Abiturprüfungen nicht ab

Update, 19. März, 8 Uhr: Ob Nudeln oder Klopapier: Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hat die Bürger, dazu aufgerufen, trotz der Corona-Krise keine Hamsterkäufe zu tätigen. „Ich kann die Sorge vieler Menschen verstehen, ich bitte sie allerdings dringlich, mit Augenmaß einzukaufen. Das Bevorraten mit Lebensmitteln ist nicht notwendig. Selbst wenn die Regale mal leer sind, werden sie wieder aufgefüllt werden“, sagte der Minister der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Und: „Es hat auch etwas mit der Solidarität untereinander zu tun, sich jetzt nicht mit 100 Rollen Toilettenpapier und kiloweise Nudeln einzudecken.“

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) nennt Hamsterkäufe unnötig und betont: „Regale werden wieder aufgefüllt“.

Althusmann fügte hinzu, das Land werde alles unternehmen, um Ausgangssperren wegen Corona zu vermeiden. Sie seien das letzte Mittel. „Sollte die Infektionsdynamik sich weiter so beschleunigen wie bisher, müssen wir alle denkbaren Maßnahmen ergreifen“, sagte er aber auch.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Mittwochabend in ihrer Fernsehansprache zur Corona-Krise gesagt: „Hamstern, als werde es nie wieder etwas geben, ist sinnlos und letztlich vollkommen unsolidarisch.“

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich in der aktuellen Lage der Corona-Krise gegen Ausgangssperren ausgesprochen. „Wir sollten Ausgangssperren zum gegenwärtigen Zeitpunkt in Deutschland vermeiden“, sagte Weil den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Sofern die geltenden Einschränkungen konsequent eingehalten würden, brächte eine Ausgangssperre nach Ansicht von Experten keinen wesentlichen gesundheitlichen Zusatzeffekt, so Weil. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Zahl der Infektionen steigt stark an

Update, 19.20 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten steigt weiterhin an. Das Land Niedersachsen meldet am Abend 740 bestätigte Covid-19-Fällle. (lmr)

Abiturprüfungen sollen in Niedersachsen trotz des Coronavirus stattfinden.

Update, 17.45 Uhr: Anders als andere Bundesländer verschiebt Niedersachsen die Abiturprüfungen vorläufig nicht. Zurzeit sei keine Veränderung der vorgesehenen Termine geplant, teilte das Kultusministerium in Hannover am Mittwoch mit. Angesichts der Corona -Epidemie seien Änderungen an den Zeitplänen aber nicht auszuschließen. Das Ministerium bereite entsprechende Szenarien vor. Diese würden vor Start der Osterferien Ende kommender Woche entschieden und bekanntgegeben.

Die schriftlichen Abiturprüfungen beginnen planmäßig am 20. April mit dem Fach Geschichte und enden am 13. Mai mit den Fächern Sport und Informatik. Für eine mögliche Verschiebung kämen die bereits terminierten Nachschreibtermine vom 18. Mai bis zum 12. Juni in Betracht, hieß es vom Ministerium. Nach Mecklenburg-Vorpommern hatte auch Bayern angekündigt, wegen der derzeitigen Schulschließungen in der Coronakrise die Abiturprüfungen zu verschieben. (dpa)

Die Corona-Krise schränkt das Leben in Niedersachsen ein. Jetzt appelliert die Landesregierung an Touristen: „Bleiben Sie zu Hause.“

Update, 15.30 UhrNiedersachsen hat angesichts der Coronavirus-Epidemie Touristen und Ausflügler aufgerufen, dem Bundesland fernzubleiben. „Der Appell an Menschen in den Nachbarländern und den Niederlanden ist, bleiben Sie zu Hause“, sagte der Leiter des Krisenstabs der Landesregierung, Heiger Scholz, am Mittwoch in Hannover. Ein förmliches Verbot sei dabei aber weder praktikabel noch erforderlich. Ein neuer Erlass verbietet Hotels, Campingplätzen und allen übrigen - auch privaten - Zimmervermittlern in Niedersachsen ab Mittwoch das Vermieten von Quartieren an Touristen. (dpa)

