Abenteuerliche Realismus-Schau in Emder Kunsthalle

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Das Ölgemälde „Froschtest (Dr. Rock), 1983-86“ des Hamburger Künstlers Dieter Asmus hängt in der Kunsthalle Emden vor der Installation „Two Workers, 1993“ von Duane Hanson.

Emden - Das „Abenteuer der Wirklichkeit“ beginnt: Nach mehrjähriger Vorarbeit startet die Emder Kunsthalle die neue Themenausstellung „Realismus - das Abenteuer der Wirklichkeit. Courbet - Hopper - Gursky“. Zur Eröffnung morgen werden nach Angaben der Kunsthalle mehr als 700 Gäste erwartet.

„Das ist die erste Realismus-Ausstellung in dieser großen Breite überhaupt“, freute sich der wissenschaftliche Leiter Nils Ohlsen heute auf die Eröffnung.

200 Werke von mehr als 150 internationalen Künstlern aus 20 Ländern haben Ohlsen und sein Team in mehrjähriger Vorarbeit zusammengestellt. Darunter sind bekannte Namen wie Edward Hopper und Andreas Gursky oder auch der Ostfriese Heiner Altmeppen. Er ist der Kunsthalle seit langem verbunden und verrät bei der Vorbesichtigung verblüffende Details seiner Bilder wie „Landschaft an der Emscher“ oder „Norddeutsche Landschaft“.„Das ist ein absoluter Rundumschlag - jeder Kurator würde diese Ausstellung ganz anders konzipiert haben“, sagte Ohlsen mit Blick auf die enorme Bandbreite des Themas.

Abenteuerliche Realismus-Schau in Emder Kunsthalle

Der fotografierte Ausschnitt aus dem Acryl-Gemälde „Landschaft an der Escher, 1998-2008“ des ostfriesischen Malers Heiner Altmeppen, gibt einen Eindruck von der hochen Detailierung des Werkes. © dpa
Die extrem realistisch wirkende Plastik einer nackten Frau aus bemalter Bronze liegt als Kunstwerk „Amber reclining, 2006“ des US-Künstlers John de Andrea in der Kunsthalle Emden. © dpa
Die extrem realistisch wirkende Plastik einer nackten Frau aus bemalter Bronze liegt als Kunstwerk „Amber reclining, 2006“ des US-Künstlers John de Andrea in der Kunsthalle Emden. © dpa
Als Kunstwerk "Misconceivable“ (Missverständnis) beherrscht das geschwungen geformte Segelboot des Künstlers Erwin Wurm den Haupteingang zur Kunsthalle Emden. © dpa
Als Kunstwerk "Misconceivable“ (Missverständnis) beherrscht das geschwungen geformte Segelboot des Künstlers Erwin Wurm den Haupteingang zur Kunsthalle Emden. © dpa
Als Kunstwerk "Misconceivable“ (Missverständnis) beherrscht das geschwungen geformte Segelboot des Künstlers Erwin Wurm den Haupteingang zur Kunsthalle Emden. © dpa
Als Kunstwerk "Misconceivable“ (Missverständnis) beherrscht das geschwungen geformte Segelboot des Künstlers Erwin Wurm den Haupteingang zur Kunsthalle Emden. © dpa
Der für seine realistische Malerei bekannte Künstler Heiner Altmeppen aus Leer steht in der Kunsthalle Emden vor seiner hoch detailierten Acryl-Arbeit „Landschaft an der Escher, 1998-2008“. © dpa
Der für seine realistische Malerei bekannte Künstler Heiner Altmeppen aus Leer steht in der Kunsthalle Emden vor seiner hoch detailierten Acryl-Arbeit „Landschaft an der Escher, 1998-2008“. © dpa
Das Ölgemälde „Froschtest (Dr. Rock), 1983-86“ des Hamburger Künstlers Dieter Asmus hängt in der Kunsthalle Emden vor der Installation „Two Workers, 1993“ von Duane Hanson. © dpa
Die stilisierte Folterszene aus dem Gefängnis der US-Militärs im Irak, Abu Ghreib, steht als Kunstwerk „Mirage, 2009“ aus patinierter Bronze des Londoner Künstlers Marc Quinn in der Kunsthalle Emden. © dpa

In acht Kapiteln werden die realitischen Strömungen vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart gezeigt. „Der Realismus besticht durch handwerkliche Meisterschaft - aber es ist nicht möglich, die Wirklichkeit objektiv darzustellen.“ Jeder, der mit seinem Handy ein Foto machen wolle oder durch einen Kamerasucher schaue, mache diese Erfahrung: „Und jedes realistische Bild schafft eine eigene Wirklichkeit."

Einen großen Teil der Ausstellung nehmen auch Fotografien ein: „Fotografen waren oft viel frecher als Maler. Sie werden zu Konkurrenten, befruchten sich aber auch“, sagte Ohlsen. Doch Besucher müssen auf der Hut sein: Spätestens seit Beginn des digitalen Zeitalters werden Fotos verfälscht - auch in der Realismus-Schau der Emder Kunsthalle.Als besonderen Blickfang hat die Kunsthalle eine ungewöhnliche Bootsskulptur vor dem Eingang installiert. Dort setzt ein verformtes und verbogenes Segelschiff wie ein Delfin zum Sprung in den kleinen Wallgraben an. Das merkwürdige Werk des Österreicher Künstlers Erwin Wurm ist eine der großen Attraktionen der neuen Ausstellung.

Quelle: kreiszeitung.de

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