Samtgemeinde reagiert auf Corona-Virus / „Alle Feuerwehren einsatzbereit“

„Auf den Schwächeren Rücksicht nehmen“

Schlangestehen und Parkplatzsuche bei Ärzten und Apotheken, hier beim Ärztehaus in Hoya. Foto: NALA HARRIES

Samtgemeinde - Von Horst Friedrichs. In der Samtgemeinde Grafschaft Hoya bleiben Schulen, Kindergärten und Krippen ab Montag, 16. März, bis einschließlich 18. April geschlossen, teilt Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer gestern auf Nachfrage mit. „Wir richten uns bei allen Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus, nach dem, was der Landkreis Nienburg uns vorgibt“, sagt Meyer. Das bedeute, auch größere Veranstaltungen werden abgesagt. Über Ausschusssitzungen und Ratssitzungen werde im Einzelnen entschieden.

Fußball-Punktspiele werden sowohl im Junioren- als auch im Seniorenbereich für zwei Wochen abgesetzt, teilt Hoyas-SG-Vorsitzender Michael Tandecki mit. „Wir wollen anregen, auch das Training im Junioren- und im Seniorenbereich abzusetzen“, erklärt er. „Die Sicherheit steht obenan. Ein Risiko einzugehen, ist nicht zu rechtfertigen. Jeder muss auf den Schwächeren Rücksicht nehmen. Ich will die Lage nicht dramatisieren, aber auch der Sport muss in diesem Fall zurückstehen.“

Die Feuerwehren in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya sind bei Bränden, Verkehrsunfällen und anderen erforderlichen Hilfeleistungen in vollem Umfang einsatzbereit. Das teilt Gemeindebrandmeister Carsten Meyer mit. Nach einer Lagebesprechung mit seinen beiden Stellvertretern, Georg Bühmann und Wilfried Gütz, habe ein Schreiben die Ortsbrandmeister erreicht. Darin heiße es, dass für Kinder- und Jugend-Feuerwehren keine Dienste, keine Sportveranstaltungen und keine Zusammenkünfte stattfinden sollten. Die Feuerwehren, so Carsten Meyer, beschränken ihre Dienste unterdessen auf ein Minimum, damit die Einsatzbereitschaft gewährleistet ist. Zugleich gebe es keine übergreifenden Dienste mit anderen Wehren. Ob der Feuerwehr-Wettbewerb im Mai stattfinden wird, solle in Kürze entschieden werden.

Entsprechend den Anweisungen des Landkreises für Seniorenheime, Krankenhäuser und alle Einrichtungen, in denen Pflegebedürftige untergebracht sind, gelten auch im DRK-Altenheim Hoya gewisse Besuchs-Einschränkungen: Wir raten Besuchern dazu, nicht in unsere Einrichtung zu kommen, wenn sie sich zuvor in Corona-Krisengebieten aufgehalten haben“, sagt Elisabeth Holthus vom DRK-Altenheim Hoya. „Diese Einschränkung gilt 14 Tage lang nach der Rückkehr aus dem betreffenden Gebiet.“ Ansonsten gelten die gewohnten Besuchszeiten.

Der Kinobetrieb läuft ganz normal“, sagt Beate Möller-Dumschat vom Filmhof. „Wir haben nie mehr als 100 Besucher in einem Saal. So hat jeder die Möglichkeit, genügend Abstand von anderen zu halten.“ Zu keinem Zeitpunkt brauche man im Filmhof Angst vor Gedränge zu haben.

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