Update, 10.15 Uhr: Das Coronavirus lähmt das öffentliche Leben in Niedersachsen. Gähnende Leere herrscht an Orten, wo sonst die Parkplätze gut gefüllt sind - so zum Beispiel im Outlet-Center Ochtum Park in Stuhr-Brinkum (Landkreis Diepholz). Unser Reporter fand ein besonderes Bild der Lage vor. (jdw)

Coronavirus in Niedersachsen: Hotels und Gaststätten in Existenz bedroht

Update, 18. März, 8.45 Uhr:Das Coronavirus breitet sich rasant in Niedersachsen aus. Hoteliers und Restaurantbetreiber warnen nun vor existenziellen Problemen für ihre Betriebe. „Für unser Gewerbe ist das eine Katastrophe, weil plötzlich nicht mehr die Umsätze ins Haus kommen, mit denen man gerechnet hat als Unternehmer. Die Kosten aber laufen weiter“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotels- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Niedersachsen, Rainer Balke, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) am Mittwoch. Insofern potenzierten sich die Probleme, die im Augenblick auf das Gastgewerbe zukämen.

Freie Sicht: Nur noch wenige Autos stehen auf dem Parkplatz des Ochtum Parks.

Balke bekräftigte seine Forderung, die Mehrwertsteuer für die Gastronomie komplett auf sieben Prozent zu senken: „Es wäre in dieser Situation eine vertrauensbildende Maßnahme in Richtung Gastgewerbe. Wir sind nachweislich die Branche, die im Augenblick am meisten leidet.“ Seit Februar seien die Geschäfte massiv eingebrochen. Erst im Geschäftsreiseverkehr und dann auch im privaten Sektor. Für viele entstünden schon Ende März dicke finanzielle Probleme, für andere spätestens Ende April. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Drastischer Anstieg an Infektionen

Update, 18.30 Uhr: Das Land Niedersachsen meldet am Dienstagabend einen deutlichen Anstieg an Corona-Infizierten. Die Zahl ist vom Vortag um 175 auf 563 bestätigte Fälle gestiegen.

Update, 14.20 UhrTausende Urlauber haben die ostfriesischen Inseln am Montag nach der angeordneten Sperrung wegen des Coronavirus verlassen. Rund 3000 Menschen nahmen Fähren von Norderney ans Festland sowie etwa 500 Leute von Juist, wie die Reederei Norden-Frisia am Dienstag mitteilte. 

Coronavirus in Niedersachsen: Desaster für ostfriesische Inseln

Von Langeoog traten laut Bürgermeisterin Heike Horn (parteilos) rund 700 Gäste die Rückreise an. Maximal 300 Menschen hätten dabei eine Fähre besteigen dürfen, um genügend Abstand zueinander halten zu können. „Wir gehen davon aus, dass heute um die 600 Gäste die Insel verlassen“, sagte sie. „Bis Donnerstag dann noch jeweils 300 und dann dürfte das langsam auslaufen.“

Wangerooge verließen wegen der drastischen Maßnahmen von Niedersachsen zur Eindämmung des Coronavirus laut Rathaus am ersten Tag nach der Ankündigung rund 360 Gäste von insgesamt 1000. Von Spiekeroog und Baltrum wurden weitere rund 600 Touristen zum Teil mit Zusatzfähren ans Festland gebracht. „Das ist eine desaströse Situation für alle auf der Insel“, sagte Langeoogs Bürgermeisterin Horn mit Blick auf die Osterferien, wenn eigentlich zahlreiche Touristen kommen. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Volkswagen setzt Produktion aus

Update, 9.30 Uhr: Die Corona-Krise hat längst die Wirtschaft in Niedersachsen und Bremen erreicht. Jetzt zieht der Volkswagen-Konzern aus Wolfsburg Konsequenzen. In zahlreichen Werken in Europa soll die VW-Produktion für zwei bis drei Wochen ausgesetzt werden. Diese Maßnahme soll kommenden Freitag umgesetzt werden. (jdw)

Die Corona-Krise hat nun auch Volkswagen erfasst. Der Konzern aus Wolfsburg will die Produktion aussetzen.

