Impfkampagne soll Fahrt aufnehmen

Corona: So viele Niedersachsen bekamen am Impfwochenende den Piks

Am Impfwochenende waren 70.000 Impfungen geplant – nun wurden es mehr als erwartet. Grund zur Freude bei Gesundheitsministerin Daniela Behrens.

Update vom 26. April: Am vergangenen Wochenende sind in den niedersächsischen Impfzentren insgesamt 74.562 Impfungen durchgeführt worden. „Damit wurden unsere Erwartungen für das Wochenende sogar übertroffen“, zieht Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) Bilanz nach dem Impfwochenende.

Mit Stand von Montag hätten nun knapp 25 Prozent der Niedersachsen mindestens eine Impfung gegen Corona erhalten. Damit liege Niedersachsen im Ländervergleich mittlerweile auf Platz 8 im Mittelfeld.

„Wir konnten die Impfleistung der Impfzentren zuletzt kontinuierlich steigern, allein in der vergangenen Woche auf mehr als 260.000 Impfungen“, so Behrens. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Impfquote am Wochenende konnte mittlerweile einem Großteil der Niedersachsen über 70 ein Impfangebot gemacht werden.

33.000 noch auf Warteliste

Derzeit würden auf den Wartelisten der Impfzentren insgesamt noch rund 33.000 Personen aus dieser Altersgruppe stehen. Daniela Behrens: „Damit haben wir einen großen Schritt auf unserem Weg gemacht, die besonders gefährdeten Menschen in unserer Gesellschaft vor Infektionen und schweren Krankheitsverläufen zu schützen. Deshalb können wir nun sukzessive auch den Menschen aus der Prioritätsgruppe 3 nach der Bundesverordnung eine Impfung anbieten.“

Seit diesem Montag könnten sich alle Niedersächsinnen und Niedersachsen, die älter sind als 60 für einen Termin mit dem Impfstoff von AstraZeneca setzen lassen. „Diese Möglichkeit wollen wir so schnell wie möglich auch auf Impftermine mit den anderen Impfstoffen ausweiten“, kündigt Behrens an.

Update vom 25. April: Mit einem Impfwochenende hat das Land Niedersachsen versucht, das Impf-Tempo zu erhöhen. Am Samstag und Sonntag waren in den 50 Impfzentren des Landes 70 000 Impfungen gegen das Coronavirus geplant. Das sind etwa doppelt so viele wie an den vergangenen Wochenenden. Die Initiative richtete sich vor allem an über 70-Jährige der Priorisierungsgruppe 2, die zuvor noch keinen Termin hatten.

Zu den ungewöhnlichsten Aktionen gehört eine Drive-In-Teststelle in Hildesheim: Autofahrer mit Termin konnten an einem Krankenhaus vorfahren. Durchs Autofenster gab es die Impfung für Fahrer oder Beifahrer. Wagen um Wagen rollte am Samstag an den drei aufgebauten Impfzelten vor. Nach Angaben des Landkreises Hildesheim sollten dort 1080 Impfdosen von Astrazeneca verimpft werden. (Mit Material der dpa)

Erstmeldung vom 23. April: Bei den Corona-Impfungen hinkt Niedersachsen im Bundesvergleich noch hinterher. Die landesweite Impfquote bei den Erstimpfungen beträgt aktuell 21,7 Prozent. Die bundesweite Quote liegt bei 22,2 Prozent. Mit einem Impfwochenende soll nun die Impfkampagne an Fahrt gewinnen

.Am Samstag und Sonntag sollen in den 50 Impfzentren des Landes rund 70 000 Menschen geimpft werden. Dabei sollen Personen über 70 Jahre, die auf der Warteliste stehen und keinen konkreten Impftermin haben, mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft werden. „Ich appelliere an alle, die ein entsprechendes Impfangebot erhalten, dieses auch wahrzunehmen“, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD).

Am Wochenende gibt es in Niedersachsen eine Impfaktion für über 70-Jährige.

Im Landkreis Rotenburg werden zum Beispiel bis Sonntagnachmittag rund 5 000 Menschen ihre Erstimpfung erhalten.

Impfwochenende in Niedersachsen: Termine bereits vergeben

Kurzfristig und spontan kann man sich nicht impfen lassen, die Termine seien bereits alle vergeben, teilte das niedersächsische Gesundheitsministerium mit. 

Bei den Erstimpfungen liegt Niedersachsen derzeit unter dem Bundesdurchschnitt. „Das ist eine sehr ärgerliche Situation“, sagte der Leiter des Corona-Krisenstabes der Landesregierung, Heiger Scholz. Es liefen intensive Gespräche mit den Impfzentren über die Gründe. Einige hätten dargelegt, sie seien noch nicht mit dem Melden nachgekommen. Es gebe aber auch Menschen, die wegen des Vakzins von Astrazeneca auf eine Impfung verzichteten. Aus diesem Grund gingen einige Impfzentren dazu über, dass sie wie Fluglinien Überbuchungen machten, berichtete Scholz.

Rund 380 000 impfberechtigte Menschen standen am Freitag in Niedersachsen weiterhin auf der Warteliste.

Impfungen gegen Corona: Termine für über 60-Jährige ab Montag

Mit dem Impfwochenende will die Landesregierung möglichst viele Menschen von der Warteliste bekommen. Damit soll möglich sein, die Terminvergabe ab Montag für Personen über 60 zu öffnen. Auch hier sollte mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft werden. „Dieser Impfstoff schützt ausgesprochen wirksam vor einer Covid-Infektion und schweren Krankheitsverläufen“, sagte Behrens.

Ab dem 1. Mai sollen auch alle aktiven Feuerwehrleute sowie hauptamtliche Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe in den Impfzentren geimpft werden können, kündigte das Gesundheitsministerium an. Mehr als 130 000 Menschen sind bei den Feuerwehren in Niedersachsen aktiv.

250 000 Menschen in niedersächsischen Arztpraxen geimpft

Am Donnerstag hat das Land eine Impfbörse für kurzfristig frei gewordene Impftermine zur sofortigen Buchung freigeschaltet. Außerdem sollen bald 21.600 Dosen des Johnson & Johnson-Impfstoffs in kritischen Hotspots eingesetzt werden.

Unterdessen wurde bekannt, dass die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Niedersachsen bisher 250 000 Menschen geimpft haben. Impfstart in den Praxen war am 7. April. Dies sei ein «sehr wichtiger Baustein für den Erfolg der Impfkampagne», sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens am Freitag. (Mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © Christian Charisius

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