„1000 Bänke für Bremen“

Projekt in Bremen: Bänke für Senioren

„1000 Bänke für Bremen“ von der „Werkstatt Bremen“: Damit Senioren mehr Zeit im Freien verbringen können, werden spezielle Bänke aufgestellt.

Bremen – Spezielle Seniorenbänke machen die Pausen beim Spaziergang durch Bremen jetzt noch entspannter. Die Sitzplätze haben eine angepasste Höhe und auf beiden Seiten befinden sich Armlehen. Damit sind die Ruhebänke ideal für ältere Menschen, die sich nach den Turbulenzen rund um die Corona-Impfungen hoffen, dass es bald zurück ins Leben gehen kann*. Doch das Besondere an „1000 Bänke für Bremen“: Das Programm fördert die „Werkstatt Bremen“: ein integrativer Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderung.

Stadt:Bremen
Fläche:325,56 km2
Einwohner:567.559 (Stand: 2019)
Bürgermeister:1743 Einwohner je km2

Kooperationspartner für Seniorenbänke ist die „Werkstatt Bremen“

Zurzeit sind sechs Seniorenbänke aufgestellt. Insgesamt plant man aber mit mindestens 150 Ruhebänke, die älteren Menschen unter anderem in Parks einen schöneren Aufenthalt versprechen. Doch nicht nur Senioren können sich freuen.

Auch für Menschen mit Behinderungen ist die Aktion von großer Bedeutung. Schließlich werden die speziellen Bänke in der „Werkstatt Bremen“ hergestellt. Dort arbeiten Menschen mit Behinderung, das Projekt sichert Aufträge.

Und viel wichtiger: Es gibt den Menschen in der Werkstatt sinnvolle Arbeit, Teilhabe an der gemeinsamen Gestaltung Bremens zu einem guten Ort für alle – und die Möglichkeit, ihre handwerklich hochwertige Arbeit in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Seniorenbänke an für ältere Menschen wichtigen Standorten in Bremen

Das Programm „1000 Bänke für Bremen“ zeigt damit eindrucksvoll, wie Inklusion funktionieren kann – und Teilhabe für alle ermöglicht werden kann. Die Bänke sollen an für Senioren wichtigen Standorten wie Bushaltestellen, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen oder Einkaufsgeschäften errichtet werden.

Die Arbeit der „Werkstatt Bremen“ soll langfristig das gesamte Stadtbild Bremens zieren. So werden auch in der Bremer Innenstadt, aus der SPD-Politiker Güngor eine Erlebniswelt machen will, Ruhebänke aufgestellt. Mit einer entsprechenden Platzierung soll sichergestellt werden, dass die Bänke für Senioren leicht zu erreichen sind.

Die erste der Seniorenbänke steht seit Februar, insgesamt gibt es schon sechs

Über die erste Seniorenbank konnte sich Bremen, wo weiterhin die Bundes-Notbremse und Corona-Maßnahmen gelten, am 26. Februar freuen. An dem Tag wurde die erste Bank zur Nutzung freigegeben. „Ruhebänke mit ausreichender Sitzhöhe und Armlehnen auf beiden Seiten machen älteren Menschen auch längere Aufenthalte im Freien möglich, insbesondere bei längeren Wegen“, sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann. 

„1000 Bänke für Bremen“: „Werkstatt Bremen“ schafft neue Ruhezonen für Senioren.

1000 Bänke sollen es werden: Dafür sucht Bremen Partner

Die Produktion eines Exemplars kostet 900 Euro, der Unterhalt einer Bank rund 100 Euro pro Jahr. Bremens Haushalt stünden nach Angaben der Pressestelle des Senats rund 140.000 Euro zur Verfügung. Damit das Projekt noch viele Jahre Bestand haben kann, sucht das Land Bremen aktuell nach Partnern.

Gemeinnützige Stiftungen, Vereine oder Organisationen sollen helfen, die Bänke aufzustellen und zu pflegen. Auch Sponsoren und Paten, die mit Spendengeldern oder der Suche nach Vertragspartnern „1000 Bänke für Bremen“ unterstützen, werden gesucht.

Tolle Initiative, die Bremen nicht nur für Senioren schöner macht

Ein Ende des gemeinnützigen Projektes ist nämlich noch lange nicht in Sicht. Noch über mehrere Jahre hinaus sollen viele weitere Bänke Bremen schmücken und älteren Menschen den Tag versüßen. Ob Bremen dann irgendwann genauso viele Seniorenbänke hat, wie es der Name des Programms verspricht, bleibt derzeit abzuwarten.

So oder so ist es eine lobenswerte Initiative, die Bremen nicht nur für Senioren schöner macht. Mit der Kooperation setzt Bremen auch noch ein starkes Zeichen. *nordbuzz.de, 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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