Mieterfrage

Muss ich als Erdgeschoss-Bewohner am Aufzug mit zahlen?

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Ein Aufzug bringt Betriebskosten mit sich - und für die müssen auch die Mieter aufkommen.

Es scheint auf den ersten Blick kurios: Warum sollte ein Bewohner des Erdgeschosses sich an den Kosten des Aufzugs beteiligen? Der Bundesgerichtshof sieht dies jedoch anders.

Wer im Erdgeschoss wohnt und an den Betriebskosten des Aufzugs beteiligt wird, wird vermutlich erst einmal die Stirn runzeln und sich beschweren - schließlich hat man ja selbst nichts vom Lift.

Kosten am Lift: Kann ich als Erdgeschoss-Bewohner beteiligt werden?

So ähnlich sahen es auch Mieter einer Erdgeschoss-Wohnung einer Seniorenanlage, die 2006 von ihrem Vermieter verklagt wurden (Az.: VIII ZR 106/06). Dieser forderte Nachzahlungen in Höhe von rund 140 Euro für die Betriebskosten des Aufzugs. Dabei berief er sich auf einen zwischen den Parteien geschlossenen Formularmietvertrag, der die Betriebskosten - unter anderem auch des Aufzugs - umlegte. Die Summe wurde nach Maßstab der Wohnfläche berechnet. Die Bewohner weigerten sich allerdings - schließlich gehörte zu ihrer Wohnung nicht einmal ein Keller oder ein Dachboden, der mit dem Aufzug zu erreichen gewesen wäre.

Ein Amtsgericht gab dem verklagten Mietern zunächst auch Recht. Allerdings ging der Kläger beim Landgericht in Berufung, welches entschied, dass die Mieter zahlen müssten. Der Fall ging wieder in Revision und wurde anschließend vom Bundesgerichtshof zugunsten des Vermieters entschieden.

Lesen Sie hier: Wer muss eigentlich Fenster, Rollläden und Jalousien von außen reinigen?

Erdgeschoss-Bewohner müssen sich an Kosten für Lift beteiligen - das ist die Begründung

Der Bundesgerichtshof begründete sein Urteil mit dem Paragraf 556 Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), wonach Vertragsparteien generell vereinbaren können, dass Mieter einen Teil der Betriebskosten tragen. Eine differenzierte Umlage der Kosten nach tatsächlichen Gebrauch  - zum Beispiel eines Lifts, aber auch von Beleuchtung oder Reinigungskosten - sei für den Vermieter nicht praktikabel und für den Mieter zu unübersichtlich und nur noch schwer nachvollziehbar.

Auch eine interessantes Urteil für Mieter: Darum könnte es für Sie unangenehm werden, wenn Sie nachts die Rollläden schließen.

