Prozessauftakt in Landgericht Mannheim

Sexueller Missbrauch an Kindern im Freizeitbad – Angeklagter gesteht!

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Im Landgericht Mannheim startet am Montag (26. November) der Prozess gegen den 51-jährigen Mike W. wegen sexuellen Missbrauchs.

Am Montag beginnt der Prozess gegen den 51-jährigen Mike W. – unter anderem wegen des Verdachts des mehrfachen sexuellen Missbrauchs zweier Kinder in einem Freizeitbad.  

Mannheim - Am Montag (26. November) beginnt der Prozess gegen den 51-jährigen Mike W. aus Koblenz vor dem Landgericht Mannheim. Bereits vor gut zwei Wochen wird bekannt, dass sich der gelernte Dachdecker unter anderem wegen des Verdachts des mehrfachen sexuellen Missbrauchs zweier Kinder verantworten muss.  

Enorme Sicherheitsvorkehrungen: Öffentlichkeit und Pressevertreter beim Betreten des Verhandlungssaales. 

Die enormen Sicherheitsvorkehrungen, zu denen selbst Richter Dr. Joachim Bock sagt: „Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass es während eines Prozesses mit meiner Beteiligung Einlasskontrollen gibt“, haben damit nichts zu tun.  

Zu Beginn der Verhandlung stellt Verteidiger Endler den Antrag, den Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortzuführen, da ein Teil des Sexuallebens des Angeklagten sowie der beteiligten Personen thematisiert werden wird. Nach kurzer Beratung mit den Schöffen beschließt der Vorsitzende Richter Dr. Joachim Bock abschnittsweise vorzugehen, den Ausschluss also vom jeweiligen Themenpunkt abhängig zu machen. „Wir werden peu à peu entscheiden“, sagt er. 

Sexueller Missbrauch und Herstellung von Kinderpornografie

Verständlich: Die Vorwürfe sind so brisant, dass Intimstes von Angeklagten und Zeugen zutage kommen wird. Dem gepflegten Koblenzer wird zwischen 2016 und 2017 18-maliger sexueller Missbrauch im Lauf der Jahre 2016 und 2017 vorgeworfen. Zudem soll er Unterwasseraufnahmen unbekleideter Kinder gemacht haben. 

Nach Ausschluss der Öffentlichkeit räumt der gelernte Dachdecker ein, sich an beiden Kindern vergangen zu haben, heißt es laut Deutscher Presse Agentur.

Ob die Vorfälle sich im Miramar zugetragen haben, ist nach wie vor nicht bestätigt. Wie MANNHEIM24 berichtet sprechen die zeitliche Überschneidung eines vorgeworfenen und eines dort statt gefundenen Falles und nicht zuletzt die Anwesenheit von Hardy Prothmann - Presse-Berater des Miramar - aber dafür. 

Als weitere Delikte nennt die Staatsanwältin den Besitz von Kinder- und Jugendpornografie und Magazinen mit ebenso pornografischen Inhalten Minderjähriger. Zudem soll er versucht haben selbst kinderpornografisches Material zu produzieren. Außerdem soll der Angeklagte Ende 2016 ein gestohlenes Kennzeichen an seinem Auto angebracht haben, um seinen Wagen zu betanken, ohne den Kraftstoff zu bezahlen. Der Betrag läuft sich auf 99 Euro. Das genannte ‚peu à peu‘ greift nur wenig später. 

Ausschluss der Öffentlichkeit

Zwar gibt der Angeklagte, gekleidet mit Brille, grauem Jacket und 10-Tage-Bart an, sich umfassend zu den Vorwürfen äußern zu wollen. 

Wie diese Äußerungen aussehen, erfahren wir zunächst nicht, da hier das ‚peu à peu‘ greift und die Öffentlichkeit und somit auch die Presse von der Vernehmung des 51-Jährigen ausgeschlossen werden. Nach der Vernehmung des Angeklagten soll der Prozess am Montagnachmittag mit der Zeugenbefragung fortgesetzt werden. 

*MANNHEIM24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Chh

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