Ist Muskelkater ein Zeichen für hartes Training?

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Ein effektives Training hat nicht zwangsläufig einen Muskelkater zur Folge. Dieser ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass das Gewebe überfordert wurde.

Nach einem harten Training folgt oft ein kräftiger Muskelkater, und viele glauben, dass die Schmerzen in den Muskeln zu einer ergiebigen Sporteinheit dazu gehören. Was ist an der Annahme dran?

Wenn die Muskeln nach dem Sport ziehen und schmerzen, trösten sich viele mit dem Gedanken: "Dann war das Training wenigstens effektiv, es hat sich gelohnt." Aber stimmt das eigentlich?

"Muskelkater ist kein Indiz für die Effektivität des Trainings, sondern eigentlich ein Zeichen für die Überforderung der Strukturen", sagt Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln. "Durch sehr intensives Training kommt es zu kleinen, winzigen Einrissen in das Gewebe, weil das Bindegewebe überfordert ist."

Das Immunsystem löst dann einen Reparaturmechanismus aus, und an dieser Stelle im Muskel entsteht eine Entzündung, die den Schmerz verursacht. "Es war also zu viel oder ungewohnt - und das darf aber auch ruhig vorkommen", sagt Froböse.

So schnell ist der Schmerz

Mit Tempo 110 rasen Schmerzinformationen durch den Körper.
Rasende Schmerzen: Mit Tempo 110 rasen Schmerzinformationen durch den Körper. Schmerzsignale sind so schnell wie das schnellste Säugetier auf dem Land. © healthcare.bayer.de
Gepard
Aufgrund seines Körperbaus ist der Gepard auf dem Land das schnellste Säugetier der Welt. Er erreicht im Lauf bis zu 110 Stundenkilometer, kann diese hohe Geschwindigkeit aber nur etwa 400 Meter durchhalten. © dpa
Niesen
Beim Niesen werden Geschwindigkeiten bis zu 180 Stundenkilometer gemessen. © dpa
Nilpferde
Nilpferde sind verdammt schnell. Die behäbig wirkenden "Hippos" können bis zu Tempo 50 schnell spurten. © picture-alliance
Elefant
Elefanten sind mit einer Geschwindigkeit von 40 Stundenkilometern langsamer als ein Nilpferd. © dpa
Fußball
Mächtig Bumms: Ein Elfmeterball erreicht bis zu 120 km/h. © dpa
Usain Bolt
Der schnellste Mensch der Welt Usain Bolt lief bei seinem Weltrekordlauf von 9,58 Sekunden über 100 Meter eine Spitzengeschwindigkeit von rund 44 km/h und erreichte damit nicht einmal das Tempo eines Nilpferds. © dpa
TGV
Mit bis zu 574,8 Stundenkilometer rauscht der TGV durch Frankreich.  © dpa
Schneekristall
Schneeflocken fallen mit 1 km/h vom Himmel. © picture alliance / dpa
Regen in München.
Regen kann mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 Stundenkilometern fallen. © dpa

dpa/tmn

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