Feuer in Goslars historischer Altstadt

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Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen vor einem ausgebrannten Fachwerkhaus (links, parallel zur Straße) in der Innenstadt von Goslar. Bei einem Feuer in der historischen Altstadt von Goslar wurde in der Nacht ein 24 Jahre alter Mann schwer verletzt worden.

Goslar - Die historische Altstadt von Goslar in Niedersachsen ist in der Nacht zum Samstag nur knapp einer Brandkatastrophe entkommen. Ein Fachwerkhaus hatte am Abend aus bislang ungeklärter Ursache Feuer gefangen, teilte die Polizei am Samstag mit.

Mitten in der historischen Altstadt brannte plötzlich ein Haus. Ein 24 Jahre alter Mann, der im Erdgeschoss des mehrere hundert Jahre alten schmalen Fachwerkgebäudes wohnte, wurde schwer verletzt gerettet, bevor sich das Feuer durch das Gebäude bis zum Dach fraß. Flammen, Rauch und Löschwasser setzten auch den beiden angrenzenden, ebenfalls dreigeschossigen Wohnhäuser schwer zu. Die Brandursache ist bisher ungeklärt. Nach ersten Schätzungen der Polizei entstand ein Schaden von mindestens 250 000 Euro.

„Wir sind am Rand einer neuen Brandkatastrophe vorbeigeschrammt“, sagte ein Polizeisprecher. Zehn Stunden haben nach Angaben von Feuerwehreinsatzleiter Bernd Assmann bis zu 135 seiner Kameraden gekämpft und so verhindert, dass sich die Brandkatastrophe von vor drei Jahren wiederholt. „Wir waren mit genug Fahrzeugen und Männern schnell vor Ort und das war gut so“, sagte er. Sicher habe auch der dicke Schnee auf den Dächern verhindert, dass sich das Feuer stärker ausgedehnt habe. Damals waren mehrere alte Häuser in der mittelalterlichen Altstadt teilweise bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Das Feuer war durch einen Silvesterknaller oder eine Rakete ausgelöst worden. Es entstand ein Schaden von mehreren Millionen Euro. Vorsorglich hatte die Stadt innerhalb ihrer Mauern seit der Zeit ein striktes Feuerwerksverbot verhängt.

Von außen ist dem schmalen ausgebrannten Haus kaum etwas anzusehen. Einige Fenster sind zerstört und aus der Haustür läuft lehmgelbes Wasser. Viele Schläuche liegen auf der Straße oder führen in das Gebäude. Der Rauch hat sich weitgehend verzogen. Feuerwehrleute suchen im Inneren nach Brandnestern. Neugierige stehen im Schneematsch. „Meterhoch“, berichten sie, seien Flammen und Funken aus dem Dach geschlagen. Sie waren hinter eine Absperrung zurückgedrängt worden.

Die Bewohner der drei betroffenen Gebäude wurden in die Obhut des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) übernommen. Einige kamen bei Freunden und Verwandten unter. Die Häuser sind gesperrt. Erst wenn sie in den kommenden Tagen genauer von Brandsachverständigen untersucht sind, können die Bewohner nach ihren Habseligkeiten sehen. Die Polizei schließt auch bei diesem Feuer einen verspäteten Silvesterknaller als Ursache nicht aus. „Wir wissen es aber nicht, es kann ebenso gut eine Kerze oder eine Zigarette gewesen sein“, sagte am Morgen ein Polizeisprecher. Der Schwerverletzte konnte bisher keine Angaben machen.

Quelle: kreiszeitung.de

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