Spinnen, Enten, Krankheiten

Mit diesem genialen Tipp vom Psychiater bekommen Sie Ihre Phobie in den Griff

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Noch kein Halloween-Kostüm? Wie wäre es mit dem Modell "Unsichtbarer Mann"?

Ängste sind menschlich. Doch bei manchen Menschen nehmen Phobien überhand, sie können deshalb kein normales Leben mehr führen. Wann ist ein kritischer Punkt erreicht?

Wer sich gruseln möchte, hat an Halloween die Qual der Wahl: Im Kino einen Horrorfilm schauen oder doch lieber verkleidet als Mumie auf einer Halloween-Party feiern? Ein Abend voller Angst und Schrecken: Halloween lebt vom Gruselfaktor.

Jeder hat bestimmte Ängste - auch Phobien genannt. Diese sind ganz normal und sogar nützlich, weil sie uns vor gefährlichen Situationen schützen. Doch manche Menschen begleiten Ängste, die komplett unbegründet sind - und ihr Leben immens einschränken. 

Flug- bis Arztangst: Arten von Phobien

Psychiater Dr. Arghya Sarkhel von der Harley Street Clinic in London befasst sich mit Phobien und erklärte gegenüber dem englischen News-Portal Mirror, was man gegen krankhafte Angst tun kann. Allein in Großbritannien sollen rund zehn Millionen Menschen von krankhaften Ängsten betroffen sein.

Es gibt fast kein Lebewesen, keinen Gegenstand und auch keine Situation, vor der wir keine Angst entwickeln können. So manche Angst ist so richtig skurril, wie etwa die Anatidaephobie - Angst, von Enten beobachtet zu werden oder Aerophobie - Angst vor frischer Luft.

Die häufigsten Ängste im Überblick:

  • Angst vor Tieren wie etwa Hunden oder Mäusen
  • Angst vor Krankheiten (Hypochondrie)
  • Höhenangst
  • Klaustrophobie (Angst vor geschlossenen Räumen)
  • Arztangst
  • Flugangst
  • Angst vor Reden (Logophobie)
  • Angst vor Dunkelheit
  • soziale Phobie

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Phobien behandeln: So bekommen Sie die Angst selbst in den Griff

Manche Phobien nehmen einen leichten Verlauf. Wie etwa die Arachnophobie, die Angst vor Spinnen, die in vielen Fällen mehr Ekel als wirkliche Angst auslöst. Oder die Angst vor Reden, die sich - wenn nur leicht ausgeprägt -, gut in den Griff bekommen lässt.

Konfrontation ist das Zauberwort. Indem Betroffene sich selbst mit der angstauslösenden Situation konfrontieren, verschwindet nach und nach die Angst. Bei Lampenfieber könnte man beispielsweise einmal wöchentlich eine kleine Rede halten. Bei einer leichten Form der Hunde-Phobie könnte es helfen, regelmäßig den Nachbarn zu besuchen, der einen braven Mops hat.

Depressionen: Diese fünf Faktoren sollen die wahre Ursache dafür sein.

Phobie bestimmt Tagesablauf? Jetzt zum Arzt

Eine fortgeschrittene Phobie allerdings kann nur vom Experten behandelt werden. In dem Fall bleibt es nicht wie bei ungefährlicher Phobie bei dem Gefühl von "Schmetterlingen im Magen" oder leichten Hitzewallungen. Betroffene von krankhaften Ängsten empfinden schiere Panik nur bei dem Gedanken ans Fliegen, den Besuch beim Arzt oder den Aufenthalt in der Dunkelheit. Auch körperliche Symptome wie Herzrasen können dazukommen. Patienten meiden die angstauslösenden Situationen - im schlimmsten Fall isoliert sich der Betroffene, geht nicht mehr aus dem Haus. Eine Phobie kann dann auch mit anderen psychischen Krankheiten auftreten und Anzeichen einer Depression sein.

Psychiater Sarkhel empfiehlt, es gar nicht so weit kommen zu lassen. Spätestens wenn man merkt, dass die Phobie den Tagesablauf bestimmt, sollte man zum Hausarzt gehen. Dieser wird dann an einen Facharzt überweisen. Je früher die Phobie behandelt wird, desto schneller finden Patienten in einen normalen Alltag zurück.

Psychologen setzen dabei auf die systematische Desensibilisierung: Menschen werden dabei schrittweise den angstauslösenden Situationen ausgesetzt - angeleitet von einem behandelnden Psychologen. Auch kognitive Verhaltenstherapie gehört zu den Therapien, die bei krankhaften Phobien Erfolg zeigen.

Angst vor dem Arzt? Tipps für Patienten.

