Schnelltests beim Arzt

Coronavirus in Niedersachsen: Menschen ab 70 Jahren können sich bald impfen lassen

Bundesweit gibt es eine Einigung auf Lockerungen im Corona-Lockdown. Die Landesregierung hat nun einen Rüffel bekommen. 1000 Arztpraxen bieten derzeit kostenlose Corona-Schnelltests an.

Dieser Coronavirus-Ticker für Niedersachsen ist beendet und wird hier weitergeführt.

Update vom 9. März, 16.10 Uhr:  Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) will Öffnungsschritte in der Pandemie weiterhin an den Inzidenzwert knüpfen. Es handele sich um einen gut messbaren Wert, der das Infektionsgeschehen auf regionaler Ebene reflektiert, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag in Hannover. „Ich weiß, dass einige Kommunen enttäuscht sind“, räumte die Ministerin ein. Allerdings müsse in den Hochinzidenz-Kommunen das Infektionsgeschehen weiter eingedämmt werden. Wo mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gezählt werden, bleibt es bei den bisherigen Einschränkungen.

Update vom 9. März, 14.00 Uhr:  Die neue Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) sieht Niedersachsen kündigte auf einer Pressekonferenz an, dass Menschen ab 70 Jahren bald ein Impfangebot bekommen. In den kommenden Tagen werde diese Gruppe schriftlich informiert, damit die Betreffenden dann auch einen Impftermin ausmachen könnten, so Behrens. Für die Schreiben werde das Land dieses Mal auf die Daten der Kommunen zurückgreifen. „Wir haben aus der Vergangenheit gelernt“, sagte Behrens. Bis Ende März soll dann die der Gruppe der Menschen ab 80 Jahren durchgeimpft sein.

Update vom 9. März, 13.25 Uhr:  Mehr als 1000 Arztpraxen in Niedersachsen bieten derzeit kostenlose Corona-Schnelltests an. Diese hätten sich auf eine Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) vom Wochenende zurückgemeldet, teilte ein Sprecher des Verbands am Dienstag mit. Seit Montag hat jeder Bürger Anspruch auf einen kostenlosen Antigen-Schnelltest pro Woche, vorgenommen von geschultem Personal etwa in Apotheken, Testzentren oder Praxen. Bund und Länder hatten das Angebot vereinbart, der Bund übernimmt die Kosten.

Bei welcher der rund 13.000 Arztpraxen in Niedersachsen so ein Test möglich ist, können Interessierte unter www.arztauskunft-niedersachsen.de sehen. Unter „Besonderheiten“ lässt sich dort nach Corona-Schnelltestmöglichkeiten suchen. Die Liste werde derzeit ergänzt und sukzessive wachsen, so die KVN. Viele Praxen hätten aber deutlich gemacht, dass die vorhandenen Schnelltests nicht gleich für alle reichten. Daher sollen Bürger vor dem Besuch in der Praxis anrufen. (dpa)

Update vom 9. März, 11.15 Uhr:  Die niedersächsische SPD/CDU-Landesregierung hat zu Beginn der Corona-Epidemie gegen die Informationspflicht des Landtags verstoßen. Das hat der Staatsgerichtshof in Bückeburg am Dienstag geurteilt und damit einer Klage der Opposition stattgegeben. „Die Landesregierung ist ihrer Verpflichtung nicht in erforderlichem Maße nachgekommen“, sagte der Präsident des Gerichtes, Thomas Smollich. Die Landesregierung sei nach der Landesverfassung verpflichtet, den Landtag über Regelungen grundsätzlicher Bedeutung wie die Corona-Verordnungen zu unterrichten. Es stehe nicht im Ermessen der Regierung, darauf in besonderen Lagen zu verzichten. (dpa)

Update vom 9. März, 9.05 Uhr:  Nach der Verwirrung um Geschäftsöffnungen in sogenannten Hochinzidenzkommunen hat die niedersächsische Landesregierung die Regeln präzisiert. So seien Anprobetermine für individuell bestellte Kleidungsstücke wie Hochzeitskleider, Anzüge oder Arbeitskleidung auch in Hochinzidenzkommunen erlaubt, teilte die Landesregierung am Dienstag mit. Das gelte aber nicht für das Anprobieren von Jeans, T-Shirts oder Pullovern in normalen Bekleidungsgeschäften.

