Vom MDG zum Landesentscheid „Jugend forscht“

Die Köpfe voller Ideen

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Mit Urkunden, Technik und Stellwänden zur Präsentation: Die erste Hürde haben (v. l.) Sina Jasmin Wille, Vivien Doreen Michelis, Stefan Adolph, Alexander Mucha, Sonja Reck und Eckard Hellmich genommen.

NIENBURG - Von Nikias Schmidetzki. Den Anfang nahm das Projekt mit Kopfschmerzen. Nun stehen Jugendliche des Nienburger Marion-Dönhoff-Gymnasiums in der nächsten Runde des Wettbewerbs „Jugend forscht“.

Weil die Luft im Klassenraum so stickig war, litt das Wohlbefinden. Diesem Zustand sind Vivien Doreen Michelis, Sina Jasmin Wille und Alexander Mucha auf den Grund gegangen. Nun stehen sie in der nächsten Runde des Wettbewerbs „Jugend forscht“ – ebenso wie ihre Mitschülerin Sonja Reck.

Ende März werden die vier Jugendlichen des Marion-Dönhoff-Gymnasiums (MDG) in Nienburg ihre beiden Projekte auf Landesebene Juroren und Besuchern präsentieren. Haben sich Michelis, Wille und Mucha mit der Raumluftüberwachung in einem Klassenraum beschäftigt, geht es bei Sonja Reck um die „Charakterisierung einer Apparatur zur Herstellung absolut reinen Wasserstoffs“. Beide Projekte landeten auf dem ersten Platz beim Regionalentscheid. Das Trio mit Lehrer Stefan Adolph in der Kategorie Arbeitswelt, Sonja Reck mit Schulleiter Eckard Hellmich im Bereich Physik.

In Hannover haben sich die Teilnehmer mit Erfolg bewiesen, nun folgt der nächste Schritt in Clausthal-Zellerfeld. An insgesamt drei Tagen stellen die Schüler ihre Projekte dort zunächst der Jury, später der Öffentlichkeit vor. Setzen sie sich erneut durch, ruft der Bundeswettbewerb. Dahin haben es zwar in der Vergangenheit schon einige Vertreter des Gymnasiums gebracht. Die Konkurrenz sei aber auch entsprechend hoch, meint Stefan Adolph.

Doch schon das bisher Erreichte sei beachtlich, lobt Schulleiter Hellmich. „Die Teilnahme am Wettbewerb steht im Zeugnis, und sie fließt in die Note mit ein“, sagt er. „‘Jugend forscht‘ hat erhebliches Renommee. Das macht sich gut im Lebenslauf“, ist Adolph zudem sicher. Entsprechend hoch ist die Motivation – trotz Mehrfachbelastung. Sonja Reck will nicht nur beim Landesentscheid auftrumpfen, sie steht vor dem Abitur, besucht den zwölften Jahrgang. Sie hat Wasserstoffs durch eine Eisenmembran gereinigt. Wasserstoff gilt als besonders umweltfreundlicher Energieträger, da bei der Verbrennung ausschließlich Wasser abfällt. In reiner Form kommt er allerdings in der Natur so gut wie nicht vor.

Die anderen drei Teilnehmer messen bereits seit knapp zwei Jahren. Je nach Jahreszeit ergeben sich für die Raumluft verschiedene Probleme. Im Sommer sind die Temperaturen sehr hoch, im Winter die Kohlenstoffdioxidkonzentrationen. Die Stadt Nienburg verlangt aus Sicherheitsgründen abgeschlossene Fenster, die nur „auf Kipp“ geöffnet werden können. „Mit unseren Ergebnissen möchten wir ein Umdenken in unserer Stadtverwaltung erreichen“, begründet die Gruppe ihr Forschungsprojekt.

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