Bitte einsteigen! Kauftipps für das erste eigene Auto

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Das erste eigene Auto markiert für viele junge Menschen einen wichtigen Schritt ins Erwachsenenleben. Mit unseren Tipps gelingt der Autokauf.

Ist die Führerscheinprüfung geschafft, fehlt nur noch das erste eigene Auto zum Glück. Bevor Sie zum nächsten Händler rennen, lesen Sie unsere Tipps. Hier erfahren Sie, wie Sie das richtige Modell wählen und beim Autokauf Fallen umgehen.

Das richtige Modell beim ersten eigenen Auto finden

Gerade für junge Menschen hat das erste eigene Auto einen hohen Stellenwert. Laut einer aktuellen Studie haben oder wünschen sich 85 Prozent der 18 bis 30-jährigen Deutschen ein eigenes Fahrzeug. Vor dem Autokauf stehen Sie als frischgebackener Führerscheinbesitzer jedoch vor vielen Fragen: Soll es ein Gebrauchter oder ein Neuwagen sein? Reicht ein Kleinwagen aus oder starten Sie gleich mit einem Mittelklassemodell durch? 

Werden Sie sich zunächst darüber klar, wie viel Geld Sie investieren und wie Sie Ihr erstes eigenes Auto nutzen wollen. Fahren Sie überwiegend im Stadtgebiet, profitieren Sie von einem kleinen Flitzer, mit dem Sie schnell eine Parklücke finden. Teilen Sie sich das Fahrzeug mit einer zweiten Person oder müssen Sie oftmals viel Gepäck transportieren, entscheiden Sie sich für ein größeres Modell. Ein Neuwagen rentiert sich, wenn Sie sehr viel fahren. Schließlich ist ein gebrauchtes Auto anfälliger für Defekte – bei häufigen Fahrten riskieren Sie einen stärkeren Verschleiß

Vermeiden Sie Experimente wie exotische Automodelle und getunte oder selbst zusammen gebastelte Fahrzeuge von Privatanbietern. Setzen Sie auf beliebte Modelle von etablierten Herstellern wie etwa einen VW Golf, Opel Corsa oder Ford Fiesta. Diese Fahrzeuge sind sparsam und bieten Ihnen eine gute technische Ausstattung. Dank bewährter Sicherheitssysteme verzeihen sie Fahranfängern leicht Fehler. 

Kosten für Anschaffung, Haltung und Versicherung einberechnen 

Da die Händler populäre Automodelle vielfach verkaufen, finden Sie problemlos günstige Angebote. Lassen Sie sich von Billigofferten nicht blenden. Je niedriger der Kaufpreis ausfällt, desto wahrscheinlicher sind Mängel, die sich später in teuren Reparaturen niederschlagen. Als Faustregel gilt: Kaufen Sie kein Fahrzeug, das älter als zehn Jahre ist und mehr als 150.000 Kilometer gesammelt hat. Bei einem Kleinwagen entdecken Sie im Preissegment von 3.000 bis 5.000 Euro schnell ein Fahrzeug, das

  • technisch einwandfrei
  • gut erhalten und 
  • solide ausgestattet ist.

Zu den Festkosten bei Ihrem ersten eigenen Auto zählen die Beiträge für Kfz-Steuer und Kfz-Versicherung. Dafür müssen Sie 20 bis 25 Prozent der Ausgaben für Ihr Auto einplanen. Hinzu kommen die Betriebskosten für Benzin, Reifenwechsel, Inspektionen oder Reparaturen. Insgesamt belasten Sie Ihren Geldbeutel bei einem Gebrauchtwagen je nach Marke, Modell, Benzinverbrauch und Fahrleistung mit monatlichen Kosten zwischen 200 und 400 Euro. Bei einem Neuwagen wird wegen der meist höheren Versicherungsbeiträge sogar noch mehr Geld fällig.

Vergleichen Sie daher verschiedene Versicherungen nach ihren Leistungen und Preisen – etwa bei Fachportalen im Internet. Viele Versicherer bieten spezielle Policen für Fahranfänger an, bei denen Sie Geld sparen. Achten Sie darauf, dass die Versicherungssumme mindestens 50 Millionen Euro beträgt, damit potenzielle Personen- und Sachschäden hinreichend abgedeckt sind.

Ihr erstes eigenes Auto anmelden 

Haben Sie sich für ein passendes Modell entschieden, steht dem Gang zum Autohändler nichts mehr im Weg. Machen Sie eine Probefahrt in Ihrem Traumauto in spe, bevor Sie es kaufen. Erkundigen Sie sich zudem nach Rabatten – mit etwas Verhandlungsgeschick sparen Sie ein paar Hundert Euro. 

Ist der Kaufvertrag unterzeichnet, melden Sie Ihr Auto bei der KFZ-Zulassungsstelle an. Dazu müssen Sie bereits eine passende Versicherung abgeschlossen haben. Die Nummer Ihrer Police und weitere Daten geben Sie direkt vor Ort an. Wichtig: Sie können Ihr Auto nur an der entsprechenden Behörde an Ihrem Hauptwohnsitz zulassen.

Anschließend müssen Sie ein amtliches KFZ-Kennzeichen anfordern und sich ein Nummernschild zulegen. Möchten Sie ein Wunschkennzeichen, kostet Sie dies 10,20 Euro plus 2,60 Euro Reservierungsgebühr. Ihr neues Nummernschild erhalten Sie dann direkt in der Zulassungsstelle oder Sie kaufen es beim Schildermacher im Geschäft oder online. Erwerben Sie Ihr Schild im Internet, sparen Sie sich in der Regel ein paar Euro. Erst nach der Anmeldung erhalten Sie Ihre Fahrzeugpapiere und dürfen in Ihrem ersten eigenen Auto hinter das Steuer.

Quelle: kreiszeitung.de

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