Safari durch die Lüneburger Heide

Serengeti-Park bei Nacht: Wenn Tiere nur scheinbar schlafen

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Auch Nashörner sind im Serengeti-Park für Besucher zu bestaunen.

Der Serengeti-Park in Hodenhagen (Heidekreis) präsentiert den Besuchern ein Stück Afrika in der Lüneburger Heide. Auch bei Nacht kommen die Tiere nur scheinbar zur Ruhe.

Hodenhagen - Wenn die Helmperlhühner zu ihrem Gesangswettstreit anstimmen, ein Wapiti-Kälbchen mitten im Park das Licht der Welt erblickt und das Giraffenbaby Kimani sein heißgeliebtes Milchfläschchen erhält, dann ist der Besucher im Heidekreis gelandet, genauer gesagt im Serengeti-Park in Hodenhagen.

An einem dieser warmen Sommertage im Juni 2019: Es ist so heiß im Serengeti-Park, gut über 30 Grad, und die Sonne brennt vor allem dort, wo es fast unendliche Wüste zu geben scheint, wo sich die Kamele am wohlsten fühlen, die Elefanten sich für die vielen Besucher ins rechte Rampenlicht stellen und die gewaltigen Nashörner über die dünnen Grasflächen laufen.

Safari während des Kurzurlaubs im Serengeti-Park

Der Park glüht in diesen Tagen, aber viele junge Eltern mit ihren Kindern kommen aus ganz Deutschland und machen einen Kurzurlaub, übernachten in den Masai-Mara-Hütten direkt gegenüber der gleichnamigen Anlage

Nur durch einen schmalen Wasserlauf getrennt, leben hier Strauße, Affen, Perlhühner Spießböcke, Netzgiraffen und Kronenkraniche. Auch eine kleine Gänsefamilie, die am späten Abend in das kalte Wasser abtaucht und unglaublich viele heimische Vögel.

Nächtliche Tierkulisse in der Lüneburger Heide

Den Serengeti-Park in Hodenhagen nachts zu erleben, war das eigentliche Ziel unserer Exkursion. Einmal vor einem der Lodges zu sitzen, zu beobachten, zu hören, wie sich das anhört, mitten in der Lüneburger Heide „Afrika“ zu erleben. 

Von der Aussichtsplattform haben die Besucher einen guten Blick auf die Masai-Mara-Anlage des Serengeti-Parks.

Von der hohen Aussichtsplattform aus hat man auch gegen 22 Uhr noch einen weiten Blick über das Land. Die Tiere fühlen sich wohler als am Nachmittag, fressen ungestört im hohen Gras. Auf der Affeninsel, wo die Grünen Meerkatzen zuhause sind, ist schon Ruhe eingekehrt.

Serengeti-Park: Wenn Perlhühner im Wettstreit sind 

In den Lodges an der Masai-Mara-Anlage lässt es sich gut schlafen, wenn man nicht geräuschempfindlich ist.

Aber bei den Perlhühnern ist Gesangswettstreit, aus allen Teilen des Graslandes. Und in den Wasserläufen sind die quakenden Frösche zu hören, der Kuckuck schreit durch die ganze Nacht. Später schläft man in den netten kleinen Häuschen, in denen es an nichts fehlt, ruhig ein, um am frühen Morgen den friedlich laufenden Spießböcken und den Sträußen, die auf Balz sind, zuzuschauen. Man möchte kaum weg von diesem Ort. 

Auf dem Gelände des Serengeti-Parks ist trotz der Hitze Betrieb bei den Tieren. Zwar haben sich Löwen und Tiger in schattige Bereiche zurückgezogen, aber die große Herde der Giraffen erfreut die Besucher. Und Oliver Thomas, an diesem Tag verantwortlich für alle Tiere des Parks, ist mit seinen Wildhütern ständig auf Achse.

Lesen Sie auch: Die Freizeitparks in der Region - der Überblick

Tierpfleger gibt Giraffen-Jungtier Kimani die Flasche

Er entdeckt, dass am späten Nachmittag ein Wapiti-Junges gut zur Welt gekommen ist und besucht Kimani, den jüngsten Giraffen-Nachwuchs im Park, um eine Milchflasche zu geben. „Den haben meine Frau und ich mit der Flasche aufgezogen, weil die Mutter ihn nicht annehmen wollte.“

Bei den Straußen sind insgesamt 17 Jungtiere angekommen. Und bei den Affen geht das Temperament mit lautstarken Tönen immer wieder durch. Es macht den vielen Besuchern immer wieder Spaß, den Serengeti-Park im Heidekreis zu erleben. 