Zahl der Corona-Fälle in Niedersachsen:170.786
Differenz zum Vortag:+354
Verstorbene:4478 (+31)
Sieben-Tage-Inzidenz:65,2
Stand und Quelle:9. März 2021, 9.00 Uhr, NLGA

„Würde man den Begriff Anprobetermine auch auf diese Bereiche ausdehnen, würde das de facto eine Öffnung von weiten Teilen des Einzelhandels bedeuten“, sagte eine Regierungssprecherin. Das sei allerdings in Kommunen, deren Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche, über 100 liege, nicht zu verantworten. Die Landesregierung bat Geschäftsinhaber und Kunden noch um ein wenig Geduld.

Für Verwirrung hatte am Montag allerdings mancherorts gesorgt, dass Lockerungsschritte wie der Termineinkauf nicht in Städten und Kreisen mit einer Inzidenz von über 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gelten. Möbelhäuser in der Region Hannover öffneten zum Termineinkauf und beriefen sich auf unklare Regelungen seitens des Landes.

Update vom 8. März, 14.40 Uhr:  Mehrere Geschäfte in der Region Hannover haben am Montag Terminshopping angeboten und damit gegen die Corona-Verordnung verstoßen. Darunter waren mindestens zwei Möbelhäuser, die telefonisch und im Internet über ihre Eröffnung berichteten. „Ich bin der Meinung, dass die RKI-Werte gelten“, sagte der Geschäftsführer des Möbelhauses Staude, Helmut Staude. Ihm zufolge gab das Robert Koch-Institut (RKI) den Inzidenzwert für die Region Hannover am Montagmorgen mit 99,2 an. „Wir wollen nicht irgendetwas Unrechtmäßiges machen.“ Bislang habe niemand mitgeteilt, dass die Region Hannover ein Hochinzidenzgebiet sei.

Nach der neuen Corona-Verordnung sind Lockerungen wie Einkaufen mit Termin nur bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 möglich. In der Region Hannover lag die Inzidenz nach Landesangaben am Montag bei 103,8. Die Regierungssprecherin Anke Pörksen sagte, bei der Verordnung gebe es keinen Spielraum. Terminshopping sei in der Region Hannover klar verboten. Ihr zufolge gelten die vom Land im Internet veröffentlichten Infektionszahlen. Die Polizei fuhr bei mehreren geöffneten Geschäften vorbei, konnte zum aktuellen Ermittlungsstand aber zunächst nichts sagen.

Update vom 8. März, 12.24 Uhr:  Nach monatelanger Schließung wegen des Lockdowns haben am Montag die ersten niedersächsischen Zoos und Tierparks geöffnet. Nach der neuen Corona-Verordnung ist das in Landkreisen und kreisfreien Städten möglich, in denen die Inzidenz von 100 nicht überschritten wird.

Wir freuen uns tierisch, dass es wieder los geht“

Fabrizio Sepe, Chef des Serengeti-Parks

„Wir freuen uns tierisch, dass es wieder los geht“, sagte der Chef des Serengeti-Parks am Südrand der Lüneburger Heide, Fabrizio Sepe. Am Vormittag fuhren die ersten Besucher mit eigenen Autos durch den Tierpark-Bereich. Auch die Fahrt mit Parkbussen ist erlaubt. Fenster, Türen und Schiebedächer müssen während der Durchfahrt zu bleiben. In den Bussen und geschlossenen Räumen wie Toiletten gilt Maskenpflicht. Der Freizeitpark mit Karussells und Fahrgeschäften ist geschlossen. Der Park empfiehlt, Tickets online zu kaufen, um das Infektionsrisiko zu minimieren.

