In Stade gefunden

Findelkind Luisa ist nun in einer Pflegefamilie

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Findelkind Luisa wurde auf einer Grünfläche am Stadeum in Stade gefunden.

Ein aufmerksames Paar hat am Freitagabend ein ausgesetztes Baby auf einer Grünfläche in Stade gefunden. Weder die Mutter noch andere Verwandte haben sich bislang bei der Polizei gemeldet. Nun ist das Findelkind in einer Pflegefamilie.

Update vom 19. Dezember: Das Findelkind Luisa aus Stade befindet sich inzwischen in einer Pflegefamilie. Dem Kind gehe es gut, sagte der Sprecher des Landkreises, Christian Schmidt, am Donnerstag. Das Mädchen könne grundsätzlich auf Dauer in der Familie bleiben.

Update vom 14. Dezember: Das Findelkind Luisa aus Stade darf das Krankenhaus in den kommenden Tagen verlassen und kommt in eine Pflegefamilie. „Für Luisa ist gut gesorgt", sagte der Sprecher des Landkreises Christian Schmidt. Erfahrene Pflegeeltern nehmen das Mädchen auf. 

Schmidt zufolge gab es aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland Angebote, für das Baby zu sorgen. Zahlreiche Menschen wollten dem Jugendamt Geld- oder Sachspenden geben. „Der Landkreis Stade übernimmt alle Kosten für die Obhut des Kindes, darf jedoch keine Spenden entgegennehmen“, sagte Schmidt. Wer Kindern in Not helfen wolle, könne sich an Hilfsorganisationen wie etwa den Kinderschutzbund wenden. Das Jugendamt suche zudem immer wieder Familien, die bereit sind, Pflegekinder aufzunehmen.

Findelkind von Stade hätte Nacht wohl  nicht überlebt

Das Neugeborene wurde in Stade vor rund einer Woche auf einer Grünfläche in der Nähe des Veranstaltungszentrums Stadeum ausgesetzt. Ein Paar hatte Babygeschrei gehört und das Kind entdeckt. Nach der Erstversorgung durch einen Notarzt und die Besatzung eines Rettungswagens wurde das Baby in die Kinderintensivstation des Elbeklinikums gebracht. Wäre das Kind nicht gefunden worden, hätte es die Nacht im Freien nach Angaben der Ärzte vermutlich nicht überlebt. Kinderkrankenschwestern gaben dem Mädchen den Namen Luisa. Die Mutter des Babys ist unbekannt. Es gebe bislang keine Hinweise, wer das Kind ausgesetzt hat, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten ermitteln wegen Aussetzung.

Mutter des Kindes kann sich bei Polizei melden

Sollte sich die Mutter des Kindes melden, wird genau geprüft, ob sie das Kind zurückbekommen kann. Im Zweifel entscheide ein Familiengericht, sagte der Landkreissprecher Schmidt. „Das Kindeswohl hat höchste Priorität.“

Originalmeldung vom 9. Dezember: Stade - Die Polizei sucht nach der Mutter eines in Stade ausgesetzten Neugeborenen. Das kleine Mädchen war am Freitagabend von einem aufmerksamen Paar entdeckt worden, wie ein Polizeisprecher am Montag mitteilte. 

Wer kann der Polizei helfen und weiß die Decke, den Schnuller und das Shirt zuzuordnen?

Die beiden hatten ihr Auto auf dem Gelände des Veranstaltungszentrums Stadeum geparkt und das Geschrei des Kindes gehört. Sie fanden es schließlich auf einer Grünfläche. Der umgehend alarmierte Notarzt und die Besatzung eines Rettungswagens brachten das Kind nach der Erstversorgung in die Kinderintensivstation des Elbeklinikums

„Das kleine Mädchen hat sich zwischenzeitlich erholt und es geht ihm gut“, sagte Polizeisprecher Rainer Bohmbach am Montag. Wenn es nicht gefunden worden wäre, hätte es die Nacht im Freien aber nach Angaben der Ärzte vermutlich nicht überlebt

Weil sich bislang weder die Mutter noch andere Verwandte gemeldet haben, bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung. Gegen die noch unbekannte leibliche Mutter wird wegen Aussetzung ermittelt.

Quelle: kreiszeitung.de

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