17,50 Euro pro Monat

Wussten Sie's? So sollen Sie den Rundfunkbeitrag monatlich zahlen können 

Viele Deutsche zahlen den Rundfunkbeitrag vierteljährlich. Es geht aber auch monatlich. Wir zeigen, wie.
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Viele Deutsche zahlen den Rundfunkbeitrag vierteljährlich. Es geht aber auch monatlich. Wir zeigen, wie.

Der Rundfunkbeitrag ist für alle deutschen Haushalte verpflichtend und beläuft sich monatlich auf 17,50 Euro. Doch zahlen kann man ihn pro Monat nicht. Oder?

Für viele Deutsche ist die Regelung ziemlich verwirrend: Zwar beträgt die "GEZ-Gebühr", die seit Januar 2013 in Rundfunkbeitrag umbenannt wurde, 17,50 Euro im Monat. Doch diesen auch monatlich zu zahlen, gilt offiziell als nicht möglich.

Rundfunkbeitrag: Monatliche Zahlung per Überweisung möglich?

Wer den Rundfunkbeitrag an den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio entrichten muss, erfährt auf dessen Homepage nur folgende Zahlungsrythmen:

  • vierteljährlich im Voraus zum Ersten eines Quartals für drei Monate (52,50 Euro)
  • halbjährlich im Voraus zum Ersten eines Halbjahres für sechs Monate (105,00 Euro)
  • jährlich im Voraus zum Ersten eines jeden Jahres für zwölf Monate (210,00 Euro)

Viele entscheiden sich für eine vierteljährliche Zahlung, die in der Mitte der drei Monate nach der gesetzlichen Zahlungsweise (SEPA-Lastschrift und Überweisung) fällig wird. Die meisten wissen nicht, dass eine monatliche Zahlung vom Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio zwar nicht gewünscht und deshalb auch nicht auf der Homepage angegeben wird, aber angeblich möglich sei.  

Wer den Beitrag monatlich entrichten möchte, soll daherden Beitrag von 17,50 Euro am besten per Dauerauftrag an den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio überweisen. Wie Sie das Geld überweisen können, wird auf der Homepage Schritt für Schritt erklärt.

Erfahren Sie hier: Schwerbehinderter klagt den Beitragsservice an: "Ich lasse mir nicht alles gefallen".

Mahngebühren bei monatlicher Zahlung? Anwalt klärt auf

Einziges Manko: Durch eine monatliche Zahlung riskieren Sie einen Rückstand auf Ihrem Beitragskonto, da Sie zur Frist nur 35 Euro statt der üblichen 52,50 Euro entrichtet haben. Üblicherweise drohen dann Mahngebühren von Seiten des Beitragsservices. Doch mehrere Anwälte, unter anderem auch der Rechtsanwalt Dr. Felix Hoffmeyer, erklären, dass nur ein geringes Risiko bestünde, diese auch wirklich zahlen zu müssen:

"Natürlich können Sie monatlich zahlen. (…) Sie werden auch keine Nachteile erleiden, da der Dreimonatsbetrag erst in der Hälfte des Zeitraumes fällig ist und wenn Sie monatlich auf Ihr Beitragskonto zahlen, haben Sie am Ende keinen Zahlungsrückstand, zumindest keinen, den die 'GEZ' anmahnt. Theoretisch ist die Zahlung daher spätestens zum 15. des zweiten Monats zu leisten. (…) Praktisch können Sie sich einen monatlichen Dauerauftrag einrichten, ohne dass Sie da etwas befürchten müssten", so Hoffmeyer abschließend.

Dies werde nur nicht vom Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio so gern gesehen, da es lediglich einen höheren Verwaltungsaufwand bedeuten würde.

Auch interessant: "GEZ"-Urteil und seine Folgen: Das müssen Sie jetzt über den Rundfunkbeitrag wissen.

Lesen Sie auch: So befreien Sie sich ganz legal von der Rundfunkgebühr.

