Gartenmythen erklärt

Warum sollen Tomaten nicht neben Kartoffeln wachsen?

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Weil Kartoffeln Tomatenpflanzen mit Kraut- und Braunfäule anstecken können, sollten die beiden Gemüsesorten nicht nebeneinander wachsen.

Das Anlegen eines Gemüsegartens folgt oft bestimmten Gärtner-Regeln. Eine davon lautet: Tomaten sollten nicht neben Kartoffeln gepflanzt werden. Stimmt das?

Kraut- und Braunfäule greift gerne Kartoffeln an - und diese stecken dann ihre Nachbarn, die Tomaten, an. Daher rät das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) in Karlsruhe, beide Pflanzen nicht nebeneinander ins Gemüsebeet zu setzen.

Tomaten und Kartoffeln nicht nebeneinander pflanzen

Der Pilz, der die Fäule auslöst, wird auf mehrere Weisen übertragen, etwa mit dem Wind. Regen schwemmt jene Pilzteile, die die Sporen bilden, von den Blättern in den Boden. Oder Sporen am Boden kommen durch Regen, der vom Boden hoch spritzt, auf die Pflanzen.

Symptome an den Tomaten sind graugrüne, später braune Flecken auf der Oberseite älterer Blätter sowie ein grauweißes Schimmelgeflecht auf der Unterseite. Die Blätter verfaulen dann oder vertrocknen. An den heranwachsenden Früchten bilden sich ebenfalls Flecken, die weit ins Fruchtfleisch hineinreichen.

Auch bei Kartoffeln bilden sich an den Blättern braune Flecken und ein Pilzrasen an der Unterseite. Ist die Witterung in dem Jahr eher feucht, verfaulen die Blätter. Sonst verdorren sie. Die Knollen bekommen leicht eingesunkene, hellgraue Flecken, und das Fleisch wird rötlich-braun.

Neben ausreichend Abstand schützt die Tomaten ein luftiger Aufbau der Staude. Dann kann Wind die Blätter nach Regen gut abtrocknen - grundsätzlich ein gutes Rezept gegen Pilzbefall. Auch ist ein Unterstand für die Tomaten eine Hilfe, so dass sie ganz von Regen verschont bleiben.

Anbautipps für die Frühlingskräuter

Sauerampfer kann man wild sammeln oder im eigenen Garten anbauen. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn
Sauerampfer kann man wild sammeln oder im eigenen Garten anbauen. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn © Mascha Brichta
Die Gartenkresse lässt sich schon nach 10 bis 14 Tagen ernten. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Die Gartenkresse lässt sich schon nach 10 bis 14 Tagen ernten. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © Andrea Warnecke
Petersilie lässt sich schon bei relativ niedrigen Temperaturen im Freiland aussäen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Petersilie lässt sich schon bei relativ niedrigen Temperaturen im Freiland aussäen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © Andrea Warnecke
Das der Petersilie ähnliche Küchenkraut Kerbel hat einen leichten Anisgeschmack. Foto: Jens Schierenbeck/dpa-tmn
Das der Petersilie ähnliche Küchenkraut Kerbel hat einen leichten Anisgeschmack. Foto: Jens Schierenbeck/dpa-tmn © Jens Schierenbeck
Borretsch ist natürlich ein Würzkraut für die Küche. Aber im Garten macht die Pflanze auch eine gute Figur. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Borretsch ist natürlich ein Würzkraut für die Küche. Aber im Garten macht die Pflanze auch eine gute Figur. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn © Henning Kaiser
Schnittlauch lässt sich ab April in humus- und nährstoffreiche, feuchte Böden aussäen oder auspflanzen. Oder er wird im Topf in die Küche gestellt. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Schnittlauch lässt sich ab April in humus- und nährstoffreiche, feuchte Böden aussäen oder auspflanzen. Oder er wird im Topf in die Küche gestellt. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © Andrea Warnecke
Traditionell gehören in die Frankfurter Soße Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Foto: Dieter Heinemann/Westend61/dpa-tmn
Traditionell gehören in die Frankfurter Soße Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Foto: Dieter Heinemann/Westend61/dpa-tmn © Dieter Heinemann

dpa/tmn

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