Einzelhandel und Gastronomie im Fokus

„Altstadtring Nienburg“ soll Zentrum beleben

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Sie stoßen auf ein gutes Gelingen des Projekts „Altstadtring Nienburg“ an: (v.l.) Wolf-Rüdiger Koch, Brunhilde Marquardt, Martin Fahrland und Kenan Tiryaki. Ziel ist, mit „Altstadtring Nienburg“ eine weitere Marke zu schaffen, um die Innenstadt zu beleben.

Nienburg - von Maren Hustedt. "Nienburg entwickelt sich langfristig zu einer touristisch interessanten Stadt“, ist Wolf-Rüdiger Koch von der Interessengemeinschaft Leinstraße überzeugt.

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, verfolgt der Nienburger gemeinsam mit einigen anderen Initiatoren das Ziel, den „Nienburger Altstadtring“ zu etablieren.

Hinter dem plakativen Namen verbirgt sich das Konzept eines Gastronomie- und Einkaufsführers, der in einer Startauflage von 10000 Stück in erster Linie an Touristen – gleichzeitig aber auch an Einheimische – adressiert sein soll.

„Unser Ziel ist es, ‘Altstadtring Nienburg’ zu einer Marke für ein vielfältiges Gastronomie- und hochwertiges Einzelhandelsangebot zu machen“, erklärt Koch die Hintergründe zu der Idee, die bereits vor zwei Jahren schon einmal von sich hat reden machen lassen.

Ergänzend zur bestehenden Bärenspur, welche an Nienburgs kulturellen Sehenswürdigkeiten entlang führt, soll eine ringförmige Wegführung durch Nienburgs Fußgängerzonen Lange Straße, Jahnstraße, Leinstraße (Neue Straße), mit Querung Georgstraße die potenziellen Besucher zu Nienburgs attraktiven Geschäften und Lokalitäten führen.

„Nienburg ist mehr als die Lange Straße“, sagt die Ideengeberin zum „Altstadtring Nienburg“, Architektin Brunhilde Marquardt. Das Ziel sei, mithilfe des geführten Rundwegs eine stärkere Fußgängerfrequentierung der Straßen abseits der Langen Straße zu erreichen. „Gerade jüngst habe ich wieder erlebt, wie ein Schweizer Schiff anlegte und die Besucher von Bord strömten. So 100 bis 150 Menschen dürften das gewesen sein“, erinnert sie sich. „Die standen dann am Weserwall und wussten offensichtlich nicht wohin...“ Wenn man diesen Touristen nun einen Flyer an die Hand gäbe, der sie über die Einkaufsmöglichkeiten und Lokalitäten in der Innenstadt informierte, könnten die Besucher ganz in Ruhe und vor allem gezielt diejenigen Punkte Nienburgs ansteuern, die sie persönlich interessierten, so Marquardt.

Auch Martin Fahrland von der Mittelweser Touristik glaubt an den positiven Effekt. „Der eine benötigt vielleicht ein Pflaster und sucht eine Apotheke, der andere sucht ein bestimmtes Restaurant: Es ist an uns, die Leute abzuholen.“ Wünschenswert sei zu diesem Zweck auch ein beschildertes Besucherlenksystem, so der Tourismusexperte.

Daran haben Wolf-Rüdiger Koch und seine Mitstreiter auch bereits gedacht. Wenn der Flyer gedruckt und verteilt ist, könnte in einem zweiten Schritt ein Schildersystem „Altstadtring Nienburg“ und bestenfalls sogar eine digitalisierte Version folgen. Doch das müsse natürlich erst einmal durch die erforderlichen Gremien laufen, machte Fahrland deutlich.

Das Gerüst für den Flyer stehe jedenfalls. Nun ginge es darum, möglichst viele ansässige Unternehmer und Gastronomen zum Mitmachen zu motivieren, so Koch. Erste Zusagen von Anliegern für die Finanzierung des Flyers lägen bereits vor. Nach Möglichkeit wolle man der Stadt oder dem Landkreis jedenfalls keine Kosten verursachen.

„Es ist auch eine emotionale Sache“, erklärt Wolf-Rüdiger Koch. „Nienburgs Fußgängerzonen driften in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung weit auseinander. Auch die Anlieger der Jahn-, Lein- und Nebenstraßen müssen das Gefühl haben, mitgenommen zu werden.“

In diesem Sinne vereinbarten die Anwesenden, sich alsbald wieder zusammenzusetzen, um weitere inhaltliche Details zum Flyer abzuklären. Daran beteiligt sind neben den genannten Akteuren auch Jörg Kolossa vom Nienburg Service und Kenan Tiryaki von der Interessenvertretung Fr.-L.-Jahnstraße sowie alle, die Interesse daran haben, sich an der Umsetzung des Flyers zu beteilige

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