Nach monatelanger Schließung wegen des Lockdowns haben am Montag die ersten niedersächsischen Zoos und Tierparks geöffnet.

Auch andere Einrichtungen wie der Tierpark Nordhorn im Landkreis Grafschaft Bentheim, der Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf und der Zoo Osnabrück öffneten ihre Tore. In allen Einrichtungen müssen sich Menschen für ein bestimmtes Zeitfenster anmelden, Restaurants sind geschlossen, auf dem Gelände gelten Abstands- und Hygieneregeln. Zudem gilt für bestimmte Bereiche und geschlossene Räume eine Maskenpflicht. Im Zoo Osnabrück muss auf dem gesamten Gelände eine medizinische Maske getragen werden, der Tierpark Nordhorn empfiehlt das und schreibt: „Bitte bringen Sie Geduld und ein Lächeln mit!“ (dpa)

Update vom 8. März, 10.09 Uhr:  Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt meldet nach dem Wochenende einen Anstieg um 314 registrierte Neuinfektionen auf die Gesamtzahl von 170.432. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 64,7. Der Tod drei weiterer Personen wurde gemeldet, womit die Gesamtzahl der Todesfälle bei 4447 liegt.

Ministerpräsident verteidigt das Festhalten am Corona-Inzidenzwert als Grundlage von Lockerungen

Update vom 8. März, 09.44 Uhr:  Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin Martina Wenker fordert weniger Bürokratie beim Impfen. „Es mangelt nicht am Impfstoff“, sagte Wenker der „Nordwest-Zeitung“. Es hake bei der Terminvergabe und der Reihenfolge der Priorisierungen. Alle, die impfen könnten, müssten auch impfen. Damit seien die Impfzentren, die Impfteams sowie die Haus- und Betriebsärzte gemeint. Jeder verfügbare Impfstoff müsse verteilt werden. Wenn Impfstoff übrig sei, sollte man unkompliziert zu den Priorisierungsgruppen zwei oder drei gehen können, forderte Wenker. Die Ärzte würden immer wieder ausgebremst. Das Termin-Management sei zu kompliziert, sagte sie mit Blick darauf, dass ab Ende März auch in Hausarztpraxen geimpft werden solle. Die Organisation der Impftermine solle dezentral erfolgen. (dpa)

Es mangelt nicht am Impfstoff“

Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer NIedersachsen

Ministerpräsident Stephan Weil hat das Festhalten am Corona-Inzidenzwert als Grundlage für Lockerungen verteidigt. „Hohen Inzidenzwerten folgt leider meist ein Anstieg bei den Schwerstkranken, wenn auch um einige Wochen zeitversetzt“, sagte der SPD-Politiker der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Daher werde der Inzidenzwert unbedingt benötigt. Kritiker hatten wiederholt gefordert, neben dem Inzidenzwert etwa auch die Zahl der verfügbaren Intensivbetten in den Krankenhäusern zu berücksichtigen. Der Regierungschef räumte allerdings auch ein, dass bei vermehrten Tests auch die Inzidenzzahl steigen werde. „Aber mittelfristig wird eine hohe Zahl von Testungen dann auch wieder zu einer Absenkung der Inzidenzzahlen führen.“ Der Vorteil von Tests sei, Infizierte früher zu entdecken und Ansteckungen zu vermeiden. Vor allem trügen negative Tests dazu bei, in bestimmten Bereichen mehr Freiheiten zuzulassen, etwa beim Kinobesuch. (dpa)

Deutliche Lockerungen der Corona-Regeln treten in Kraft

Update vom 8. März, 08.37 Uhr:  In Niedersachsen gelten ab heute wie angekündigt deutlich gelockerte Corona-Regeln. So dürfen sich wieder bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen, sofern in ihren Regionen der Sieben-Tage-Wert zwischen 35 und 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche liegt. Bei einer Inzidenz bis 35 können Treffen von höchstens 10 Personen aus insgesamt drei Haushalten zugelassen werden.

