Aktuelle Werte veröffentlicht

Grundstücke im Landkreis werden teurer

Nienburg - Die Nachfrage ist inzwischen höher als das Angebot – das ist das Ergebnis der aktuellen Auswertung der Bodenrichtwerte des Gutachterausschusses für Grundstückswerte Sulingen-Verden.

Die Bodenrichtwerte mit Stichtag 31. Dezember werden aus den Kaufpreisen unbebauter Flächen und den übrigen Daten des Grundstücksmarktes abgeleitet und jeweils zu Jahresbeginn veröffentlicht. 

Verkauftes Bauland sorgt für Rekordumsatz 

Der Geldumsatz beim Bauland erreicht mit 18 Millionen Euro einen Rekordumsatz und steigt damit gegenüber dem Vorjahr um rund 13 Prozent. „Besonders gefragt waren insbesondere klassische Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke in Drakenburg und Lemke“, sagt Birgit Menkens aus der Geschäftsstelle Nienburg. Das durchschnittliche Bodenwertniveau liegt hier für einen klassischen Bauplatz zwischen 60 und 90 Euro. In der Stadt Nienburg liegt das mittlere Preisniveau bei 84 Euro je Quadratmeter, in mäßiger Lage am Stadtrand bei 60 Euro. In guter Innenstadtlage sind 180 Euro durchaus üblich, jedoch sei das Angebot im Jahr 2018 hier sehr gering gewesen.

Preise im Südkreis stabil

In den Gemeinden der nördlichen Kreisstadt wurden die Werte insgesamt erhöht, während der Südkreis stagnierende Preise und insgesamt wenig Käufe verzeichnet. In Steyerberg, Uchte und Rehburg waren kaum Wertveränderungen festzustellen. Im Vergleich mit anderen städtischen Bereichen Niedersachsens jedoch sei die Preissteigerung insgesamt noch moderat und mache den Traum vom Eigenheim im Landkreis Nienburg weiterhin erschwinglich.

Umsätze und Preise von Ackerland beruhigen sich 

Die Preise von Ackerland haben sich seit 2010 teilweise mehr als verdoppelt. Der Preisanstieg habe sich aber durch die Trockenheit spürbar beruhigt und somit liegen die Preise für Flächen in der Marsch und in der Geest auf dem Vorjahresniveau. Der höchste Bodenrichtwert für Ackerland im Landkreis Nienburg liegt mit 4,70 Euro im Bereich Hilgermissen. In Lichtenhorst und näherer Umgebung ist er mit 1,90 Euro je Quadratmeter verhältnismäßig niedrig. In den Nachbarkreisen Vechta und Cloppenburg liegt das Bodenwertniveau teilweise über 10 Euro je Quadratmeter. Das strahle auch auf die angrenzenden Kreise aus und beeinflusse somit die Preise im Landkreis Nienburg.

Aktuelle Bodenrichtwerte im Internet einsehbar 

Die aktuellen Werte, sowie Vergleichswerte der vergangenen Jahre können gegen eine Gebühr auf der Internetseite www.gag.niedersachsen.de eingesehen werden. Geplant sei auch eine kostenlose mobiloptimierte Version fürs Smartphone, sodass Interessierte jederzeit per GPS-Signal freie Baugründstücke und Werte einsehen können. „Wir wollen damit für Markttransparenz sorgen, jeder soll sich bei uns informieren können“, sagt Ruzyzka-Schwob.

jst

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