Zahlreiche Unfälle - ein Toter

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Ein 29 Jahre alter Autofahrer starb am Donnerstagabend bei einem Unfall nahe Nienburg/Weser.

Spiegelglatte Straßen haben in Niedersachsen und Bremen erneut ein Menschenleben gekostet und zahlreiche Unfälle mit Blechschäden verursacht. Ein 29 Jahre alter Autofahrer starb am Donnerstagabend bei einem Unfall nahe Nienburg/Weser. „An derselben Stelle sind kurz hintereinander drei Unfälle passiert. Das ist pures Eis auf der Fahrbahn“, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht.

Auch anderen Autofahrern wurden Schnee und Glätte zum Verhängnis. Die meisten Unfälle verliefen jedoch glimpflich. Im Tagesverlauf wird mit heftigen Schneefällen und einer weiteren Verschlechterung der Straßenverhältnisse gerechnet.

Für den 29-Jährigen Mann endete die Autofahrt auf eisglatter Straße tödlich: Vermutlich wegen zu schneller Fahrweise kam er von der Bundesstraße 6 nahe Nienburg ab. Sein Fahrzeug prallte erst gegen die Leitplanke und wurde zurück über die Fahrbahn, durch einen Zaun und mit der Seite gegen einen Baum geschleudert. Der junge Mann starb noch an der Unfallstelle.

Die glatten Straßen machten erneut auch Lastwagenfahrern auf den Autobahnen zu schaffen. Auf der A 7 bei Laatzen nahe Hannover geriet ein Lastwagen am Abend ins Schleudern und kippte nach Angaben der Feuerwehr mit der Beifahrerseite auf die Mittelleitplanke. Fahrer und Beifahrer im Alter von 22 und 20 Jahren wurden im Führerhaus eingeschlossen und leicht verletzt. Sie kamen ins Krankenhaus. Wegen der Bergungsarbeiten war die A 7 mehrere Stunden lang in beiden Richtungen jeweils nur auf einer Spur befahrbar, es kam zu Staus.

Auch im Stadtgebiet sowie in der Region Bremen, vor allem auf der Autobahn 1 gab es mehrere Unfälle. Ein Lastwagen landete hier ebenfalls im Graben, Verletzte gab es nicht. Die Kälte- und Schneephase ist jedoch noch nicht überstanden.Bis zum Sonntag können örtlich bis zu 20 Zentimeter Neuschnee fallen. Der Frost soll mindestens bis Mitte der kommenden Woche andauern.

Der langanhaltende, eiskalte und schneereiche Winter zeigt den Winterdiensten deutlich ihre Grenzen auf. Die Streusalzlager neigen sich dem Ende, die Beschäftigten fahren seit Wochen rund um die Uhr Sonderschichten. Trotzdem ist es auf vielen vor allem kleineren Straßen weiterhin gefährlich glatt.

Winterdienst im Dauereinsatz

Der langanhaltende, eiskalte und schneereiche Winter zeigt den Winterdiensten deutlich ihre Grenzen auf. Die Streusalzlager neigen sich dem Ende, die Beschäftigten fahren seit Wochen rund um die Uhr Sonderschichten. © dpa
Der langanhaltende, eiskalte und schneereiche Winter zeigt den Winterdiensten deutlich ihre Grenzen auf. Die Streusalzlager neigen sich dem Ende, die Beschäftigten fahren seit Wochen rund um die Uhr Sonderschichten. © dpa
Der rekordverdächtige Schneefall in Niedersachsen und Bremen lässt den Winterdiensten kaum eine Verschnaufpause. "Unsere Jungs hatten in den letzten Tagen sehr kurze Nächte und richtig viel zu tun", sagte eine Sprecherin des Winterdienstes aha in Hannover. © dpa
Der rekordverdächtige Schneefall in Niedersachsen und Bremen lässt den Winterdiensten kaum eine Verschnaufpause. "Unsere Jungs hatten in den letzten Tagen sehr kurze Nächte und richtig viel zu tun", sagte eine Sprecherin des Winterdienstes aha in Hannover. © dpa
Der rekordverdächtige Schneefall in Niedersachsen und Bremen lässt den Winterdiensten kaum eine Verschnaufpause. "Unsere Jungs hatten in den letzten Tagen sehr kurze Nächte und richtig viel zu tun", sagte eine Sprecherin des Winterdienstes aha in Hannover. © dpa
Der größte europäische Salzhersteller Esco (European Salt Company) mit Sitz in Hannover, ein Unternehmen der K+S-Gruppe, baut mittlerweile rund um die Uhr das Material ab - auch am Wochenende und an Feiertagen. © K+S Aktiengesellschaft
Der größte europäische Salzhersteller Esco (European Salt Company) mit Sitz in Hannover, ein Unternehmen der K+S-Gruppe, baut mittlerweile rund um die Uhr das Material ab - auch am Wochenende und an Feiertagen. © K+S Aktiengesellschaft
Streusalz, auch Auftausalz genannt, gilt als das wirksamste und wirtschaftlichste Mittel, um Straßen und Autobahnen schnee- und eisfrei zu halten. Einigen Winterdiensten geht mittlerweile das Streusalz aus. © dpa
Streusalz, auch Auftausalz genannt, gilt als das wirksamste und wirtschaftlichste Mittel, um Straßen und Autobahnen schnee- und eisfrei zu halten. Einigen Winterdiensten geht mittlerweile das Streusalz aus. © dpa
Mit einem Radlader wird Streusalz in einem Lager der Autobahnmeisterei „Börde“ am Kreuz der Bundesautobahnen 2 und 14 bei Hohenwarsleben (Landkreis Börde) bewegt. © dpa
Mit einem Radlader wird Streusalz in einem Lager der Autobahnmeisterei „Börde“ am Kreuz der Bundesautobahnen 2 und 14 bei Hohenwarsleben (Landkreis Börde) bewegt. © dpa
Streusalz wird in einem Lager der Autobahnmeisterei „Börde“ am Kreuz der Bundesautobahnen 2 und 14 bei Hohenwarsleben (Landkreis Börde) angeliefert. Der Winterdienst ist derzeit ständig im Einsatz, um für befahrbare Straßen zu sorgen. In einigen Städten und Gemeinden geht das Streusalz bereits zur Neige. © dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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