Intensivere Pflege, mehr Wegweiser

Mehr Qualität: Rund 1.000 Kilometer Wanderwege fallen im Harz weg

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Von dem 4.000 Kilometer langen Wandernetz im Harz sollen 1.000 Kilometer wegfallen.

Wanderfreunde im Harz müssen sich auf ein schrumpfendes Wegenetz einstellen. Rund 1.000 Kilometer ausgeschilderte Wege fallen weg. Dafür soll die Qualität steigen.

Clausthal-Zellerfeld – Touristen und Einheimische finden im Harz künftig deutlich weniger Wanderwege vor - das Netz schrumpft um rund 1.000 Kilometer. Das vom Harzklub unterhaltene Wegenetz werde von derzeit etwa 4.000 Kilometern auf rund 3.000 Kilometer verringert, sagte Geschäftsführerin Annett Drache. Im Rahmen eines von der EU geförderten Optimierungsprogramms sollen überflüssige, unschöne und kaum noch genutzte Routen wegfallen.

Wandern im Harz: Mehr Wegweiser geplant

Dafür würden verbleibende Wege intensiver gepflegt und besser ausgeschildert werden, sagte Drache. Geplant seien unter anderem mehr als 2.000 zusätzliche Wegweiser. Die Arbeiten sollen im kommenden Frühjahr beginnen. Der Wander-, Heimat- und Naturschutzbund Harzklub kümmert sich ehrenamtlich um die Pflege und Ausschilderung der Wanderrouten im Harz.

„Der Harzer Tourismusverband (HTV) befürwortet die Optimierung des Wanderwegenetzes“, sagte Sprecherin Christin Wohlgemuth. „Denn die Ansprüche der Wanderer und damit die qualitativen Anforderungen an das über Jahrzehnte entstandene Wegenetz steigen.“

Das verbleibende Wegenetz für Wanderer soll vom Harzklub intensiver gepflegt werden.

Harzklub prüft Wanderwege auf Nutzung

„Wir haben die vorhandenen Wege in den beiden vergangenen Jahren intensiv geprüft“, sagte Harzklub-Geschäftsführerin Drache. Viele Hundert Mitglieder der 86 Zweigvereine in den Anrainerländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hätten die Wege unter den Gesichtspunkten Frequentierung, Qualität, Naturnähe, Sehenswürdigkeiten, Rastmöglichkeiten sowie konkurrierende Nutzung durch Reiter oder Mountainbiker unter die Lupe genommen. Als Resultat sollen kaum noch genutzte Wege mit unattraktiven Routen aus dem Netz genommen werden.

Das Ziel sei ein optimales Wanderwegenetz für den Harz, das zwar weniger Kilometer zähle als bisher, dafür aber gut und nachhaltig erhalten werden könne, sagte HTV-Sprecherin Wohlgemuth.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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