fk

Zuzug: Diese Regionen werden bis 2030 boomen

Platz 10: Der Landkreis Karlsruhe soll laut dem HWWI bis 2030 von 18.033 Einwohner auf 436.000 Einwohner wachsen - ein enormer Anstieg. Grund dafür solle die günstige Lage in der Nähe von Metropolen wie Frankfurt und Stuttgart sein, außerdem der Verkehrsanschluss zur A5 in Richtung Südwesten und den guten ICE-Verbindungen.
Platz 10: Der Landkreis Karlsruhe soll laut dem HWWI bis 2030 von 18.033 Einwohner auf 436.000 Einwohner wachsen - ein enormer Anstieg. Grund dafür solle die günstige Lage in der Nähe von Metropolen wie Frankfurt und Stuttgart sein, außerdem der Verkehrsanschluss zur A5 in Richtung Südwesten und den guten ICE-Verbindungen. © picture alliance / dpa / Uli Deck
Platz 9: Dank seiner Nähe zu München und den erschwinglicheren Mieten im Vergleich zu der bayerischen Landeshauptstadt, soll auch der Landkreis Rosenheim in Zukunft großen Bevölkerungszuwachs bekommen. Rund 19.300 Menschen werden dann ins Alpenvorland ziehen - insgesamt macht das rund 256.000 Einwohner bis 2030.
Platz 9: Dank seiner Nähe zu München und den erschwinglicheren Mieten im Vergleich zu der bayerischen Landeshauptstadt, soll auch der Landkreis Rosenheim in Zukunft großen Bevölkerungszuwachs bekommen. Rund 19.300 Menschen werden dann ins Alpenvorland ziehen - insgesamt macht das rund 256.000 Einwohner bis 2030. © picture alliance / dpa / Peter Kneffel
Platz 8: Im Rhein-Neckar-Kreis erwartet man den höchsten Anstieg von Häuserpreisen bundesweit - denn angeblich werden 20.600 neue Einwohner in die Gegend um Heidelberg strömen. Damit erhöht sich die Einwohnerzahl auf 542.000 Menschen.
Platz 8: Im Rhein-Neckar-Kreis erwartet man den höchsten Anstieg von Häuserpreisen bundesweit - denn angeblich werden 20.600 neue Einwohner in die Gegend um Heidelberg strömen. Damit erhöht sich die Einwohnerzahl auf 542.000 Menschen. © picture alliance / Ronald Wittek
Platz 7: Trotz führender Positionen in Sachen höchste Miet- und Häuserpreise - die Menschen zieht es nach Fürstenfeldbruck. Wieder einmal spielt die Nähe zur Metropole München eine Rolle. Deshalb wird ein Bevölkerungsanstieg von bis zu zehn Prozent erwartet. In Zahlen sind das 20.920 neue Einwohner, die zusammen mit der jetzigen Bevölkerung 214.000 Menschen ergeben.
Platz 7: Trotz führender Positionen in Sachen höchste Miet- und Häuserpreise - die Menschen zieht es nach Fürstenfeldbruck. Wieder einmal spielt die Nähe zur Metropole München eine Rolle. Deshalb wird ein Bevölkerungsanstieg von bis zu zehn Prozent erwartet. In Zahlen sind das 20.920 neue Einwohner, die zusammen mit der jetzigen Bevölkerung 214.000 Menschen ergeben. © pixabay / LeilaSchmidt
Platz 6: Die beliebte Touristengegend um die Region Breisgau-Hochschwarzwald bekommt ebenfalls Zuwachs in der Bevölkerung: Hier rechnet das HWWI bis 2013 mit 22.091 neuen Einwohnern - das macht insgesamt 257.000 Menschen.
Platz 6: Die beliebte Touristengegend um die Region Breisgau-Hochschwarzwald bekommt ebenfalls Zuwachs in der Bevölkerung: Hier rechnet das HWWI bis 2013 mit 22.091 neuen Einwohnern - das macht insgesamt 257.000 Menschen. © pixabay /AshLM
Platz 5: Die Region nördlich von Stuttgart erfreut sich eines wirtschaftlich starken Auftretens. Das scheint auch für Wohnungssuchende attraktiv zu sein: Mit 22.874 neuen Einwohnern wird der Landkreis Ludwigsburg bis 2030 etwa 534.000 Einwohner zählen.
Platz 5: Die Region nördlich von Stuttgart erfreut sich eines wirtschaftlich starken Auftretens. Das scheint auch für Wohnungssuchende attraktiv zu sein: Mit 22.874 neuen Einwohnern wird der Landkreis Ludwigsburg bis 2030 etwa 534.000 Einwohner zählen. © picture alliance / Sebastian Gollnow
Platz 4: Mit den Städten Bonn und Köln in unmittelbarer Nähe ist der Rhein-Sieg-Kreis eine beliebte Wohngegend. Viele Bürger pendeln von außerhalb in die Städte zum Arbeiten. Deswegen vermutet die HWWI ein Bevölkerungswachstum um 29.016 Menschen auf 596.000 Einwohner.
Platz 4: Mit den Städten Bonn und Köln in unmittelbarer Nähe ist der Rhein-Sieg-Kreis eine beliebte Wohngegend. Viele Bürger pendeln von außerhalb in die Städte zum Arbeiten. Deswegen vermutet die HWWI ein Bevölkerungswachstum um 29.016 Menschen auf 596.000 Einwohner. © pixabay / falco
Platz 3: Zum ersten Mal begeben wir uns in den Norden Deutschlands: Hamburg liegt auf Platz 3 der am meisten boomenden Städten und Regionen. Heute leben bereits 1,86 Millionen Menschen (Stand Dezember 2016) in der Hansestadt - bis 2030 sollen nochmal 35.579 dazukommen.
Platz 3: Zum ersten Mal begeben wir uns in den Norden Deutschlands: Hamburg liegt auf Platz 3 der am meisten boomenden Städten und Regionen. Heute leben bereits 1,86 Millionen Menschen (Stand Dezember 2016) in der Hansestadt - bis 2030 sollen nochmal 35.579 dazukommen. © pixabay
Platz 2: Nach Rosenheim und Fürstenfeldbrück, die durch ihre Nähe zu München vor Attraktivität zu sprühen scheinen, kommt nun der Landkreis München selbst. Bis 2030 wird dieser auf 340.000 Einwohner anwachsen - das sind 40.654 neue Einwohner. Die bayerische Landeshauptstadt hingegen wird dank hoher Mieten sogar etwas an Bevölkerung verlieren.
Platz 2: Nach Rosenheim und Fürstenfeldbrück, die durch ihre Nähe zu München vor Attraktivität zu sprühen scheinen, kommt nun der Landkreis München selbst. Bis 2030 wird dieser auf 340.000 Einwohner anwachsen - das sind 40.654 neue Einwohner. Die bayerische Landeshauptstadt hingegen wird dank hoher Mieten sogar etwas an Bevölkerung verlieren. © pixabay
Platz 1: In die Hauptstadt Berlin wird es bis 2030 64.276 neue Einwohner ziehen - und das bei einer Arbeitslosenquote von 11,1 Prozent. Die Bevölkerung wird dann circa 3,5 Millionen Menschen umfassen.
Plat 1: In die Hauptstadt Berlin wird es bis 2030 64.276 neue Einwohner ziehen - und das bei einer Arbeitslosenquote von 11,1 Prozent. Die Bevölkerung wird dann circa 3,5 Millionen Menschen umfassen. © pixabay

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