Geflügelpest im Landkreis Nienburg

Aufstallpflicht bis 30. April verlängert

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Keine Ruhe für Geflügel im Landkreis: Weiterhin besteht Aufstallpflicht.

Landkreis - Ursprünglich war der morgige Dienstag Stichtag: Doch wie viele Landkreise in Niedersachsen auch hat sich der Landkreis Nienburg für die Verlängerung einer Aufstallpflicht entschieden.

Aufgrund der aktuellen Verbreitung von HPAIV (H5N8) bei Wildvögeln und nach aktuellen Ausbrüchen in Nutzgeflügelbeständen, insbesondere in den umliegenden Regionen, hat der Landkreis Nienburg die Verlängerung der Aufstallpflicht für Geflügel als Vorsichtsmaßnahme gegen die Verbreitung der Geflügelpest angeordnet. Sämtliches im Landkreis Nienburg gehaltenes Geflügel (unter anderem Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse) ist über den 31. Januar 2017 hinaus bis zum 30. April 2017 aufzustallen.

Die Aufstallpflicht gilt für das gesamte Kreisgebiet. Alle Personen, die Geflügel draußen halten (auch Hobbyzüchter), müssen ihre Tiere aufstallen oder unter einer Vorrichtung halten, die überdacht ist und eine Seitenbegrenzung hat, um das Eindringen von Wildvögeln zu verhindern.

Hintergrund der Maßnahme ist das anhaltende Verbreitungsrisiko des Vogelgrippevirus H5N8 bei Wildvögeln in Deutschland und mehreren anderen Ländern. Dies hat dazu geführt, dass das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in seiner aktuellen Risikobewertung vom 24.01.2017 das Risiko der Einschleppung des Virus in die Hausgeflügelpopulation über Wildvögel als unverändert hoch einstuft.

Bei der hochpathogenen Aviären Influenza (Vogelgrippe) handelt es sich um eine hochansteckende, anzeigepflichtige Viruserkrankung beim Geflügel. Bislang ist keine Übertragung von H5N8 auf den Menschen bekannt.

Experten gehen davon aus, dass der Erreger auch durch umherziehende Wildvögel verbreitet werden kann, von denen sich auch viele im Landkreis Nienburg befinden. Diese Einschätzung wurde durch den HPAIV H5N8 Fundort in Wesernähe (2. Dezember 2016, Bussard, Gemeinde Landesbergen, wir berichteten) bestätigt. Der Ausbruch der Geflügelpest bei Hausgeflügel führt zu immensen wirtschaftlichen Folgen für alle Geflügelhalter, Schlachtstätten und die verarbeitende Industrie und muss daher mit allen Mitteln verhindert werden.

Darüber hinaus fordert der Fachbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung alle Geflügelhalter im Landkreis auf, die erforderlichen Vorsorge- und Hygienemaßnahmen strikt einzuhalten. Hierzu gehört unter anderem, dass Geflügelställe generell nur mit entsprechender Schutzkleidung betreten werden und dass Futterstellen für Wildvögel nicht zugänglich sein dürfen.

Wer bisher seine Geflügelbestände noch nicht beim Kreis angemeldet hat, wird aufgefordert, dies umgehend nachzuholen.

Der Text der Allgemeinverfügung einschließlich Begründung ist auf den Internetseiten des Kreises unter www.lk-nienburg.de eingestellt.

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