Update, 17. März, 7.30 Uhr: Zur Bewältigung der Coronavirus-Epidemie sind die Maßnahmen der Landesregierung Niedersachsen inkraftgetreten. Ab sofort sind zahlreiche Geschäfte, Bars und Diskotheken bis einschließlich 18. April geschlossen. Offen bleiben unter anderem Supermärkte, Drogerien, Apotheken, Wochenmärkte und weitere Geschäfte des täglichen Bedarfs. (jdw)

Coronavirus in Niedersachsen: Drastische Maßnahmen bundesweit

Zusammenfassung, 16. März: Während der Pressekonferenz zur Corona-Krise in Niedersachsen haben Innenminister Stephan Weil und Gesundheitsministerin Carola Reimann ein Maßnahmenpaket zur Eindämmung des Coronavirus vorgestellt. Dieses Paket beinhaltet zum einen, dass alle Händler, die nichts für den täglichen Bedarf anbieten, ab Dienstagmorgen, 6 Uhr, geschlossen haben werden. Apotheken, Supermärkte und Wochenmärkte werden weiterhin offen sein.

Gesundheitsministerin Carola Reimann und Ministerpräsident Stephan Weil berichten Aktuelles zur Corona-Krise.

Auch Restaurants seien weiterhin erreichbar - allerdings nur zu bestimmten Zeiten. Laut Weil sollen sie zwischen 6 und 18 Uhr geöffnet haben dürfen. Und dann auch nur unter speziellen Auflagen - so muss zum Beispiel ein Abstand zwischen den Tischen gesichert sein. Des weiteren ist das Benutzen von Spielplätzen untersagt. Um die Lebensmittelversorgung von privaten Haushalten aufrecht zu erhalten, soll das Sonntagsverkaufsverbot aufgehoben werden. 

Diese Erlässe gelten vorerst bis zum 18. April. Nach Ostern wollen die Minister die Corona-Krise in Deutschland neu bewerten.

Coronavirus in Niedersachsen: Erlasse gelten ab Dienstag, 6 Uhr

17.41 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

17.40 Uhr: Das Maßnahmenpaket werde in verschiedene Erlasse unterteilt. Alle Schließungen gelten ab Dienstagmorgen 6 Uhr. Auch Osterfeuer werden abgesagt. Bei zum Beispiel VW-Fließband-Arbeit oder Call-Center-Arbeit seien laut Weil „zur Stunde“ keine Einschränkungen vorgesehen. Beim Eingreifen in solche Ketten seien die Folgen nicht absehbar.

17.38 Uhr: Zu einer Aufschlüsselung der bestätigten Corona-Fälle sagt Carola Reimann: „Es gibt relativ wenig Fälle, die im Krankenhaus behandelt werden müssen.“ Sie schätzt eine Handvoll.

17.34 Uhr: Reimann meldet auch erste Genesungen. Einige Patienten hätten die Infektion bereits überwunden.

Das Coronavirus breitet sich in Niedersachsen weiter aus. Krankenhäuser fühlen sich im Stich gelassen.

17.33 Uhr: Das Coronavirus sei nach wie vor nachverfolgbar. Die Arbeit der Gesundheitsämter hätte dazu geführt, dass sich die Zahl der Infizierten zwar stetig, aber langsam verbreitet hätte. 

17.30 Uhr: Reha-Zentren und Physiotherapie-Praxen werden weiterhin offen sein, sagt Carola Reimann.

17.29 Uhr: Reimann hebt nochmal hervor, dass man nicht davon ausgehen soll, dass die Maßnahmen binnen weniger Tage Wirkung zeigen. Man müsse schon zehn Tage abwarten, um Ergebnisse zu sehen. Zudem würden jetzt noch einige Urlauber aus Skigebieten zurückkehren, die mit dem Coronavirus infiziert sein könnten.

17.27 Uhr: Weil beschreibt die Maßnahmen als „weitreichend“. Dass es noch eine „Stufe drei“ mit weiteren Maßnahmen geben wird, soll damit vermieden werden. Nach Ostern soll geschaut werden, wie es weiter geht. Dieser Erlass gilt bis zum 18. April.

Coronavirus in Niedersachsen: Benutzen von Spielplätzen verboten

17.25 Uhr: Ministerpräsident Weil betont nochmal, dass das Benutzen von Spielplätzen verboten ist. Dazu gab es einige Nachfragen.

