Die Welt vor der eigenen Haustür erkunden

Auf dem Hermann-Löns-Wander- und Roswithaweg in Nienburg unterwegs

Die Brokeloher Heide auf dem Hermann-Löns-Wanderweg.
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Die Brokeloher Heide auf dem Hermann-Löns-Wanderweg.

Auch wenn das Wetter nicht so gut werden soll, bietet sich das erste Mai-Wochenende hervorragend zu einer Wanderung durch die Heimat an.

Landkreis - von Johanna Ritter. Raus ins Grüne, wandern und die Welt vor der eigenen Haustür erkunden. Pfade und Wege der Umgebung neu entdecken macht Spaß und bringt Abstand vom Alltag.

Als Startpunkt für eine Wanderung in das Nienburger Umland bietet sich die Einmündung des Steinhuder Meerbachs in die Weser auf Höhe des Weserschlößchens in der Mühlenstraße an. Von hier aus kann mit der ersten Etappe des Fernwanderwegs „Roswithaweg“ begonnen werden. Dieser verläuft auf einer Gesamtlänge von 184 Kilometern, aufgeteilt in dreizehn Etappen, von Nienburg bis nach Bad Gandersheim am Harzrand. Er wurde nach der Kanonissin Roswitha von Gandersheim benannt, die auch als erst deutsche Dichterin angesehen wird. Der Weg ist vom Hannoverschen Wander- und Gebirgsverein durchgängig markiert mit weißem XR auf schwarzem Quadrat. Der Beschilderung folgend, verläuft er über das Waldgebiet „Krähe“ bis nach Stöckse zum Giebichenstein. Einem der größten eiszeitlichen Findlinge in Norddeutschland, in unmittelbarer Nähe eines jungsteinzeitlichen Großsteingrabes sowie einem Hügelgräberfeld der Bronzezeit.

Zeitzeuge der Vergangenheit: Der Giebichenstein bei Stöckse.

Eine Rast mit Weitsicht

Weitergewandert durch die grüne Feld-, Wald- und Wiesenlandschaft führt der Weg nach Linsburg. Hier bietet sich die Möglichkeit, den markierten Weg für einen Abstecher nach Bolsehle zu verlassen, um sich die in den Ort führende, mit Linden bestandene Allee anzusehen. Oder dem 21 Tonnen schweren Findling am alten Transformatorenhaus im landwirtschaftlich geprägten Dorf einen Besuch abzustatten. Für eine Rast mit Weitsicht kann an der Bank in der Straße „Am Berge“ oder unter einer großen Kastanie in der Straße „Zum Uhlenberg“, Halt gemacht werden. Der Roswithaweg seinerseits verläuft weiter von Linsburg durch den Grinderwald, passiert Schneeren und Mardorf in der Region Hannover, bevor er in Stadt Rehburg wieder in den Landkreis Nienburg mündet.

Rast mit Aussicht in Bolsehle an der Straße „Am Berge“.

Interessantes in Wald und Flur

Ein weiterer, gutbeschilderter Wanderweg wartet in Brokeloh auf Naturliebhaber. Auf knapp zehn Kilometern gibt es auf dem Hermann-Löns-Wanderweg Interessantes in Wald und Flur zu sehen. Auf unterschiedlichen Wegen, wobei Gras-, Sand- und Schotterwege überwiegen, führt der Rundwanderweg an „Löns-Buchen“, über die Brokeloher Heide und an, in der Natur aufgestellten Kunstwerken vorbei. Auch hier zeigen sich die eiszeitlichen Hinterlassenschaften. Einerseits in Form von Findlingen, andererseits durch Höhenunterschiede der Landschaft. Vom Aussichtspunkt „Tempelberg“ mit Schutzhütte kann ein Blick bis zum Weserbergland genossen werden.

Informationen über den Roswithaweg und den Hermann-Löns-Wanderweg sind über www.mittelweser-tourismus.de zu finden. ‹

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