Abschied nach nur fünf Jahren

Der VW e-Golf geht Ende des Jahres in den Ruhestand - weil es ein Konzern-Bruder besser kann

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Der VW e-Golf bekommt kein weiteres Update mehr.

Wirklich lange ist er noch nicht auf dem Markt. Im Mai 2014 erschien die erste Version, 2017 folgte ein Facelift. Und nun sieht der e-Golf schon seinem Ende entgegen.

Wenn am 24. Oktober die achte Generation des Golf der Öffentlichkeit präsentiert wird, gibt es den Dauerbrenner neben klassischen Verbrenner-Motoren nur noch in einer teilelektrischen Plug-in-Hybrid-Variante. Die Nachfolge des e-Golf tritt dann der für 2020 angekündigte Kompakt-Stromer I.D. an. Es ist der Auftakt einer elektrischen I.D.-Familie von VW, die folgen soll. Darunter ein SUV-Crossover und ein Minibus.

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VW e-Golf: Reichweite von 230 Kilometern

Vermutlich hätte Volkswagen den e-Golf gerne weiter behalten und verbessert. Doch speziell bei der Reichweite sind dem Dauerbrenner in der elektrischen Version Grenzen gesetzt. Der Wagen basiert auf dem "normalen" Golf, ist in Höhe, Breite und Länge gleich. Die Karosserie wurde daher einst nicht für die Unterbringung von Akkus konzipiert.

Die Batterien sind im Unterboden untergebracht. Und dort lassen sie sich nicht mehr zeitgemäß erweitern. Mit einer Reichweite von rund 230 Kilometern liegt der 1,6-Tonnen schwere e-Golf zwar aktuell noch einigermaßen gut im Rennen. Doch die Reichweite wird bald nicht mehr ausreichen, um sich gegen Konkurrenten durchzusetzen und Käufer zu finden.

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So viel kostet der VW e-Golf

Hinzu kommt, dass der e-Golf mit 35.900 Euro rund 10.000 Euro teurer ist als ein vergleichbarer Benziner-Golf. Der neue Kompakt-Stromer I.D. soll preislich attraktiver sein – und eine weitere Reichweite besitzen, weil er als reines Elektroauto entworfen wurde.

Dennoch macht der e-Golf eine Menge Fahrspaß. Es gibt keinen Verbrennungs-Motor mit dieser Laufruhe. Die Straßenlage ist gut, die sehr leichte und direkte Lenkung sorgt für sportliche Gefühle. Der Anzug ist e-typisch flott, wenn auch bei weitem nicht so rasant wie etwa bei einem BMW i3s. Laut Tacho flitzt der e-Golf bis knapp 160 km/h. Offiziell sind es 150 km/h.

Das Ende des e-Golf ist schade

Überraschend: Geht man während der Fahrt vom Gas, bremst der elektrische Wolfsburger kaum ab, um Energie für die Akkus zurückzugewinnen (Rekuperation). Er rollt fast normal weiter, wie ein Verbrenner-Auto. An einer Haushaltssteckdose (230 V, 2,3 kW) ist der 36 kw große Akku in rund 17 Stunden aufgeladen. An der Wallbox in knapp elf (bei 3,6 kW) bzw. rund fünf Stunden (bei 7,2 kW). Noch schneller geht es mit der optionalen CCS-Ladedose, die mit Gleichstrom und 40 kW lädt.

Fazit: Eigentlich schade, dass der e-Golf kein weiteres Update bekommt. Doch die Konzentration von VW auf den vergleichbaren I.D. ergibt freilich Sinn.

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joi

Datenblatt: WV e-Golf

Motor und Getriebe:

Elektro, Leistung 136 PS, max. Drehmoment 290 Nm bei 1 U/min, Automatik, Vorderradantrieb

Fahrleistungen:

0-100 km/h in 9,6 Sek, Spitze 150 km/h

Batterie:

35,8 kWh

Test-Stromverbrauch:

15,4 kWh/100 km

Reichweite:

200 bis 250 km

CO2-Emission:

0 g/km

Maße und Gewichte:

Länge/Breite/Höhe 4.270/1.790/1.482 mm, Kofferraumvolumen 341 bis 3.411 Liter, Gewicht 1.615 kg, Zuladung 405 kg

Preis:

35.900 Euro

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