Nach VW-Unfall

Verkaufsstopp von Erdgas an Aral-Tankstellen

+
Bei einer Explosion des Gastanks an einer Aral-Tankstelle wurde ein VW-Touran zerstört. Foto: Arne Bänsch

Auch das noch: Bei Volkswagen läuft bereits eine Rückrufaktion von Erdgasautos. Nun soll an Aral-Tankstellen vorerst kein Erdgas mehr verkauft werden. Grund ist die Explosion eines VW-Autos an einer Erdgas-Zapfsäule.

Bochum (dpa) - VW ruft Tausende Erdgas-Fahrzeuge zurück, um unsichere Gasflaschen auszutauschen. Derweil hat die Tankstellenkette Aral nach einem Unfall mit einem VW-Erdgasauto vorsorglich einen Verkaufsstopp von Erdgas empfohlen.

"Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Klärung der genauen Sachlage, um den Verkauf von Erdgas in Abstimmung mit dem jeweiligen Gasversorger zeitnah wieder zu ermöglichen", sagte ein Aral-Sprecher. In Deutschland gebe es rund 190 Aral-Stationen mit Erdgaszapfsäulen. Zuvor hatte das Branchenmagazin "Motor-Talk" darüber berichtet.

Der Aral-Sprecher begründete den Verkaufsstopp mit einer Explosion an einer Erdgas-Zapfsäule eines Gasversorgungs-Unternehmens an einer Aral-Tankstelle in Duderstadt in Niedersachsen. Dort war es am vergangenen Freitag (9. September) zum Bersten eines Gastanks in einem VW Touran gekommen. Der Autofahrer war nach Polizeiangaben vom vergangenen Freitag schwer verletzt in eine Klinik gebracht worden.

"Da die Einzelheiten des genannten Vorfalls noch nicht abschließend geklärt sind, haben wir den Tankstellenunternehmern vorsorglich empfohlen, den Erdgasverkauf bis auf Weiteres einzustellen und umgehend Kontakt zu dem jeweiligen Erdgasversorger aufzunehmen", sagte der Aral-Sprecher.

Laut "Motor-Talk" gehören die Erdgas-Säulen an den Aral-Tankstellen üblicherweise einem Erdgasversorger. Tankstellen mit einem Besitzer und Aral-Logo kümmern sich demnach selbst um den Kraftstoff - daher gibt es die "Empfehlung" der Zentrale. Insgesamt gebe es bundesweit rund 100 000 Erdgas-Fahrer und 900 Tankstellen mit Erdgas-Zapfsäulen.

Bei Volkswagen läuft derzeit eine Rückrufaktion von Erdgasfahrzeugen. Dabei geht es um den vorsorglichen Tausch von Gasflaschen. Ende August hatte VW mitgeteilt, die Rückrufe auszuweiten. Betroffen sind insgesamt mehr als 35 000 Fahrzeuge der Modelle Caddy, Passat und Touran der Modell-Jahrgänge 2006 bis 2010.

Nach VW-Angaben könnte bei einigen Fahrzeugen die Außenhaut bei Beschädigungen nicht mehr den nötigen Korrosionsschutz bieten. Sinke die Wandstärke der Gasflaschen durch Korrosion, könne dies zum Bersten eines Gastanks und zu erheblicher Verletzungsgefahr führen. Bis zur Umrüstung sollten betroffene Modelle nur im Benzinbetrieb genutzt werden. Die Besitzer würden direkt von Volkswagen kontaktiert.

Volkswagen steckt wegen des Abgasskandals mitten in der größten Rückrufaktion der Konzerngeschichte. Alleine in Deutschland geht es um insgesamt 2,5 Millionen betroffene Dieselfahrzeuge.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Boulevard

Kein Friseurtermin in Sicht: Finger weg von der Bastelschere

Kein Friseurtermin in Sicht: Finger weg von der Bastelschere
Karriere

So klappt es mit der neuen Fremdsprache

So klappt es mit der neuen Fremdsprache
Wohnen

Raumtrenner sind mehr als nur Raumtrenner

Raumtrenner sind mehr als nur Raumtrenner
Leben

Hefezopf und Rüblikuchen: So wird Ostern richtig fluffig

Hefezopf und Rüblikuchen: So wird Ostern richtig fluffig

Meistgelesene Artikel

So reinigen Sie blitzschnell Ihre Autositze - mit diesen Hausmitteln

So reinigen Sie blitzschnell Ihre Autositze - mit diesen Hausmitteln

Mit diesem einfachen Trick bringen Sie Ihre Felgen wieder auf Hochglanz

Mit diesem einfachen Trick bringen Sie Ihre Felgen wieder auf Hochglanz

So lösen Sie eine eingefrorene Handbremse

So lösen Sie eine eingefrorene Handbremse

Schnell und streifenfrei: So reinigen Sie Ihre Autoscheiben von innen

Schnell und streifenfrei: So reinigen Sie Ihre Autoscheiben von innen

Kommentare