17.20 Uhr: Der Erlass gilt laut Reimann ab Dienstag, 6 Uhr. Alle Geschäfte außer Apotheken und Lebensmittelhändler werden ab dem Zeitpunkt geschlossen sein. Behörden werden laut Weil auch zum Teil geschlossen sein - zumindest dann, wenn sie nicht existenziell sind. Funktionierende Gesundheitsämter allerdings seien in dieser Zeit unerlässlich.

17.16 Uhr: Nun spricht Gesundheitsministerin Carola Reimann. Sie berichtet von 391 Corona-Fällen in Niedersachsen (Stand: 16. März, 16 Uhr). Des weiteren werden Saunen, Schwimmbäder und Freizeitparks geschlossen. 

Schutzmaßnahmen für Altenheime werden verschärft. Alle privaten Besuche in Alten-, Pflegeheimen und Krankenhäuser werden verboten. Ausgenommen seien werdende Väter und Besuche auf Palliativstationen. Alle planbaren Operationen in Krankenhäusern werden seit Montag verschoben. 

17.13 Uhr: Restaurants sollen weiterhin offen bleiben, allerdings in bestimmten Zeiten. Sie sollen spätestens um 18 Uhr schließen. 

Die Maßnahmen werden nicht innerhalb zwei bis drei Tagen zu Veränderungen bei Infektionszahlen führen. Nach zehn Tagen sollen erste Veränderungen zu sehen sein. Das Maßnahmenpaket gelte vorerst bis nach Ostern.

Coronavirus in Niedersachsen: Bars, Clubs und Diskotheken machen dicht

17.11 Uhr: Einrichtungen mit erhöhtem Publikumsaufkommen werden geschlossen. Dazu zählen unter anderem Bars, Clubs und Diskotheken. Auch die Nutzung von Spielplätzen soll reduziert werden. 

Weiterhin sind Zusammenkünfte verboten in Vereinen, Volkshochschulen und Glaubensstätten. Zusammenkünfte in großen Glaubensgemeinschaften sollen Weils Auffassung nach nicht verboten werden müssen. Er ruft allerdings zur Besonnenheit auf. 

17.07 Uhr: Weil will heute die zweite Stufe des Corona-Eindämmungskonzepts vorstellen. Es soll ein einheitliches Vorgehen zwischen den 16 Bundesländern geben. Die Maßnahmen gelten offiziell ab Mittwoch.

Nicht geschlossen werden laut Weil Geschäfte des täglichen Bedarfs: Lebensmittel, Wochenmärkte und Lieferdienste. Auch das Sonntagsverkaufsverbot soll aufgehoben werden.

17.04 Uhr: Die Pressekonferenz der niedersächsischen Landesregierung zur Corona-Krise startet. Anwesend sind Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD).

16.17 Uhr: Nachdem unter anderem bei den Schulschließungen noch jedes Bundesland einzeln seine Regelungen bekannt gegeben hatte, strebten die Länder nun danach, weitere Beschränkungen angesichts der Corona-Epidemie möglichst einheitlich und gleichzeitig vorzunehmen, berichtet der NDR. 

Bei der Pressekonferenz in Bremen wurde bereits verkündet, dass Bars, Clubs und Diskotheken ab Mittwoch geschlossen sind. Auch der Einzelhandel ist von dieser Regelung betroffen.

Update, 15 Uhr: Die Landesregierung verschiebt die Pressekonferenz zur Corona-Krise auf 17 Uhr.

Coronavirus in Niedersachsen: Land informiert über Maßnahmen

Update, 14.30 Uhr: Das neuartige Coronavirus breitet sich in Niedersachsen immer weiter aus. Ab 15 Uhr wird der Krisenstab der Landesregierung über weitere erforderliche Schritte informieren. Wir tickern von der Pressekonferenz.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) bestätigt aktuell 287 Fälle von Corona-Infizierten. Trotz der steigenden Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus will Niedersachsen nicht den Katastrophenfall ausrufen. 

Wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus schaltet Niedersachsen laut Ministerpräsident Stephan Weil „zwei Gänge runter“. Neben Schulen und Kitas bleiben auch Theater, Museen und Bibliotheken bis Mitte April geschlossen, berichtet kreiszeitung.de*.

*kreiszeitung.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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