Eurofighter in der Luft

Funkkontakt zu Airbus A330 bricht ab - dann knallt es laut

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Eurofighter sind am frühen Montagmorgen über Niedersachsen aufgestiegen, um mit einer Passagiermaschine der Iran Air Kontakt aufzunehmen.

Ein morgendlicher Zwischenfall im Luftraum über Niedersachsen hat südöstlich von Bremerhaven für Unruhe gesorgt. Zu einem Passagierflugzeug brach der Funkkontakt ab.

  • Alarm über Niedersachsen und Bremen: Funkkontakt zu Flugzeug bricht ab
  • Eurofighter aus Wittmund steigt auf - lauter Überschall-Knall
  • Eurofighter-Pilot kann Schlimmeres verhindern

Bremerhaven/Niedersachsen - Ein lauter Knall hat viele Menschen südöstlich von Bremerhaven aufschrecken lassen. Gegen 5.30 Uhr am Montagmorgen hörten die Bewohner zwischen Stade und Lüneburg (Niedersachsen) den Knall. Ausgelöst wurde das Geräusch durch einen Einsatz eines Eurofighters der Luftwaffe.

Erst zwei Stunden später lieferte die Luftwaffe eine Erklärung für diesen Knall über Niedersachsen. Ein bewaffneter Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“ ist aus Wittmund (Niedersachsen) zu einem Einsatz aufgestiegen. Die Flugsicherung hatte den „Quick Reaction Alert“ - in diesem Fall den Eurofighter - angefordert. Ein ziviles Flugzeug war per Funk nicht mehr erreichbar und musste identifiziert werden, heißt es bei der Luftwaffe auf Twitter.

Eurofighter-Einsatz bei Bremerhaven: Airbus nicht zu erreichen

Der Airbus A330 der Iran Air flog in Richtung Flughafen Hamburg, als über Niedersachsen der Funkkontakt abbrach, berichtet bild.de. Die unklare Lage löste den Alarm aus. Da im schlimmsten Fall das Flugzeug für einen Terror-Angriff genutzt werden könnte, ist ein Eurofighter-Abfangjäger der Alarmrotte aus Wittmund aufgestiegen. 

Dieser Eurofighter flog teilweise mit Überschallgeschwindigkeit und sorgte so für den lauten Knall südöstlich von Bremerhaven. Solch ein Überschallknall sorgt regelmäßig für Aufregung in Niedersachsen, wenn Eurofighter Übungsflüge absolvieren.

Alarmrotte aus Niedersachsen: Eurofighter-Pilot erreicht Iran-Air-Maschine

Nach kurzer Zeit konnte der Eurofighter-Pilot Entwarnung geben. Er erreichte den Airbus der Iran Air per Funk, der dann sicher auf dem Flughafen Hamburg landete.

Aufgrund der schlechten Wetterlage kehrte der Abfangjäger der Luftwaffe nicht zur Alarmrotte nach Wittmund zurück, sondern flog zum Stützpunkt nach Köln, berichtet kreiszeitung.de*.

Eurofighter steigen bei Terror-Verdacht auf

Wenn der Funkkontakt zu einem zivilen Passagierflugzeug abbricht, wird vom Nationalen Lage- und Führungszentrum Sicherheit im Luft- und Weltraum (NLFZ SiLuWeRa) ein Alarm ausgelöst. Dadurch steigen Eurofighter von den Alarmrotten in Wittmund (Niedersachsen) oder Neuburg an der Donau (Bayern) auf. Die schlimmste Befürchtung ist ein sogenannter Renegade-Vorfall, ein Terror-Angriff mittels Flugzeug.

Etwa ein bis zwei Mal pro Monat steigen Eurofighter der Alarmrotte zu Einsätzen im deutschen Luftraum auf, weil der Funkkontakt zu zivilen Passagierflugzeugen abbricht - wie im Fall des Airbus über Niedersachsen. Die Einsatzführung bleibt in den Händen der Nato, das NLFZ SiLuWeRa überwacht den Einsatz ebenfalls. Erst wenn sich der Terrorverdacht bestätigt, wird die Einsatzleitung in nationale Hände gegeben. Der Eurofighter-Flug über Niedersachsen sei laut Sprecher der Luftwaffe dementsprechend ein Routineeinsatz gewesen.

*kreiszeitung.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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