Bei einer Inzidenz unter 100 greifen zudem weitere Lockerungen: Die Geschäfte dürfen für Terminshopping öffnen, die Kitas kehren in den eingeschränkten Regelbetrieb zurück, Museen und Zoos dürfen mit halber Kapazität und Anmeldepflicht öffnen, Individualsport ist unter Einhaltung der Kontaktregeln erlaubt und Kinder bis 14 Jahre dürfen draußen auch in Gruppen von bis zu 20 Personen Sport treiben. (dpa)

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne spricht zudem am Montag im Sonderausschuss des Landtags zur Covid-19-Pandemie. Der SPD-Politiker gebe dann einen „Überblick aus seinem Zuständigkeitsbereich“, teilte das Ministerium mit. Die Schulen in Niedersachsen weiten ihren Betrieb vom 15. März an wieder aus: Dann beenden die Klassen 5 bis 7 sowie der 12. Jahrgang das Homeschooling. Sie kehren im Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurück. Eine Woche später, vom 22. März an, sollen dann alle Schulen und Jahrgänge in den Wechselunterricht zurückkehren. Für Grundschüler und Abschlussklassen gilt ab heute wieder die Präsenzpflicht. (dpa)

Vereinbarte Lockerungen der Corona-Regeln gelten ab Montag auch in Niedersachsen

Update vom 7. März, 15.30 Uhr: Flächendeckende kostenlose Schnelltests auf das Coronavirus bei Ärzten, in Impfzentren und Apotheken wird es in Niedersachsen zunächst noch nicht geben. Die Landesregierung werde alles tun, damit den Bürgerinnen und Bürgern Schnelltests angeboten werden können, sagte eine Regierungssprecherin in Hannover. Aber weder der Bund noch das Land Niedersachsen hätten flächendeckende Schnelltests für die kommende Woche angekündigt, die nationale Teststrategie solle bis Anfang April schrittweise umgesetzt werden. Es gebe gute Gespräche mit der Apothekerkammer, weitere Partner sollten eingebunden werden. (dpa)

Update vom 7. März, 9:45 Uhr: Die von Bund und Ländern vereinbarten Lockerungen der Corona-Regeln gelten von Montag an auch in Niedersachsen. Private Treffen werden erleichtert: Statt wie bisher nur eine weitere Person dürfen sich wieder bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre sowie unerlässliche Begleit- und Pflegepersonen werden dabei nicht mitgezählt, Paare zählen als ein Hausstand.

Abweichend von der oben genannten Grundregel dürfen Landkreise und kreisfreien Städte, jeweils im Einvernehmen mit dem Landesgesundheitsamt, darüber hinaus Zusammenkünfte von bis zu zehn Personen zulassen, die aus höchstens drei Haushalten kommen dürfen. Voraussetzung hierfür ist ein Inzidenzwert von weniger als 35 im jeweiligen Gebiet. Sein derartig große Treffen in zwei Landkreisen oder Städten zulässig, dürfen sich deren Bewohner auch untereinander zu zehnt und mit bis zu drei Haushalten besuchen.

Ab Montag gelten in Niedersachsen einige Corona-Lockerungen.

In Regionen, deren Sieben-Tage-Wert unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt, kehren zudem die Kitas in den eingeschränkten Regelbetrieb zurück. Außerdem dürfen dort die Geschäfte für Termin-Shopping öffnen, in den Schulen gilt für Grundschüler und Abschlussklassen wieder die Präsenzpflicht, Museen und Zoos dürfen mit halber Kapazität und Anmeldepflicht öffnen, Individualsport ist unter Einhaltung der Kontaktregeln erlaubt und Kinder bis 14 Jahre dürfen draußen auch in Gruppen von bis zu 20 Personen Sport treiben. (dpa)

Update vom 6. März, 17:10 Uhr: Bei der Corona-Lage in Niedersachsen scheint es eine leichte Entspannung zu geben. Am Samstag wurden 870 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte. Die Zahl liegt damit nicht ganz so hoch wie noch am Freitag (948 Fälle), und auch niedriger als am Samstag vor einer Woche (970 Fälle). 17 weitere Todesfälle wurden seit Freitag gemeldet.