jp

Rundfunkbeitrag 2019: Alles Wissenswerte über Höhe, Umzug und Befreiung

Auch 2019 beläuft sich der Rundfunkbeitrag auf 17,50 Euro monatlich. Dieser Betrag wird von allen deutschen Haushalten an den allgemeinen Beitragsservice entrichtet. In den vergangenen Jahren war er allerdings noch höher. Im April 2015 wurde die Gebühr um 48 Cent und damit auf den jetzigen Betrag gesenkt.
Auch 2019 beläuft sich der Rundfunkbeitrag auf 17,50 Euro monatlich. Dieser Betrag wird von allen deutschen Haushalten an den allgemeinen Beitragsservice entrichtet. In den vergangenen Jahren war er allerdings noch höher. Im April 2015 wurde die Gebühr um 48 Cent und damit auf den jetzigen Betrag gesenkt. © dpa
Sozial Schwächere, die einer sogenannten "besonderen wirtschaftlichen Härte" unterliegen, können sich per Antrag vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Dazu zählen Arbeitslose, Sozialhilfe- und Hartz IV-Empfänger, Asylbewerber, Rentner, Pflegebedürftige, Taubblinde, Studenten mit Bafög-Förderung sowie Azubis. Außerdem brauchen Menschen mit einer Behinderung, die das Merkzeichen RF in ihrem Ausweis stehen haben, nur monatliche 5,83 Euro entrichten.
Sozial Schwächere, die einer sogenannten "besonderen wirtschaftlichen Härte" unterliegen, können sich per Antrag vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Dazu zählen Arbeitslose, Sozialhilfe- und Hartz IV-Empfänger, Asylbewerber, Rentner, Pflegebedürftige, Taubblinde, Studenten mit Bafög-Förderung sowie Azubis. Außerdem brauchen Menschen mit einer Behinderung, die das Merkzeichen RF in ihrem Ausweis stehen haben, nur monatliche 5,83 Euro entrichten. © dpa / Stephan Scheuer
Da der Rundfunkbeitrag für alle verpflichtend ist, braucht Sie der Beitragsservice zum Zahlen nicht auffordern. Falls Sie aber die Zahlungen auf Dauer einstellen, wird er Ihnen Mahnungen schicken. Wenn Sie auf diese nicht innerhalb von vier Wochen reagieren, wird Ihnen ein Säumniszuschlag von acht Euro auferlegt. Falls Sie diesem ebenfalls nicht nachkommen, folgt ein Festsetzungsbescheid, in dem alle offenen Zahlungen gelistet sind. Ansonsten droht der Gerichtsvollzieher - und mögliche Konto- oder Gehaltspfändungen. Im Extremfall kann es sogar zu einer Beugehaft von bis zu drei Monaten kommen.
Da der Rundfunkbeitrag für alle verpflichtend ist, braucht Sie der Beitragsservice zum Zahlen nicht auffordern. Falls Sie aber die Zahlungen auf Dauer einstellen, wird er Ihnen Mahnungen schicken. Wenn Sie auf diese nicht innerhalb von vier Wochen reagieren, wird Ihnen ein Säumniszuschlag von acht Euro auferlegt. Falls Sie diesem ebenfalls nicht nachkommen, folgt ein Festsetzungsbescheid, in dem alle offenen Zahlungen gelistet sind. Ansonsten droht der Gerichtsvollzieher - und mögliche Konto- oder Gehaltspfändungen. Im Extremfall kann es sogar zu einer Beugehaft von bis zu drei Monaten kommen. © dpa / Christophe Gateau
Doch was tun, wenn man umzieht? Dann tut es not, dass Sie sich online oder schriftliche beim allgemeinen Beitragsservice abmelden bzw. ummelden. Aber auch wenn jemand verstirbt, müssen sich die Hinterbliebenen um die Auflösung des Haushalts kümmern. Dazu gehört auch das Kündigen des Beitragskontos der Person. Dazu benötigen Sie stets die neunstellige Beitragsnummer des Kontoinhabers. Auch wer ins Ausland zieht, muss zuvor die Rundfunkgebühr über die Homepage kündigen. Diese tritt dann nach Bestätigung des Beitragsservices bis zum Ende des Monats in Kraft.
Doch was tun, wenn man umzieht? Dann tut es not, dass Sie sich online oder schriftliche beim allgemeinen Beitragsservice abmelden bzw. ummelden. Aber auch wenn jemand verstirbt, müssen sich die Hinterbliebenen um die Auflösung des Haushalts kümmern. Dazu gehört auch das Kündigen des Beitragskontos der Person. Dazu benötigen Sie stets die neunstellige Beitragsnummer des Kontoinhabers. Auch wer ins Ausland zieht, muss zuvor die Rundfunkgebühr über die Homepage kündigen. Diese tritt dann nach Bestätigung des Beitragsservices bis zum Ende des Monats in Kraft. © dpa / Carmen Jaspersen
Die Öffentlich-Rechtlichen Sender fordern eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Und das am besten schon ab 2021. Experten gehen davon aus, dass dieser dann ein Euro mehr betragen könnte. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert, diesen vom 1. Januar 2023 an ein Indexmodell der Länder zu koppeln. So soll der Rundfunkbeitrag automatisch in gleicher Höhe wie die Verbraucherpreise steigen  und damit die Inflation ausgleichen.
Die Öffentlich-Rechtlichen Sender fordern eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Und das am besten schon ab 2021. Experten gehen davon aus, dass dieser dann ein Euro mehr betragen könnte. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert, diesen vom 1. Januar 2023 an ein Indexmodell der Länder zu koppeln. So soll der Rundfunkbeitrag automatisch in gleicher Höhe wie die Verbraucherpreise steigen und damit die Inflation ausgleichen. © dpa / Jens Kalaene

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