Schlimmer als Atom-Bombe

Asteroid nimmt Kurs auf Erde: Experten berechnen Einschlag für 2022

Steht die Welt vor einer Katastrophe? Ein Asteroid hat Kurs auf die Erde aufgenommen. Experten sind sich sicher: Schon 2022 wird er einschlagen. 

Washington – Der Asteroid namens 2009JF1 ist unterwegs zur Erde, und das mit unglaublichen 59.000 Kilometern pro Stunde. Schon bald könnte er eine ernsthafte Gefahr darstellen – und nicht wie der „Hochhaus-Asteroid knapp an der Erde vorbei fliegen.

BehördeNasa
GründerDwight D. Eisenhower
HauptsitzWashington, D.C., Vereinigte Staaten
Gründung29. Juli 1958, USA

Forscher der Nasa haben bereits vor zehn Jahren eine sehr beunruhigende Entdeckung im Weltall gemacht: Ein Asteroid mit etwa 15 Metern Durchmesser nähert sich der Erde. Schon am 6. Mai 2022 könnte es zum Einschlag kommen.

Asteroid hat 15-fache Zerstörungskraft der Hiroshima-Bombe

Das hätte verheerende Auswirkungen. Denn das Objekt aus dem Weltall mit dem Namen 2009JF1 ist mit 59.000 Stundenkilometern unterwegs Laut Nasa würde der Asteroid mit einer Wucht von 230.000 Tonnen TNT aufprallen. Das entspräche der 15-fachen Zerstörungskraft der Hiroshima-Bombe.

Dies ist die künstlerische Interpretation eines Asteroidenaufpralls auf der Erde.

Europäische Raumfahrt-Agentur nimmt Asteroid in Risikoliste auf

Die Nasa beobachtet den 2009JF1 seit Jahren ganz genau. Auch die Europäische Raumfahrt-Agentur (ESA) hat ihn in ihre Risikoliste aufgenommen. Allerdings sei es sehr unwahrscheinlich, dass der Asteroid tatsächlich mit der Erde kollidiert. Es sei denn, er würde von seinem Kurs abweichen, was generell durchaus möglich ist: Der Asteroid „Apophis“ hat gerade erst plötzlich seine Flugbahn geändert, es droht ein Einschlag.

Dazu müsste 2009JF1 durch andere Flugkörper oder durch Gravitationslöcher von seinem Kurs gebracht werden.; die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei 1:4000. Nasa und Esa testen aber, ob sich Asteroiden aus ihrer Bahn schubsen lassen.

2009JF1 fliegt wahrscheinlich an der Erde vorbei

Schon im September 2019 raste ein Mega-Asteroid, der doppelt so groß wie das Empire State Building in New York* war, an unserem Planeten vorbei. Der Weltraum-Körper 2009JF1 wird ebenfalls mit großer Wahrscheinlichkeit an der Erde vorbeifliegen. Doch Asteroiden-Einschläge sind häufiger als bisher angenommen.

Raumfahrtbehörden bereiten sich auf Horror-Szenarien vor

Dennoch sind die Raumfahrtbehörden alarmiert, ein Rettungsplan von NASA und ESA läuft bereits vor. NASA und ESA erforschen, inwieweit es möglich ist, Asteroiden abzuwehren. Im Oktober 2020 wurde eine Sonde zu den Didymos-Asteroiden geschickt , die vergleichsweise nah an der Erde vorbeifliegen werden – in 16 Millionen Kilometern Entfernung. Sie soll Proben von den Flugkörpern sammeln, wie die Esa auf ihrer Webseite berichtet.

Sonde wird zum Didymos-Asteroiden geschickt

Auch die Nasa forscht intensiv: Im Juli 2021 wird in Rahmen der DART-Mission (Double Asteroid Redirection Test) eine Sonde losgeschickt, die 2022 kontrolliert auf Didymos aufprallen soll. Der Test soll zeigen, ob die Nasa Asteroiden von ihrem Kurs abbringen kann. Denn: Forscher sind sich sicher: Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann ein Asteroid auf die Erde zurast, liegt bei 100 Prozent.

2024 will die Europäische Weltraumorganisation Eva ihre Mission namens Hera starten. Die Sonde soll Anfang 2027 Dimorphos erneut besuchen, um ihn genauer zu vermessen und seine Zusammensetzung zu untersuchen. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Don Davis

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