Die sogenannte Inzidenz lag am Samstag bei 63,1 Infektionsfällen bezogen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Die höchste Inzidenz von 140,6 Fällen meldete der Landkreis Cloppenburg. Es folgte der Landkreis Wesermarsch mit 120,8.

Update vom 6. März, 10:30 Uhr: Bei der Bereitstellung von Schnelltests nimmt das Kanzleramt die Länder in die Pflicht. „Es war nie verabredet, dass der Bund für die Länder Schnelltests bestellt. Das ist die Aufgabe der Länder selbst“, sagte Kanzleramtschef Helge Braun den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Der Bund bezahlt, aber er schafft nicht die Infrastruktur - und er schafft die Tests auch nicht an. Man kann sie am Markt jetzt kaufen.“ Auch die Testzentren müssten vor Ort entstehen. An die Bevölkerung richtete der Kanzleramtschef den Appell, Testmöglichkeiten „sehr intensiv“ wahrzunehmen und an die Firmen, ihre Mitarbeiter auf Corona zu testen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte am Freitag betont, von den Schnelltests seien “mehr als genug da“. Der CDU-Politiker betonte auch, dass der Bund ab diesem Montag die Kosten trägt, um allen Bürgern einen Schnelltest pro Woche anzubieten. Diese Tests werden von geschultem Personal durchgeführt. Viele Länder hätten angekündigt, loslegen zu wollen. Für das Einrichten der Teststellen etwa in Zentren oder Apotheken sind die Länder zuständig.

Aldi hat am Samstag begonnen, Corona-Schnelltests zu verkaufen.

Bei Aldi Nord wurden am Samstagmorgen erstmals Corona-Schnelltests verkauft. Innerhalb kürzester Zeit waren diese ausverkauft, beispielsweise in Syke (Landkreis Diepholz). Zehn Minuten hat es gedauert, bis alle Corona-Selbsttests verkauft waren. Einige Käufer und Käuferinnen betonten, dass das Angebot von Aldi ihnen Sicherheit gäbe, die ihnen die Politik noch nicht liefern könnte.

Update vom 4. März, 10.50 Uhr: Aus Sicht des Präsidenten Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Marco Trips, gehen in der Corona-Krise die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse „in die richtige Richtung“. Trips sagte am Donnerstag: „Wir müssen Perspektiven haben und dazu kommen die Risiken durch vermehrte Impfungen und bessere Testverfahren in den Griff zu bekommen.“ Wenn dies gelinge, könnten die Kinder auch wieder in die Schulen und Kitas geschickt sowie dem Handel und der Gastronomie wieder Chancen gegeben werden.

Zwar wird der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nach den Bund-Länder-Beratungen am Mittwochabend angesichts weiter hoher Infektionszahlen grundsätzlich bis zum 28. März verlängert. Allerdings soll es je nach Infektionslage Öffnungsmöglichkeiten geben. (dpa)

Update vom 4. März, 6.50 Uhr: Nach der Bund-Länder-Verständigung auf eine stufenweise Lockerung der Corona-Beschränkungen hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sich zufrieden gezeigt. „Die niedersächsische Position findet sich in einem großen Teil der gefassten Beschlüsse wieder“, sagte Weil am späten Mittwochabend. „Alle Bereiche dieser Gesellschaft haben damit wieder eine realistische Öffnungsperspektive.“

Die konkrete Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse will Weil am Donnerstagmittag nach regierungsinternen Beratungen in Hannover präsentieren. Bereits am Samstag soll eine neue Corona-Verordnung veröffentlicht werden, die dann von Sonntag an gilt. Diese Verordnung muss zuvor noch mit den Verbänden und dem Landtag abgestimmt werden. In einer Sondersitzung des Landtags zur Corona-Politik am Freitag plant der Ministerpräsident eine Regierungserklärung.

