Vergleich von "Finanztest"

Autoversicherung: So sparen Sie bis zu 3000 Euro

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Autofahrer können bei einem Wechsel der Versicherung eine Menge Geld sparen.

Flensburg - Vergleichen lohnt sich: Durch den Wechsel zu einem günstigen Versicherer können Autofahrer laut Stiftung Warentest im Einzelfall jährlich fast 3000 Euro sparen.

Dies habe der Vergleich von 150 Tarifen bei insgesamt 71 Kfz-Versicherern gezeigt, berichtet die Stiftung am Dienstag in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift "Finanztest". Demnach zahlen beispielsweise Führerscheinneulinge für eine Haftpflicht-Police, bei der sie in ihrem Auto auch Freunde ans Steuer lassen können, beim teuersten Anbieter 4153 Euro Jahresbeitrag, beim billigsten Versicherer dagegen nur 1426 Euro.

Auch Familien könnten durch den Vergleich der Versicherer viel Geld sparen, berichtete "Finanztest". Teils verlangten die teuersten Versicherer von Familien mit Kindern Beiträge, die fünf Mal so hoch sind wie beim preiswertesten Anbieter. So verlange etwa ein billiger Versicherer für einen Haftpflicht-Tarif mit Teilkasko-Schutz, bei dem auch ein 17-jähriger Jugendlicher unter Aufsicht der Eltern ans Lenkrad darf, 255 Euro. Beim teuersten Wettbewerber würden 1236 Euro fällig. In kaum einer Sparte bringt ein Tarifvergleich laut "Finanztest" so viel wie bei Kfz-Versicherungen.

Viele Versicherte müssen in diesem Jahr mit Preiserhöhungen rechnen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rechnet laut "Finanztest" damit, dass die Tarife für Haftpflicht-Versicherungen in diesem Jahr um durchschnittlich vier Prozent steigen, bei Vollkasko-Versicherungen um 4,5 Prozent. Für einzelne Kunden könne es sogar deutlich teurer kommen.

Die Preiserhöhungen fallen Kunden laut "Finanztest" häufig nicht auf. Dies liege daran, dass Kunden Jahr für Jahr in günstigere Schadenfreiheitsklassen rutschten, wenn sie unfallfrei fahren. Dadurch verringere sich zwar der insgesamt an den Versicherer zu entrichtende Beitrag. Bliebe der Kunde jedoch in der bisherigen Freiheitsklasse, würde die Preiserhöhung deutlich.

Um eine Preiserhöhung zu entdecken, müssten Versicherte auf der Jahresrechnung nach dem sogenannten Vergleichsbeitrag suchen, riet "Finanztest". Dieser sei oft nur klein gedruckt und werde deshalb leicht übersehen. An dem Vergleichsbeitrag sehe der Kunde, wie viel er im Vorjahr gezahlt hätte, wenn er dort schon in der neuen Schadenfreiheitsklasse gewesen wäre.

Der Vergleich habe auch gezeigt, dass viele Versicherer mittlerweile die früher verbreiteten "Rabattretter" in ihren Tarifen abgeschafft hätten, berichteten die Tester. Hätten 2009 von rund 150 untersuchten Tarifen noch 100 über entsprechende Klauseln verfügt, seien es heute nur noch 16. Rabattretter verhindern, dass langjährig unfallfreie Fahrer bei einem Zusammenstoß mit ihren Prozenten hochgestuft werden. Diese haben damit praktisch eine Art "Freischuss".

Bei der Sache? Die Sünden hinterm Steuer

Die schlimmsten Sünden hinterm Steuer
Eine Umfrage der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung hat ergeben, was Autofahrer hinterm Steuer ablenkt. © dpa
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...ob dabei auch in voller Fahrt gestritten wird, und ob das Autofahrer ablenkt, ist aus der Umfrage leider nicht ersichtlich. © dpa
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Wimperntuschen oder... © dpa
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...Lidschatten werden auch hinterm Steuer aufgetragen.  © dpa
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Stattdessen böten viele Autoversicherer heute Tarife mit einem Rabattschutz als kostenpflichtige Zusatzoption an, berichtete "Finanztest". Der Rabattschutz gehöre jedoch zu den sinnvollen Tarif-Extras, die Versicherer gegen Aufpreis verkauften. Beim Wechsel zu einem anderen Anbieter allerdings würden Versicherte beim neuen Versicherer mit der Schadenfreiheitsklasse ohne Rabattschutz gemeldet, berichtete "Finanztest".

Bei den Autoversicherungen ist momentan die Wechsel-Saison: Viele Autohalter müssen bis zum 30. November ihre Kfz-Police kündigen, wenn sie im neuen Jahr zu einem anderen Anbieter wechseln wollen.

AFP

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