Viele gekündigte Karmann-Autobauer haben neue Jobs

Osnabrück/Rheine - Nach den Entlassungen beim insolventen Cabriospezialisten Karmann hat fast jeder zweite in die Transfergesellschaft gewechselte Mitarbeiter einen Job gefunden.

Seit dem vergangenen Sommer betreute die Gesellschaft insgesamt 1761 Mitarbeiter aus der Fahrzeugproduktion in Osnabrück und Rheine. 792 von ihnen - das sind knapp 45 Prozent - seien wieder in Lohn und Brot, teilte die Silberstreif Personaltransfer GmbH am Mittwoch in Osnabrück mit. Ursprünglich sollte die Transfergesellschaft schon zum Jahresende ihre Arbeit beenden. Mittel aus dem Europäischen Globalisierungsfonds ermöglichten die Förderung der Ex-Karmann-Mitarbeiter bis Ende Juni.

Der Leiter der Transferprojekte in Osnabrück und Rheine, Gunnar Herrmann, sagte, er sei zuversichtlich, dass in den kommenden drei Monaten mehr als die Hälfte der betreuten Menschen eine neue Beschäftigung haben werde. Unter anderem seien Energietechniker und -manager, Kranführer, Schweißer, Dreher, Fräser, Fernfahrer, aber auch Konstrukteure und Finanz- und Lohnbuchhalter qualifiziert worden. Die Gelder aus dem Europäischen Globalisierungsfonds seien vorrangig Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung zu Gute gekommen. Besondere Unterstützung gab es auch für ältere Arbeitnehmer.

Karmann beschäftigte in Osnabrück und Rheine Anfang 2009 noch 4247 Mitarbeiter. Im April meldete das Unternehmen Insolvenz an. Ende 2009 waren noch 1489 Menschen beschäftigt. Mit zahlreichen Kündigungen beschäftigt sich noch bis in den Herbst hinein das Arbeitsgericht Osnabrück.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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