Arbeitsrecht

Corona: Muss ich in Quarantäne arbeiten – oder werde ich von der Arbeit freigestellt?

Ein Mundschutz liegt auf einem Tisch.
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Arbeiten in Quarantäne: Muss ich das oder bin ich befreit?

Werde ich vom Job freigestellt, wenn das Gesundheitsamt häusliche Quarantäne anordnet? Oder winkt dann Home Office? Wir zeigen Ihnen, in welchen Fällen Sie arbeiten müssen.

„Sie müssen in Quarantäne!“ Wer nach einem Kontakt zu einem Covid-19-Infizierten vom Gesundheitsamt diesen Anruf erhält, steht erst einmal ratlos da. Werde ich jetzt krank geschrieben oder muss ich im Home Office arbeiten? Oder stellt mich der Arbeitgeber frei? Ein Überblick, was arbeitsrechtlich in der Corona-Krise* gilt.

Quarantäne: In diesem Fall schreibt Sie der Arzt krank

Ob Sie in Quarantäne arbeiten müssen oder nicht, hängt zunächst davon ab, ob Sie Symptome einer Covid-19 Erkrankung zeigen. Wer Anzeichen für eine Corona-Erkrankung wie Husten, Fieber oder leichte Halsschmerzen verspürt, den darf der Arzt laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) krankschreiben. Mit der ausgestellten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) melden Sie sich dann beim Arbeitgeber krank. In diesem Fall müssen Sie in Quarantäne natürlich nicht arbeiten, genau wie bei anderen Erkrankungen auch.

Mehr zum Thema lesen Sie hier: Corona: Bekomme ich eine Krankschreibung, wenn ich in Quarantäne muss?

Arbeiten in Quarantäne: In diesem Fall müssen Sie arbeiten

Wenn Sie in häuslicher Quarantäne keinerlei Symptome einer Infektion mit SARS-CoV-2 zeigen, müssen Sie jedoch zwingend arbeiten, wenn Ihnen Home Office möglich ist. Dasselbe gilt, wenn Sie sich an einem anderen Ort in Quarantäne befinden und von dort aus mobil arbeiten können (zum Beispiel auf einer Dienstreise).

Doch Vorsicht: Wer nicht arbeitet, obwohl er in Quarantäne arbeiten könnte, der begibt sich auf dünnes Eis. Denn arbeitsrechtlich kommt dies einer Arbeitsverweigerung gleich. Arbeitnehmern droht dann eine Abmahnung bis hin zur Kündigung.

Lesen Sie auch: Coronavirus: Erhalten Arbeitnehmer in Quarantäne weiterhin Gehalt?

Diese Arbeitnehmer sind in Quarantäne von der Arbeitspflicht befreit

Wer zwingend im Betrieb arbeiten muss, weil er etwa Maschinen bedient, der ist in der Regel von seiner Arbeitspflicht befreit. Doch auch in diesem Fall gibt es Ausnahmen: Der Arbeitgeber darf laut seines Weisungsrecht dem Beschäftigten auch Aufgaben zuweisen, die er innerhalb der Quarantäne erledigen kann. Sie sollten also unbedingt mit Ihrem Vorgesetzten die Situation besprechen und keinesfalls einfach zuhause bleiben, wenn Sie in Quarantäne müssen. (as) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

Mehr zum Thema: Krankschreibung: Zählt das Wochenende bei der Drei-Tage-Frist dazu?

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Weitere Quellen: Rechtsanwaltskanzlei Gleiss Lutz, Juris.de

Überraschend: Diese fünf Berufe machen krank

In einigen Berufen melden sich die Mitarbeiter besonders häufig krank - sei es wegen Atemwegsinfektionen, Rückenschmerzen oder Depressionen. Welche Jobs die meisten Fehltage verursachen, zeigt eine Auswertung der Krankenkassen.
In einigen Berufen melden sich die Mitarbeiter besonders häufig krank - sei es wegen Atemwegsinfektionen, Rückenschmerzen oder Depressionen. Welche Jobs die meisten Fehltage verursachen, zeigt eine Auswertung der Krankenkassen. © dpa
Platz 5: Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung - 18,6 Fehltage
Platz 5: Öffentliche Verwaltung und Sozialversicherung - 18,6 Fehltage © dpa
Platz 4: Angestellte der Müllabfuhr oder Recycling-Mitarbeiter - 19,4 Fehltage
Platz 4: Angestellte der Müllabfuhr oder Recycling-Mitarbeiter - 19,4 Fehltage © dpa
Platz 3: Verkehrsbranche wie LKW- oder Lokfahrer bzw. Mitarbeiter im Straßenbau - 19,8 Fehltage
Platz 3: Verkehrsbranche wie LKW- oder Lokfahrer bzw. Mitarbeiter im Straßenbau - 19,8 Fehltage © dpa
Platz 2: Mitarbeiter der Arbeitsvermittlung oder von Zeitarbeitsfirmen - 20,3 Fehltage
Platz 2: Mitarbeiter der Arbeitsvermittlung oder von Zeitarbeitsfirmen - 20,3 Fehltage © dpa
Platz 1: Post- und Paketzusteller - 22,8 Fehltage
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