Corona-Pandemie

Sylt-Urlaub ab 1. Mai wieder erlaubt: Diese Regeln sollten Reisende jetzt kennen

Sylt begrüßt ab dem 1. Mai im Rahmen eines Modellprojekts wieder für Touristen. Welche Regeln für den Insel-Urlaub trotz Corona-Pandemie gelten, erfahren Sie hier.

Am Donnerstag (22. April) haben die Sylter Gemeindevertreter beschlossen, am Modellprojekt des Kreises Nordfriesland teilzunehmen. Zuvor hatten schon die vier Amtsgemeinden der Insel List, Kampen, Wenningstedt-Braderup und Hörnum dem Kreiskonzept zugestimmt. Ursprünglich wollte Sylt ein eigenes Modellprojekt mit strengeren Maßnahmen starten – das ist aber aus fehlenden rechtlichen Rahmenbedingungen gescheitert. Bei der Öffnung am 1. Mai gelten somit im Kreisgebiet Nordfriesland und Sylt dieselben Regeln für Touristen, wie der NDR berichtet.

Welche Corona-Regeln gelten für den Urlaub auf Sylt?

Wer auf Sylt oder generell im Kreis Nordfriesland seinen Urlaub verbringen will, muss sich alle zwei Tage auf das Coronavirus testen lassen, wie auch 24hamburg.de* berichtet. Das Sylt Marketing informiert zudem, dass für die Übernachtung in teilnehmenden Beherbergungsbetrieben bestimmte Voraussetzungen gelten: So braucht es unter anderem eine zwingend erforderliche schriftliche Verpflichtungserklärung, ein negatives Testergebnis bei der Anreise, das nicht älter als 48 Stunden ist, sowie die erwähnte Testung alle 48 Stunden. Auch Schnelltests sind laut NDR erlaubt. Gäste mit vollständigem Impfschutz seien von der Testpflicht ausgenommen, heißt es laut Sylt Marketing. Außerdem könnten Touristen unter Einhaltung der gleichen Regeln teilnehmende Gastronomiebetriebe besuchen. Der Kreis Nordfriesland erklärt auf seiner Webseite zudem, dass als Beherbergungsbetrieb auch der Privatvermieter mit einzelner Ferienwohnung gilt, der diese an Dritte vermietet. Eine Liste der teilnehmenden Betriebe soll noch veröffentlicht werden.

Das Modellprojekt ist zunächst bis zum 31. Mai befristet, eine Verlängerung um den Monat Juni sei möglich. Außerdem handelt es sich bei dem 1. Mai nicht um einen garantierten Starttermin, wie der Kreis Nordfriesland weiterhin auf der Webseite erklärt. Wenn sich die Pandemie bis dahin weiter zuspitzen sollte, kann das Projekt wieder verschoben oder abgesagt werden. Außerdem würde das Projekt genauestens beobachtet und eventuell abgebrochen werden, wenn die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern während der Laufzeit überschreitet. Bei einer Inzidenz von 100 über drei Tage hinweg würden alle Lockerungen sofort hinfällig werden.

Auch interessant: Wird Urlaub an Ostsee und Nordsee zu Pfingsten möglich sein?

Kritische Stimmen aus Sylt zum Modellprojekt

Bedenken zur Teilnahme am Modellprojekt gab es laut NDR vonseiten des Sylter Kommunalpolitikers Lars Schmidt von der Partei „Zukunft“. Laut einer selbst initiierten, nicht repräsentativen Umfrage lehnten 60 Prozent der Befragten eine Öffnung ab. Die SPD stimmte ebenfalls gegen das Modellprojekt. Kay Abeling (CDU) erklärte laut dem Bericht jedoch, die Gemeinde Sylt hätte gar nicht anders entscheiden können, nachdem die kleineren Dörfer bereits vorgeprescht waren. Grüne und SSW waren ebenfalls für die Öffnung. Bisher wurden die meisten Ostsee-Touristen aber negativ getestet*, wie 24hamburg.de berichtet.

Die Schlei-Region mit Eckernförde hat sein Modellprojekt hingegen schon am 19. April gestartet* und war damit die erste Region in Schleswig-Holstein, die wieder für Touristen öffnete. (fk) *Merkur.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Lesen Sie auch: Was bedeutet die bundesweite Corona-Notbremse für Reisen?

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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