Aktuell ein bis zwei Tiere im Landkreis Nienburg

"Der Wolf ist immer ein Thema"

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Die erste mit einem Foto dokumentierte Wolfssichtung im Landkreis Nienburg gab es im März 2015.

Landkreis - von Leif Rullhusen. Kein anderes Wildtier polarisiert in Deutschland dermaßen, wie der Wolf. Wo er auftaucht, sorgt er für Aufregung und Diskussionen. Die heizte Bundesagraminister Christian Schmidt am Freitag mal wieder an.

Der CSU-Politiker will die wachsende Zahl der Wölfe mit einer „beschränkten Abschussfreigabe“ begrenzen. In Deutschland leben sie derzeit hauptsächlich in Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

In Nienburg gab es bislang lediglich im Frühjahr 2015 belegte Wolfssichtungen. „Der Wolf ist auch hier ein Thema. Aktuell leben meines Erachtens ein bis zwei Wölfe in diesem Landkreis“, erklärt Wolfsberater Hubert Wichmann auf Blickpunkt-Nachfrage. Das seien keine gesicherten Erkenntnisse, sondern Beobachtungen, die ihn oft „um mehrerer Ecken“ erreichen. 

Wichmann ist allerdings überzeugt, dass Isegrim in dieser Region schon bald wieder in den öffentlichen Fokus rücken wird. „Im Frühjahr suchen die Jungwölfe neue Territorien. Dann wird es verstärkt zu Wolfssichtungen kommen“, vermutet der Wolfsberater. Gerade Jungwölfe seien oft neugierig und zeigten sich deshalb auch mal in der Nähe menschlicher Siedlungen. Es werde zudem nicht mehr lange dauern, bis sich das erste Rudel im Landkreis Nienburg ansiedelt. Belege, dass Wölfe in diesem Landkreis bislang Wild oder sogar Nutztiere gerissen haben, gebe es nicht, berichtet Wichmann. Ihm sei zwar vereinzelt gerissenes Wild gemeldet worden, aber die entsprechenden Funde seien für eine Analyse zu alt gewesen. Gleiches treffe auch auf ein im vergangenen Jahr verendetes Kalb zu.

Zum Thema „beschränkte Abschussfreigabe“ äußert sich Hubert Wichmann bewusst nicht. „Ich bin lediglich für die Spurensicherung zuständig und schon aufgrund meiner Funktion als Wolfsberater her zur Neutralität verpflichtet“, macht er klar. Enorm wichtig für eine verlässliche Datenerhebung sei die Meldung von Wolfssichtungen, am besten per E-Mail unter wolf-nienburg@web.de. „Nach Möglichkeit mit einem Foto oder Video“, erklärt der Wolfsberater.

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