Geldinstitut-Neubau an der Knesestraße/Langen Straße

Alte Hoyaer Sparkasse verschwindet im eigenen Keller

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Sparkasse, Rewe und Apotheke: Sie alle teilen sich nicht nur die Logo-Farben Rot und Weiß, sondern auch das Gebäude an der Bücker Straße 1. Für die Zeit vom Abriss der alten Geschäftsstelle bis zum Neubau an gleicher Stelle (Knesestraße) dient es der Sparkasse als Ausweichquartier.

Hoya - Von Horst Friedrichs. Ein neues Sparkassengebäude wird in Hoya gebaut. Größer und schöner als bisher, soll an der Knesestraße (Ecke Lange Straße) ein bauliches Schmuckstück im Zentrum der Stadt entstehen. Beste Voraussetzungen dafür bietet das vergrößerte Sparkassengrundstück, zu dem nun auch die Fläche des benachbarten ehemaligen Geschäftshauses von Ahsen gehört. Auf zwei Etagen über der neuen Geschäftsstelle werden zudem sieben oder acht barrierefreie Wohnungen entstehen.

Informationen über das Neubauprojekt in Hoya vermittelten die Verantwortlichen der Sparkasse Nienburg jetzt bei einem Pressetermin in ihren gemieteten Räumen an der Bücker Straße 1 in Hoya. Dort befindet sich für die Zeit des Baus das Ausweichquartier.

Die geplanten Wohnungen im Neubau werden 70 bis 120 Quadratmeter groß sein, teilweise mit Dachterrasse oder Balkon. „Interessenten können schon jetzt Kontakt zu unserem Immobilienzentrum aufnehmen“, erklärte Sparkassenvorstand Winfried Schmierer (Nienburg).

Am Freitag, 24. März, ist letzter Arbeitstag in der bisherigen Sparkasse an der Knesestraße. Am gleichen Wochenende ziehen Geschäftsstellenleiter Fritz Thölke und sein Team in das Ausweichquartier um. Die dort angemieteten Räume dienen der Sparkasse bereits als Filiale. „Dort treffen die Kunden dann auf die bekannten Gesichter aus der Geschäftsstelle“, kündigt Thölke an. „Alle Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr können dort erledigt werden. Im Obergeschoss stehen Räume für Beratungsgespräche zur Verfügung. Kurzum: An dem Ausweichstandort bieten wir unseren Kunden während der Bauzeit den gewohnten Service.“

Abbruch im April 2017, Einweihung im April 2018

Anfang April beginnen dann die Abbrucharbeiten an der Knesestraße. Das teilte Jens Müller mit. Er ist Geschäftsführer der Nienburger Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (NEW). „Wir planen, spätestens Mitte Juni mit dem Neubau zu beginnen“, sagte er. Die NEW ist eine Tochtergesellschaft der Sparkasse Nienburg und zugleich Bauherrin für das Hoyaer Projekt. Jens Müller hat sich vor Kurzem mit Wolfgang Wilke und Winfried Schmierer, den Vorständen der Sparkasse Nienburg, sowie mit dem Leiter der Organisationsabteilung, Holger Splettstößer, und mit Fritz Thölke zu einer Vorbesprechung über den Umzug und den Ablauf des Neubaus getroffen. Planung und Durchführung des Vorhabens übernimmt die Firma Banco-Projektentwicklung aus Minden, die auf den Bau von Sparkassen und Banken spezialisiert ist.

Dieses Bild entstand beim Pressetermin in Hoyas künftigem Sparkassenausweichquartier. Es zeigt (von links) Vorstand Winfried Schmierer, Kundenberaterin Gabriele Wegehöft, NEW-Geschäftsführer Jens Müller, Organisationsabteilungsleiter Holger Splettstößer, Geschäftsstellenleiter Fritz Thölke und den Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Wilke.

„Die Planungen sind bereits mit der Stadt Hoya abgestimmt“, berichtete Vorstandsvorsitzender Wolfgang Wilke. „Derzeit sind wir dabei, das Material für die Gestaltung auszuwählen. Bei der Ausschreibung der Gewerke legen wir dann Wert darauf, dass die Aufträge, die von heimischen Betrieben übernommen werden können, an unsere Firmenkunden vergeben werden.“

Der Neubau der Geschäftsstelle an der Knesestraße soll im April nächsten Jahres eingeweiht werden.

Das alte Gebäude an der Knesestraße verschwindet buchstäblich in der Versenkung: Eben deshalb bleibt es aber, wo es ist – nur in geschredderter Form. Das alte Haus landet in seinem eigenen Keller, denn an Ort und Stelle werden Steine und Beton nach dem Abriss „gemahlen“ und im Boden versenkt. So sind keine großen Abtransporte nötig, und der verdichtete Schutt birgt nicht nur die Erinnerungen von sechs Jahrzehnten, sondern er bietet auch ein solides Fundament für den barrierefreien neuen Kundenbereich der Sparkasse. Einen Keller wird es in dem Neubau nämlich nicht geben.

Altbau von 1956 hat Schwachstellen

Eigentlich sieht sie noch ganz passabel aus, die Sparkasse im Hoyaer Stadtzentrum. Aber ein Blick hinter die Fassade zeigt, welche Spuren der Zahn der Zeit hinterlassen hat. „Das geht vom Dachstuhl bis in den Keller“, sagte Geschäftsstellenleiter Fritz Thölke. „Überall sieht man, wie marode das alte Gebäude ist.“ Darüber hinaus ist die Energiebilanz des Altbaus völlig unzureichend. 1956 wurde der damalige Neubau bezogen, später kamen zwei Anbauten hinzu.

Nun ist die Zeit reif für die Abrissbirne. Das gilt auch für das Gebäude auf dem benachbarten Grundstück (ehemals von Ahsen). Denn beide Grundstücke zusammen gehören jetzt der Sparkasse (formal der NEW) und bieten ausreichend Platz für den Neubau.

Quelle: kreiszeitung.de

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