Bis die Polizei kommt

Tatort Kiez: Promille-Pöbler prügeln auf Paar ein

Die Bundespolizei soll die Deutsche Bahn und den HVV bei den Kontrollen zur Maskenpflicht unterstützen. Doch ein Zwischenfall an der Reeperbahn hält die Beamten auf.

  • Bundespolizei unterstützt Hochbahn und Deutsche Bahn bei Masken-Kontrollen.
  • 330 Masken-Verstöße am Samstag, 24. Oktober 2020 festgestellt.
  • Am S-Bahnhof* Reeperbahn* prügeln Alkis auf ein Pärchen ein.

Hamburg – Die Bundespolizei sowie hundert Beamte der Hamburger Landespolizei* wollten die Kontrolleure der Hochbahn sowie der Deutschen Bahn bei den Masken-Kontrollen in HVV*- und DB-Zügen unterstützen. Am Samstag, 24. Oktober 2020, wollten die Kontrolleure zwischen 17 und 22 Uhr überprüfen, wie diszipliniert die Hamburger*innen im Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sind. Das berichtet der Norddeutsche Rundfunk (NDR*).

Straße in Hamburg:Reeperbahn
Länge: 930 m
Städte: Hamburg

Tatort Kiez: Promille-Pöbler prügeln auf Mann (20) ein

Doch dann wurde die Bundespolizei aus dem Verkehr gezogen. Grund: Eine brutale Attacke am S-Bahnhof Reeperbahn. Dort machten zwei sternhagelvolle Polen (31 und 37) ein Pärchen (21 und 26) darauf aufmerksam, dass die junge Frau keine Maske trug. Irritierend: Der Mann (31), der ihr den Vorwurf machte, trug dabei selbst keinen Mund-Nasen-Schutz.

Die Polizei musste zum U-Bahnhof Reeperbahn ausrücken, um die betrunkenen Polen zu bremsen. (Symbolbild)

Die Betrunkenen begannen, das Paar heftig zu beleidigen. Der Streit gipfelte in einer Prügelei, bei der der 20-jährige Afghane am Boden landete. Die Trunkenbolde traten noch mit Füßen auf ihn ein, als Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn herbeieilten, um die Streithähne voneinander zu trennen.

Gleichzeitig alarmierten sie die Bundespolizei, die umgehend zum Tatort Kiez rasten. Doch für einen der beiden DB-Sicherheitskräfte kam die Hilfe zu spät. Der aggressive 31-Jährige hatte ihn bereits unvermittelt gegen den Schädel geschlagen. Der DB-Angestellte kam mit einer stark blutenden Platzwunde ins Krankenhaus.

Tatort Kiez: Besoffene hatte nach Prügelei noch zwei und 3,5 Promille

Der Afghane und seine 26-jährige Freundin lehnten medizinische Versorgung ab und fuhren nach Hause. Für die betrunkenen Täter ging es dann aufs Revier nach Altona. Der 37-Jährige weniger aggressive wurde nach Aufnahme seiner Personalien wieder auf freien Fuß gesetzt. 24hamburg.de berichtet auch über die Schießerei wie im Wilden Westen in Harburg.*

Laut Atemalkoholtest hatte er noch zwei Promille im Blut. Sein aggressiver Kollege hatte mehr getankt: Bei ihm zeigte das Testgerät noch 3,5 Promille an. Er blieb in Polizeigewahrsam und nüchterte einige Stunden aus, bevor er gehen durfte. Die Besoffskis haben nun Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung und Beleidigung an der Backe.

Und: Auch die Kollegen bei der Maskenkontrolle im ÖPNV hatten einiges zu tun. Die Kontrolleure stellten allein in den fünf Stunden am Samstag, 24. Oktober 2020, 330 Verstöße gegen die Maskenpflicht fest. Außerdem ertappten sie 200 Schwarzfahrer. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.  

Rubriklistenbild: © Maurizio Gambarini/dpa

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