Update vom 03. März, 14.27 Uhr: Niedersachsen erhöht die Investitionshilfe für die Gastronomie in der Corona-Krise um weitere 19 Millionen auf insgesamt 75 Millionen Euro. Grund sei das anhaltend hohe Interesse an den Zuschüssen, teilte das Wirtschaftsministerium in Hannover am Mittwoch mit. Das Förderprogramm ermöglicht Investitionen in Umbauten, Erweiterungen oder sonstige Modernisierungen erfolgen, die einen Bezug zur Corona-Epidemie haben. (dpa)

Wegen des Corona-Ausbruchs in der Eisfabrik befanden sich zeitweise rund 1000 Menschen in Quarantäne. Nun nimmer das Unternehmen seinen Betrieb wieder auf.

Nach der coronabedingten Schließung einer Eisfabrik in Osnabrück hat das Unternehmen seine Produktion erneut gestartet. Nachdem am Dienstag die ersten drei Produktionslinien wieder angelaufen seien, kämen jeden Tag neue Linien hinzu, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Das Werk war Mitte Februar geschlossen worden, weil bei mehr als 200 Beschäftigten das Coronavirus nachgewiesen wurde. Wegen des Corona-Ausbruchs in der Eisfabrik befanden sich zeitweise rund 1000 Menschen in Quarantäne. (dpa)

Update vom 03. März, 12.41 Uhr: Vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann für einen Ausstieg aus dem Lockdown geworben. „Wir sollten Lockerungen ermöglichen, wo immer dies verantwortbar ist, also überall dort, wo wir das Infektionsgeschehen im Griff behalten und die Infektionswege nachverfolgen können“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch. Im Fokus sollten aus Sicht der Wirtschaft zunächst Öffnungen „für den Einzelhandel, den Tourismus und die Gastronomie“ stehen.

Wir sollten Lockerungen ermöglichen, wo immer dies verantwortbar ist“

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU)

„Sollte sich das Infektionsgeschehen in den nächsten Wochen nicht überproportional nach oben entwickeln, könnten Öffnungen bereits bis Ende März und damit bis Ostern möglich sein“, sagte Althusmann. Denkbar seien auch Öffnungen auf regionaler Ebene, wenn es in einem Landkreis wenige Neuinfektionen gibt und gleichzeitig der Zustrom aus Landkreisen mit hohen Infektionszahlen vermieden werde .Neben dem Sieben-Tage-Wert und den Krankheitsverläufen müsse berücksichtigt werden, dass mehr als fünf Millionen Menschen in Deutschland bereits ihre Erstimpfung erhalten haben und bald viele Schnelltests zur Verfügung stehen sollen. (dpa)

Niedersachsens Kultusministerium bestätigt die Abiturtermine

Niedersachsens Kultusministerium hat die Abiturtermine trotz der Corona-Einschränkungen bestätigt. Der bisherige Zeitplan soll auch dann gelten, wenn zum Zeitpunkt der Prüfungen einzelne oder alle Schulen im Wechsel- oder sogar im Distanzunterricht sind. Das geht aus einem Erlass des Ministeriums an die rund 450 betroffenen Schulen hervor.

Wir sichern faire Prüfungen zu, keiner muss Nachteile wegen Corona befürchten.“

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD)

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) sagte den Schülern am Mittwoch zu, dass nur der Lernstoff abgefragt werde, der tatsächlich behandelt wurde: „Wir sichern faire Prüfungen zu, keiner muss Nachteile wegen Corona befürchten.“ Voraussetzung für den Terminplan ist laut Erlass, dass die Corona-Verordnung das Abhalten der Prüfungen zulässt. Es sei aber beabsichtigt, die Verordnung so zu fassen, dass dies auch dann gegeben ist, wenn der Schulbesuch an sich untersagt ist. (dpa)

Update vom 03. März, 10.26 Uhr: Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) meldet am Mittwoch einen Anstieg der registrierten Neuinfektionen um 803 auf insgesamt 166.233. Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei einem Wert von 64,4. Innerhalb von 24 Stunden sind zudem weitere 30 Personen verstorben. Damit liegt die Gesamtzahl der Todesfälle bei 4376.

