Mit Allgemeinwissen und Gelassenheit

Andreas Wetzel gewinnt „Leuchte des Nordens“ 

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Andres Wetzel hat einen kühlen Kopf bewahrt und die richtigen Antworten gewusst – damit hat er die „Leuchte des Nordens“ vom NDR gewonnen

Hamburg / Nienburg - Von Max Brinkmann. Der ehemalige Dozent der Polizeiakademie Nienburg und BLickpunkt-Mitarbeiter Andreas Wetzel glänzte bei der NDR-Quizshow. 

Die „Leuchte des Nordens“ steht im Wohnzimmer in einer Vitrine. Als Andreas Wetzel sie zum Präsentieren rausholt, ist er sichtlich stolz: Vergangenen Sonntag hat er die gleichnamige NDR-Quizshow gewonnen. Damit hat der Blickpunkt-Mitarbeiter, der seit etwa einem Jahr in Nienburg als Gerichtsreporter unterwegs ist, gleich beim ersten Quiz-Show-Versuch Erfolg gehabt.

„Ich habe die Sendung schon immer gerne geschaut und mitgerätselt“, erklärt Wetzel wie er auf die kam selbst einmal teilzunehmen. Seine Frau hätte ihn dazu motiviert: „Bei einer Folge wusste ich sehr viel, da hat meine Frau mich gefragt, ob ich nicht selbst mal mitmachen will“, sagt der ehemalige Polizist.

Bei der NDR-Quizshow treten fünf Kandidaten aus den fünf nördlichsten Bundesländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg und Bremen gegeneinander an und kämpfen um den Titel „Leuchte des Nordens“. In mehreren Runden wird Wissen aus eben diesen Bundesländern abgefragt. Moderiert wird das Ganze von Jörg Pilawa.

Also bewarb sich der ehemalige Dozent der Polizeiakademie Nienburg im Frühjahr 2018 als Kandidat für Niedersachsen beim NDR. „Dann passierte lange Zeit nichts“, erinnert er sich.

Ende August kam dann die Einladung zu einem Casting in Braunschweig. „Zuerst mussten wir einen relativ leichten Fragebogen ausfüllen und anschließend noch fünf Minuten etwas über unsere Heimat erzählen“, beschreibt Wetzel, der in Bruchhausen-Vilsen lebt, den Ablauf. Damit will der NDR sichergehen, dass die Teilnehmer vor Publikum und Kameras nicht komplett verunsichert wirken, sondern frei sprechen können. Wetzel hatte beim Casting einen positiven Eindruck hinterlassen und freute sich, als wenig später eine Einladung vom NDR im Briefkasten lag. Im November sollte er nach Hamburg kommen.

Alle Folgen der NDR-Quizshow die 2019 ausgestrahlt werden, wurden bereits im November und Dezember 2018 abgedreht. Drei Folgen pro Tag sind in den Studios in Hamburg produziert worden.

Dann kam für Wetzel der Tag der Aufzeichnung. Vorbereitet hatte er sich nur durch das wöchentliche Schauen der Sendung – ansonsten habe er sich auf sein Allgemeinwissen verlassen. In Hamburg angekommen lernte er seine vier Konkurrenten kennen: eine Studentin, eine Studienrätin, ein Kaufmann und ein Ingenieur. Betreut wurde die Gruppe von zwei Mitarbeitern des NDRs.

Erfahrungen als Dozent kommen zugute 

„Der Dreh dauerte ungefähr eine Stunde“, erinnert sich der ehemalige Kriminalbeamte: „Am Anfang sprach Jörg Pilawa kurz mit jedem von uns und dann ging es los.“

Andreas Wetzel war wegen den vielen Kameras und dem Publikum nicht sonderlich nervös oder aufgeregt: „Da hat mir meine Zeit an der Polizeiakademie Nienburg geholfen. Dort musste ich häufiger vor großem Publikum sprechen.“ Direkt am Anfang der Sendung stand er dann aber doch kurz auf dem Schlauch.

In der Vorrunde werden zehn offene Fragen gespielt. Der Zufallsgenerator entscheidet, bei welchem Kandidaten die Fragerunde beginnt. Antwortet der Kandidat richtig, gibt es einen Punkt und der nächste Kandidat ist dran. Wird die Frage falsch beantwortet, wird die Frage weitergegeben. Die erste Frage war quasi ein Heimspiel für Wetzel: Wie heißt der in Twistringen geborene Fernsehmoderator Beckmann mit Vornamen? „Da habe ich kurz gestutzt, aber dann ist mir die richtige Antwort doch noch eingefallen – Reinhold.“, erzählt Wetzel. Danach lief es dann aber.

In der Hauptrunde werden 15 Fragen mit 3 Antwortmöglichkeiten gestellt. Die letzte ist eine „Risikofrage“: Hier können die Kandidaten ihre erspielten Punkte setzen. Bei richtiger Antwort werden die Punkte auf das Punktekonto addiert, bei falscher Antwort vom Punktekonto abgezogen. Wetzel pokerte zwar hoch, konnte die Frage allerdings richtig beantworten und zog ins Finale ein. Sein Gegner war Peter Augustin aus Mecklenburg-Vorpommern. Aus jedem der fünf Bundesländer gibt es im Finale eine offene Frage, die beide Kandidaten nacheinander beantworten müssen. Wer mehr fragen richtig beantwortet ist die Leuchte des Nordens. „Die Finalfragen waren teilweise schon sehr schwer“, gibt Wetzel zu.

Dennoch wusste er am Ende am meisten und durfte die „Leuchte des Nordens“ sowie 1 000 Euro Preisgeld mit nach Bruchhausen-Vilsen nehmen. Mit seinen 22 Punkten ist er zwar sehr gut, wird es aber nicht in die Sendung der Jahresbesten schaffen – ein anderer Niedersachse hat mehr Punkte gesammelt. Wetzel schließt dennoch nicht aus, dass er in Zukunft an anderen Quizshows teilnimmt: „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.“ Vielleicht ist Andreas Wetzel also noch mal im TV zu sehen

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