Serengeti-Park bei Nacht: Strauße, Affen und Perlhühner in der Masai-Mara

Serengeti-Park Hodenhagen: Safari bei Nacht durch die Masai-Mara-Anlage
Der Serengeti-Park lässt die Besucher in Hodenhagen ganz nah an die Tiere herankommen. © Renate und Klaus Müller
Serengeti-Park Hodenhagen: Safari bei Nacht durch die Masai-Mara-Anlage
Der Serengeti-Park lässt die Besucher in Hodenhagen ganz nah an die Tiere herankommen. © Renate und Klaus Müller
Serengeti-Park Hodenhagen: Safari bei Nacht durch die Masai-Mara-Anlage
Der Serengeti-Park lässt die Besucher in Hodenhagen ganz nah an die Tiere herankommen. © Renate und Klaus Müller
Serengeti-Park Hodenhagen: Safari bei Nacht durch die Masai-Mara-Anlage
Der Serengeti-Park lässt die Besucher in Hodenhagen ganz nah an die Tiere herankommen. © Renate und Klaus Müller
Serengeti-Park Hodenhagen: Safari bei Nacht durch die Masai-Mara-Anlage
Der Serengeti-Park lässt die Besucher in Hodenhagen ganz nah an die Tiere herankommen. © Renate und Klaus Müller
Serengeti-Park Hodenhagen: Safari bei Nacht durch die Masai-Mara-Anlage
Der Serengeti-Park lässt die Besucher in Hodenhagen ganz nah an die Tiere herankommen. © Renate und Klaus Müller
Serengeti-Park Hodenhagen: Safari bei Nacht durch die Masai-Mara-Anlage
Der Serengeti-Park lässt die Besucher in Hodenhagen ganz nah an die Tiere herankommen. © Renate und Klaus Müller
Serengeti-Park Hodenhagen: Safari bei Nacht durch die Masai-Mara-Anlage
Der Serengeti-Park lässt die Besucher in Hodenhagen ganz nah an die Tiere herankommen. © Renate und Klaus Müller
Serengeti-Park Hodenhagen: Safari bei Nacht durch die Masai-Mara-Anlage
Der Serengeti-Park lässt die Besucher in Hodenhagen ganz nah an die Tiere herankommen. © Renate und Klaus Müller
Serengeti-Park Hodenhagen: Safari bei Nacht durch die Masai-Mara-Anlage
Der Serengeti-Park lässt die Besucher in Hodenhagen ganz nah an die Tiere herankommen. © Renate und Klaus Müller
Serengeti-Park Hodenhagen: Safari bei Nacht durch die Masai-Mara-Anlage
Der Serengeti-Park lässt die Besucher in Hodenhagen ganz nah an die Tiere herankommen. © Renate und Klaus Mü ller
Serengeti-Park Hodenhagen: Safari bei Nacht durch die Masai-Mara-Anlage
Der Serengeti-Park lässt die Besucher in Hodenhagen ganz nah an die Tiere herankommen. © Renate und Klaus Müller
Serengeti-Park Hodenhagen: Safari bei Nacht durch die Masai-Mara-Anlage
Der Serengeti-Park lässt die Besucher in Hodenhagen ganz nah an die Tiere herankommen. © Renate und Klaus Müller

„Wir leben mit unseren Tieren,“ sagt der Tierpfleger, der in Hodenhagen seine Heimat gefunden hat. „Ich stehe jeden Morgen mit einem lächelnden Gesicht auf und beende meine Arbeitszeit zufrieden und glücklich.“ Die Tiere im Serengeti-Park geben ihm und vielen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Hodenhagener Park alles.

Von Klaus Müller.

Schock-Momente gab es im August 2019 im Serengeti-Park Hodenhagen: Der Nashornbulle Kusini hat vor den Augen von Besuchern eine Tierpflegerin in ihrem Auto angegriffen und das Fahrzeug umgestoßen.

Quelle: kreiszeitung.de

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