Zahl der Corona-Fälle in Niedersachsen:166.233
Differenz zum Vortag:+803
Verstorbene:4376 (+30)
Sieben-Tage-Inzidenz:64,4
Stand und Quelle:03. März 2021, 9.00 Uhr, NLGA

Ursprungsmeldung vom 03. März, 09.15 Uhr: Hannover - Vor den Bund-Länder-Beratungen sind bereits erste Informationen zur Beschlussvorlage durchgesickert. Wie der „Business Insider“ berichtet, hieße es aus Regierungskreisen, dass der Lockdown bis Ende des Monats verlängert werden soll. Gleichzeitig sollen aber Perspektiven geschaffen werden, wie bereits ab einer Inzidenz von 70 erste Lockerungsschritte möglich sind. Stichworte in diesem Zusammenhang sind Hygienekonzepte, ausreichend Schnelltests und das Einkaufen mit Termin.

  • Diese Regeln gelten aktuell:
  • - Gartencentern war es in Niedersachsen bereits ab dem 13. Februar gestattet zu öffnen.
  • - Bereits seit dem 1. März dürfen Friseure wieder öffnen.
  • - In Supermärkten, dem Öffentlichen Nahverkehr sowie auf Wochenmärkten ist das Tragen medizinischer Masken vorgeschrieben. Das gilt außerdem in Räumen von Betrieben und Einrichtungen und deren Parkplätzen.
  • - Das Treffen des eigenen Haushalts ist nur mit einer weiteren Person oder als Einzelperson mit einem anderen Haushalt erlaubt.
  • - In den Schulen gilt allgemein Distanzunterricht. Davon ausgenommen sind die Grundschulen und Abschlussklassen, die im Wechselmodell den Unterricht besuchen.
  • - Für Kindertagesstätten gilt die Notbetreuung mit halber Gruppengröße.

Am Dienstag ist mit dem Verladen von fünf Millionen Corona-Masken begonnen worden, die das Land Niedersachsen für Lehrer zur Verfügung stellt. Mit der Lieferung der 2,5 Millionen FFP2-Masken sowie 2,5 Millionen medizinischen Mund-Nasen-Schutzmasken soll der Katastrophenschutz einen Tag später über die die Kreise und Städte beginnen, wie das Innenministerium mitteilte. In rund einem Monat soll eine weitere Charge für die mehr als 2000 Schulen im Land bereitgestellt werden. (dpa)

Daniela Behrens soll die Nachfolge von Carola Reimann als Gesundheitsministerin antreten

In einem Statement hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bekanntgegeben, dass Daniela Behrens die neue Gesundheitsministerin Niedersachsens werden soll. Die 52-Jährige soll das Amt von Carola Reimann (SPD) übernehmen, die am Montag ihren Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen bekanntgegeben hat. In seiner Ansprache lobte er die Arbeit von Reimann, insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Am Freitag werde er den Mitgliedern des Landtags die neue Kandidatin vorschlagen und hofft, dass sie der Berufung von Daniela Behrens zustimmen. Sie sei eine Leistungsträgerin in der vergangenen Legislaturperiode gewesen und auch nach ihrem Rücktritt sei er mit ihr in Kontakt geblieben, sagt Weil. Sie habe eingeräumt, in ihrem Amt Fehler gemacht zu haben. Die Vorwürfe von damals seien aus der Welt geschafft worden und er sei sich sicher, dass sie sehr gute Arbeit leisten werde.

Daniela Behrens soll die Nachfolge von Carola Reimann als Gesundheitsministerin antreten.

