Anleger in Innenstadtnähe gewinnt wieder an Aktualität

„Flotte Weser“ sucht „Nienburg“-Nachfolgerin

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Die „Bremen“ schließt derzeit die Lücke, die der Verkauf der „Nienburg“ verursacht hat.

Nienburg - Von Leif Rullhusen. Die „Nienburg“ ist weg. Bereits Anfang dieses Jahres hat die Reederei „Flotte Weser“ das in der Kreisstadt stationierte Schiff verkauft. Derzeit sucht das Unternehmen nach einem adäquaten Ersatz.

„Wir schauen uns auf dem Markt um“, erklärt Lothar Stein von der „Flotte Weser“ auf Blickpunkt-Nachfrage. Die Suche sei allerdings nicht einfach. „Die Aufbauten dürfen nicht zu hoch sein, damit das Schiff unter die Brücken passt.“ Das schränke die Auswahl an geeigneten Objekten auf dem Gebrauchtmarkt ein. Hinzu komme, dass potenzielle Anbieter ihre Schiffe erst zum Saisonende hin verkaufen.

Bis ein Nachfolger die Lücke, die durch den Verkauf der „Nienburg“ entstanden ist, wieder schließt, springt die „MS Bremen“ ein. Das knapp 29 Meter lange Schiff ist normalerweise in Bremen stationiert und pendelt aktuell zwischen Nienburg und der Hansestadt. „Über die komplette Spargelsaison liegt sie aber durchgehend in Nienburg“, berichtet Stein.

Durch den Verkauf der „Nienburg“ gewinnt ein altes Thema plötzlich wieder an Aktualität: Stein erkundigte sich nämlich auf der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Donnerstagabend über den Stand des Bebauungsplanes bezüglich eines Anlegers an der Wesertorbrücke. „Man könnte beim Kauf eines Schiffes die Gegebenheiten der möglichen neuen Anlegestelle bereits berücksichtigen“, begründet Stein gegenüber dieser Zeitung sein Interesse am Planungsstand.

Seit Jahren gibt es seitens der „Flotte Weser“ den Wunsch, unterhalb des Weserwalls direkt neben der Fußgängerbrücke einen Anleger für Fahrgastschiffe einschließlich Gastronomie zu bauen. Der gegenwärtige Liegeplatz am Hakenwerder verwandelt sich bei Regen regelmäßig in eine Seenlandschaft und liegt zudem relativ abseits.

Eine schnelle Realisierung des Anlegers in Innenstadtnähe scheint allerdings nicht in Sicht. Es gebe Gespräche mit der Reederei, noch sei aber kein förmliches Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplanes eingeleitet worden, schilderte Nele Winter vom Fachbereich Stadtentwicklung dem Ausschuss den derzeitigen Stand. Wann das der Fall sein wird, könne sie nicht sagen. „Es sind vorher noch einige Dinge zu klären“, bleibt sie auch auf Blickpunkt-Nachfrage wage.

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