jg

Angst vor neugierigen Enten! Die kuriosesten Phobien

Phobien Angst und Psychosen
Anatidaephobie: Unter dieser Phobie leiden Menschen, die sich von Enten beobachtet fühlen. © dpa
Phobien Angst und Psychosen
Geniophobie: Für Menschen mit dieser Angststörung wäre Udo Lindenberg oder jemand Anderes mit markantem Kinn wahrscheinlich der reinste Horror. Geniophobie ist also die Angst vor einem Kinn. Klingt unglaublich, gibt es aber wirklich. © dpa
Phobien Angst und Psychosen
Anophelophobie: Die schönste Sache der Welt kann hier ziemlich kompliziert werden. Anophelophobie ist die Angst, die Frau beim Sex zu verletzten. Unter Umständen kann diese Phobie das Liebesleben komplett zerstören, da alle Berührungen durchdacht werden und man sich nicht mehr gehen lassen kann. Übrigens gibt es auch Angst vor Jungfrauen (Parthenophobie). © dpa
Phobien Angst und Psychosen
Amychophobie: Wenn man unter dieser Phobie leidet, kann ein Mückenstich schon mal zur Qual werden. Denn die Betroffenen haben extreme Furcht sich zu kratzen oder gekratzt zu werden. © dpa
Phobien Angst und Psychosen
Laevophobie: Die Betroffenen haben vor allem Angst, was sich auf der linken Seite befindet. © dpa
Phobien Angst und Psychosen
Clinophobie: Meistens haben Kinder in einer bestimmten Entwicklungsphase Angst, ins Bett zu gehen. Es könnte ja ein unheimlicher Schatten auftauchen, oder etwas unter dem Bett sein. Aber auch Erwachsene haben dieses Problem. Das Zubettgehen wird bei den Betroffenen solange wie möglich hinausgezögert. Gute Nacht hat für sie eine ganz andere Bedeutung. © dpa
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Nomatophobie: Die Betroffenen wirken wahrscheinlich oft unhöflich wenn sie sagen: "Hey du, du da" Denn sie haben Angst vor Namen und wollen sie weder aussprechen noch daran denken. © dpa
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Urophobie: Eine übersteigerte Angst vor Urin und selbst zu urinieren. Der tägliche Gang auf die Toilette wird hier zur Qual. Noch schlimmer ist es für viele Betroffene, wenn sie außer Haus sind. Denn der Ekel vor Orten, an denen viele Menschen ihr Geschäft erledigen, ist noch extremer. © dpa
Phobien Angst und Psychosen
Anablephobie: "Guck mal, da oben", sollten Sie besser nicht zu Menschen mit dieser Angststörung sagen. Nach oben zu schauen, sich hohe Gebäude oder Dinge auch nur vorzustellen, löst in den Betroffenen Panik aus. © dpa
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Aerophobie: Halt die Luft an! Guter Tipp, aber die ganze Zeit? Menschen mit Aerophobie, fürchten sich davor Luft zu verschlucken, einzuatmen oder noch schlimmer, Gestank zu riechen. © dpa
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Aquaphobie: Wenn wir uns einmal unseren Tagesablauf vor Augen führen, ist das wohl eine der Phobien, die uns am meisten beeinträchtigt: die Angst vor Wasser. Manche haben erst Angst wenn Sie ins Meer gehen sollen, andere schon wenn es nur ums Duschen geht. © dpa
Phobien Angst und Psychosen
Ouranophobie: Ein blauweißer Himmel kann Menschen mit dieser Phobie nicht enzücken. Sie haben Angst, es könnte etwas vom Himmel stürzen oder denken, bedrohliche Dinge kommen aus dem Himmel. © dpa
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Chrematophobie: Die meisten Menschen hätten lieber zu viel, als zu wenig, aber Betroffene dieser Phobie fürchten sich vor Geld. In der extremsten Form hat man nicht nur Angst, Geld anzufassen, sondern auch welches zu besitzen. © dp a
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Alliumphobie: Die Angst vor Knoblauch kennt man eigentlich nur von Vampiren. Aber auch Menschen haben regelrecht Furcht oder sogar Panik vor Knoblauch, Zwiebeln oder auch nur deren Geruch. © dpa
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Chronomentrophobie ist die übersteigerte Furcht vor Uhren. © dpa
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Catoptrophobie: Ein Blick in den Spiegel ist für Menschen mit dieser Angststörung mehr als unangenehm. Sie meiden alle spiegelnden Oberflächen. © dpa
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Bibliophobie: Die krankhafte Abneigung gegen Bücher. In einer Bibliothek wird man Betroffene sicher nie antreffen. © dpa
Phobien Angst und Psychosen
Genuphobie: Woher diese Angststörung kommt, ist rätselhaft. Aber Furcht vor dem Knie oder dem Niederknien haben einige Menschen tatsächlich.  © dpa
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Anthophobie: Blumen zum Valentinstag, nein danke! Menschen mit dieser geldPhobie haben eine außergewöhnliche Abneigung gegen Blumen oder fürchten sich sogar vor ihnen. © dpa
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Leukophobie: Ein Traum in weiß, beispielsweise ein Hochzeitskleid, wird für Betroffene dieser Phobie zum Albtraum. Sie haben Angst vor allen Dingen, die weiß sind. © dpa
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Geliophobie: Lachen ist gesund, aber für Betroffene dieser Phobie nicht erfreulich. Denn sie haben Angst zu lachen oder von anderen ausgelacht zu werden. © picture alliance / dpa
Phobien Angst und Psychosen
Koumpounophobie: Menschen, die mit dieser Angst zu kämpfen haben, ekeln sich vor Knöpfen. Sie tragen keine Jeanshosen, stattdessen Röcke oder Hosen mit Gummizug. Bettbezüge mit Knöpfen an den Enden finden die Phobiker widerlich. © dpa
Phobien Angst und Psychosen
Arachnophobie: Keine außergewöhnliche Phobie, aber doch eigentlich ziemlich unlogisch, oder? Denn, wenn es sicht nicht gerade um ein giftiges Exemplar handelt, besteht eigentlich kein Grund, sich vor diesen kleinen Achtbeinern zu fürchten. © dpa

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