Behrens stammt aus Bremerhaven und leitet derzeit die Gleichstellungsabteilung im Bundesfamilienministerium. Sie war bis 2017 Staatssekretärin im niedersächsischen Wirtschaftsministerium, musste diesen Posten aber aufgrund einer Affäre um mögliche Fehler bei der Vergabe von Aufträgen aufgeben. Inzwischen gilt sie aber als vollständig rehabilitiert. (dpa)

Neue Gesundheitsministerin will Impfungen voranbringen

Die neue niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) will als erstes die Corona-Impfungen im Land voranbringen. „Meine vordringlichste Aufgabe wird es sein, dass die Impfkampagne verstärkt fortgesetzt und eine gute Teststrategie entwickelt wird“, sagte Behrens in einem Interview der „Nordsee-Zeitung“. „Die Menschen haben ein Anrecht darauf, dass diese Dinge zügig erledigt werden.“ Niedersachsen kommt bei den Erstimpfungen im Ländervergleich eher langsam voran. (dpa)

Die Menschen haben ein Anrecht darauf, dass diese Dinge zügig erledigt werden.“

Daniela Behrens (SPD), neue Niedersächsische Gesundheitsministerin

Weil Verweigerer des Corona-Impfstoffes von Astra-Zeneca in den Impfzentren für Leerlauf und Stockungen sorgen, sieht das Land Niedersachsen als eine Möglichkeiten das Überbuchen von Impfterminen. Ähnlich wie etwa Fluggesellschaften oder Hotels es handhaben, sollen etwas mehr Termine vergeben werden, als Impfstoff zur Verfügung steht, damit am Ende alles gleich gespritzt werden kann, wie die Vize-Chefin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover sagte. (dpa)

Die neue niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) will als erstes die Corona-Impfungen im Land voranbringen.

Insbesondere Beschäftigte aus der ambulanten Pflege verweigerten den Impfstoff von Astra-Zeneca, sagte Schröder. Dabei gebe es im Impfzentrum keine Wahlmöglichkeit. Menschen unter 65 Jahren erhielten ausschließlich die Dosen von Astrazeneca. Bei der Planung der Impftermine für Beschäftigte aus Institutionen werde versucht zu klären, wie viele Impfinteressenten es tatsächlich gibt. Trotzdem komme es im Moment der Impfung zu Ablehnung. (dpa)

Industrie- und Handelskammer Nord fordert auf eine Öffnungsperspektive

Die Industrie- und Handelskammer Nord hat vor dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch eine Öffnungsperspektive für die norddeutsche Wirtschaft gefordert. Das gelte vor allem für die besonders betroffenen Branchen wie den Einzelhandel, Dienstleistungen, Tourismus, die Gastronomie, Veranstaltungsbranche sowie die Kulturwirtschaft, sagte der IHK-Nord-Vorsitzende Norbert Aust am Dienstag. „Ein Stufenplan würde Unternehmen jetzt helfen und Planungssicherheit sowie Halt schaffen.“ Die IHK Nord vertritt nach eigenen Angaben rund 700.000 Unternehmen in den fünf norddeutschen Bundesländern. (dpa)

Nach monatelangem Corona-Lockdown planen Bund und Länder schon ab kommender Woche weitere Öffnungsschritte, teils regional abgestuft und abhängig von den jeweiligen Sieben-Tage-Inzidenzen. Das geht aus einem vorläufigen Beschlussentwurf für die Bund-Länder-Runde hervor.

Vor den Bund-Länder-Beratungen am morgigen Mittwoch sind erste Informationen zur Beschlussvorlage durchgesickert. Wie der „Business Insider“ berichtet, hieße es aus Regierungskreisen, dass der Lockdown bis Ende des Monats verlängert werden soll. Gleichzeitig sollen aber Perspektiven geschaffen werden, wie bereits ab einer Inzidenz von 70 erste Lockerungsschritte möglich sind. Stichworte in diesem Zusammenhang sind Hygienekonzepte, ausreichend Schnelltests und das Einkaufen mit Termin. Mit Material der dpa.

Dies ist die Fortsetzung des Coronavirus-Ticker für Niedersachsen.

Rubriklistenbild: © dpa

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