„Amerika ist Mainstream“

Alissa Bremer beginnt am 25. Juli ihr Austauschjahr in Peru

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Für Alissa Bremer beginnt bald ein großes Abenteuer, denn dann geht sie für ein Jahr mit dem Rotary Club nach Peru.

Hoya - Für Alissa Bremer aus Riethausen beginnt am Donnerstag, 25. Juli, wohl eines der größten Abenteuer ihres Lebens, denn dann beginnt die 16-Jährige ihr Austauschjahr mit dem Rotary Club in Peru. Genauer gesagt geht es in die zwischen drei Vulkanen gelegene Stadt Arequipa.

Aber warum Peru und nicht Amerika oder Kanada? – diese Frage werde ihr oft gestellt, und ihre Antwort darauf lautet immer: „Ich will einfach nicht so Mainstream sein, nicht das machen, was alle machen.“ Zunächst sei sich die 16-Jährige noch unsicher gewesen: In der engeren Auswahl standen Chile oder Peru. „Ich habe dann mit meiner Klassenlehrerin gesprochen, die gebürtig aus Peru kommt. Der ausschlaggebende Punkt war dann, wie begeistert und fasziniert sie über die Kultur und das Land gesprochen hat“, sagt Alissa.

Von da an habe sie ganz genau gewusst, wo ihre Reise hingehen sollte. Zudem hatte sie bereits Englisch als zweite Fremdsprache am Johann-Beckmann-Gymnasium in Hoya belegt. „Englisch kann ich also gut. Aber mit Spanisch verbindet mich nur meine Tante“, sagt sie lachend. Alissa habe vor Kurzem erst mit dem Spanisch lernen angefangen, bisher würden sich ihre Kenntnisse jedoch weitestgehend auf „Hallo, ich bin Alissa“ und „Mir geht es gut und dir?“ beschränken. Für einen Außenstehenden wirkt das womöglich etwas unorganisiert, aber die Schülerin ist entspannt: „Das lernt man sicherlich schnell.“ Das bestätigt auch Peter Schütz vom Rotary Club Bruchhausen-Vilsen: „Darüber braucht man sich eigentlich keine Gedanken zu machen“, meint er.

Das Besondere an ihrem Austauschjahr ist aber nicht nur die außergewöhnliche Wahl des Landes, sondern auch der Schwerpunkt des Rotaryprogramms. Er liegt auf der Kulturerfahrung und nicht auf der Vertiefung einer Fremdsprache oder dem Erlangen von Examina und Diplomen, so wie es bei anderen Organisationen oftmals der Fall ist. „Es geht darum, die Menschen kennenzulernen, zu helfen und die Vorurteile, die es womöglich gegenüber uns Deutschen gibt, zu widerlegen“, erklärt Alissa. Beispielsweise hilft die 16-Jährige in den Distrikten von Arequipa Wasserversorgungsstellen zu bauen. „Ich freue mich schon sehr darauf, alle gesellschaftlichen Schichten kennenzulernen und später dann auch das Ergebnis zu sehen, woran ich beteiligt sein durfte“, erzählt die Gymnasiastin.

Die Möglichkeit, die viele Eindrücke zu sammeln, wird sie auf jeden Fall haben, denn innerhalb des Jahres wohnt sie bei drei bis vier unterschiedlichen Familien. „Ich erhoffe mir, durch den Wechsel auch andere Ecken und Sitten kennenzulernen – einfach einen tiefen Einblick in die Kultur zu erhalten.“ Vor Ort gebe es zudem jederzeit einen Ansprechpartner vom Rotary Club, wenn etwas nicht laufe oder Fragen offen seien, fügt Schütz hinzu.

Je näher der Abflugtag rückt, desto aufgeregter wird Alissa dann aber doch. „Ich hatte immer eine ungefähre Ahnung, was Peru ist, aber mir war nie klar, was es tatsächlich ist“, sagt sie. Und genau das findet Alissa ab dem 25. Juli nun heraus.

Infos zu den Austauschprogrammen:

www.rotary-jd.de/programme/jahresaustausch/

Quelle: kreiszeitung.de

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