Abschluss von „Fit bis Südafrika“ / Kleine und große Hasseler legten knapp 85 000 Kilometer zurück 

Aktion bewegte das ganze Dorf

Kleines Harm Dieckmann zu seiner Leistung. Großes Foto: Alle Kinder und Jugendlichen, die an der Aktion teilgenommen hatten, versammelten sich auf dem Sportplatz. Fotos: im

Hassel - (im) · „Gesunde“ Vereine sind der Grundstein für einen „gesunden“ Ort – dieses Fazit zog Hassels Bürgermeister Günter Kesebom am Sonntag während der Abschlussveranstaltung der Aktion „Fit bis Südafrika“, die seit ihrem Start am 2. Mai statt der benötigten 18 000 Kilometern (km) insgesamt 84 539 km zusammengebracht hatte.

Ein sensationelles Ergebnis, das fünfmal der Entfernung Hassel-Durban oder zweimal dem Erdumfang am Äquator entspricht. Die Organisatoren hatten sich für den letzten Tag wieder einiges einfallen lassen und damit den Sportplatz mit vielen Einwohnern jedes Alters gefüllt. Mit Shakiras „Waka waka – this time for Africa“ startete der Einlauf der Kinder und Jugendlichen, die mit Ideenreichtum unendlich viele Kilometer gesammelt hatten. Jeweils angeführt vom Fahnenträger des TSV Hassel, Willi Wöhler, ging es unter großem Applaus auf den Sportplatz.

Die größte, aber auch jüngste, Gruppe bildeten die Kleinen vom Kindergarten „Spatzennest“ und die Kinder von der Grundschule „Im Sudthal“. Vorsitzender Wilhelm Lütjens erinnerte an die Höhepunkte: So hatten etwa die Kinder vom „Spatzennest“ im Wildpark „Schwarze Berge“ und während ihrer Waldwoche viele Kilometer zurückgelegt. „Wunderschön“ fand Lütjens die Aktion der ersten Klasse: Sie brachte mehrmals pro Woche ein oder mehrere Kinder nach Hause und stiftete die Kilometer der Aktion. Als Anerkennung dafür gab ihnen die Schulleitung für gestern die ersten beiden Stunden frei.

Die Tanzformation „Pink Tune“ war mit einer Rätselrallye unterwegs gewesen, um Kilometer zu sammeln. Balljonglierend waren die Tennisspieler durch die Marsch gelaufen, um Strecken zu Protokoll zu geben. Mit Stolz zeigte sich Lütjens beim Einlauf der Fußballjungen und -mädchen: „Alle Welt sagt, der Hasseler Fußball sei dem Untergang geweiht, dabei laufen hier zwei Meistermannschaften ein.“ Daneben begrüßte er viele Ehrengäste wie Landrat und Schirmherr Heinrich Eggers. Lütjens machte klar, dass niemand anfangs hatte voraussagen können, „wie großartig“ diese Idee einschlagen würde. Etwa 700 Teilnehmer von zwei bis 91 Jahren hatten sich registrieren lassen. Damit nicht genug: Auch drei Hunde gingen an den Start.

„Was habt ihr nun davon?“– diese Frage richtete sich an die Organisatoren. Sie betonten, dass es in der Welt nicht nur um Freude an „wachsenden Bankkonten oder Ölpreisentwicklungen“ geht, sondern um die Teilhabe an einem Projekt, das ein ganzes Dorf bewegt – und das nicht nur in Bezug auf Fitness. „Fit bis Südafrika“ war das beherrschende Thema in Hassel, ob beim Einkaufen, Kegeln oder Kaffeetrinken. Ein Dank in Form von Blumen ging an Gitta Rohlfs und Christine Vogel, auf deren Konzept das Ganze aufgebaut war. Viele Sponsoren hatten sich beteiligt und mehr als 8 000 Euro gesammelt, die der Landrat aufstockte. Die Hälfte des Erlöses soll dem „St. Monica´s Children House“ in Durban zugute kommen. Die andere Hälfte soll die Jugendarbeit im TSV unterstützen.

Der Sonntag klang bei Leckereien vom Grill und dem Anfeuern der deutschen Elf aus. Zwischendurch sorgte die Gruppe „Hautnah“ für musikalische Untermalung.

Quelle: kreiszeitung.de

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